- Am Morgen griffen die Eidgenossen das französische Heer in dessen ostwärts der Festung aufgeschlagenem Feldlager an. Der Angriff erfolgte aus drei Richtungen, frontal sowie rechts und links umfassend, wobei der Kampf zwischen dem eidgenössischen Hauptharst und den deutschen Landsknechten den Schlachtschwerpunkt ausmachte. Das Überraschungsmoment verhinderte eine koordinierte Abwehr der Franzosen und den Einsatz der Artillerie, der sumpfige Boden einen effektiven Einsatz der französischen Ritter. die alte Ordnung in drei Haufen, aber in wohl überlegter Weise den Verhältnissen angepasst.
Der Haufe, der von Norden her die rechte Flanke der Franzosen umgehen sollte, an Infanterie nur schwach, war von Herzog Maximilians mit seinen italienischen Rittern begleitet. Der mittlere Haufen, der auf die Front des Lagers losging, wo das französische Geschütz stand, war ebenfalls nur schwach; seine Aufgabe war, nicht unmittelbar zu stürmen, sondern zunächst nur, unterstützt von einigen Geschützen, zu beschäftigen und zu demonstrieren. Der Haupthaufe aber umging, durch ein kleines Gehölz gedeckt, das französische Lager von Süden, vermied dadurch das gefährliche Geschützfeuer und fiel mit seiner ganzen Wucht auf die eigentliche Kraft des französischen Heeres, den Haufen der deutschen Landsknechte.[3] Die beiden kleinen Schweizerhaufen absorbierten einen großen Teil des feindlichen Heeres. Die Franzosen gingen nach dieser Seite hin nicht offensiv vor. Nach einem Erfolg hier hätten sie sich dem linken Flügel zuwenden können, wo bei den Landsknechten der Hauptkampf tobte. Die französische Ritterschaft leistete wenig.
Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Novara_(1513)
|