| Notizen |
- Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_II._(Teck)
Konrad II. von Teck (* um 1235; † 2. Mai 1292 in Frankfurt am Main) war Herzog von Teck und stand im seit 1246 gespaltenen Herzogtum Schwaben auf staufischer Seite. So unterstützte er Konradin von Schwaben bis zu dessen Hinrichtung im Jahre 1268 und ab 1273 Rudolf I. von Habsburg, der sich die Wiederherstellung des staufischen Herzogtums Schwaben zum Ziel gesetzt hatte. Nach dem Konzil von Lyon führte Konrad dort für ihn diplomatische Verhandlungen mit Papst Gregor X. über dessen Kaiserkrönung.
Familie und Papstdispens
Blick über Owen auf die Burg Teck
Laut Götz heiratete Konrad um 1279 Uta (gest. vor 1290), die Tochter des Grafen Simon von Zweibrücken-Eberstein. Dieser Ehe entstammten vier Söhne, Simon I. (gest. 1316), Konrad III. (gest. 1329), Ludwig III. (gest. 1334) und der früh verstorbene Friedrich I. (gest. 1299/1303). 1300 ist eine namentlich nicht genannte Schwester der vier Brüder belegt: Sie könnte eine Tochter aus der zweiten Ehe Konrads gewesen sein. Am 5. Mai 1290 hatte Papst Nikolaus IV. die Erlaubnis für die Ehe zwischen Konrad und Adelheid von Burgau, der Tochter des Markgrafen Heinrich II. (gest. 1293), erteilt. Dieser Dispens war notwendig, da beide im vierten kanonischen Grad miteinander verwandt waren.
Nach dem Tod seines Bruders Ludwig I. von Teck im Jahr 1283 teilten Konrad und sein Neffe Hermann I. den Teck’schen Besitz untereinander auf. Darunter auch die Burg Teck und die Stadt Kirchheim unter Teck. Fortan gab es zwei Linien.
Zum König gewählt?
Nach dem Tode Rudolfs I. im Jahre 1291 unterstützte Konrad zunächst dessen Sohn Albrecht von Österreich in seiner Kandidatur um die Königskrone, doch als dessen Gegner die Wahl des Königssohnes ablehnten, zog dieser seine Kandidatur zurück.
Laut dem Historiker Armin Wolf verweisen Nekrologien und ein Messbuch aus dem 13. bzw. 14. Jahrhundert (erhalten in Abschriften aus dem 16. Jahrhundert) sowie das Wappen auf dem Grabstein Konrads und seiner Söhne auf Konrad als einen electus in regem. Nach den Forschungen von Wolf wurde Konrad am 30. April 1292 in Weinheim von Albrechts Parteigängern zum Königskandidaten gewählt. Diese (Vor-)Wahl sei jedoch, so Wolf, geheim gehalten worden, um weitere Verhandlungen mit der Gegenpartei nicht zu untergraben. Darauf sei Konrad mit seinen Parteigängern nach Frankfurt gereist, wo sich auch andere Fürsten und Bischöfe zur Königswahl versammelt hatten. Dort wurde er am Vorabend des 2. Mai 1292 wahrscheinlich von seinen Gegnern um den Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg erschlagen.
Konrads Schädel weist tatsächlich auf einen solchen gewaltsamen Tod hin. Als im Jahre 1579 das Grab Konrads und seiner drei Söhne in Owen unter Teck geöffnet wurde, fand man „daß einem von diesen ein hefftiger Streich von einem Kolben sey gegeben worden, erscheinet aus dem Loch eines Schedels, welches so groß ist, daß man ein Hüner-Ey hindurch schieben könnte.“ Andere Historiker jedoch bezweifeln die Aussagekraft der zitierten Quellen und weisen insbesondere darauf hin, dass Konrads Königtum in allen Quellen vor dem 16. Jahrhundert ungenannt bleibt.
Dokumentarfilm
Der Filmautor und Regisseur Reinhard Kungel hat in Zusammenarbeit mit dem Historiker Armin Wolf und dem Juristen Karl-Otto Alpers Konrads Geschichte unter dem Titel König für einen Tag in Szene gesetzt. Der Film wurde am 12. Februar 1997 von SDR und SWF (heute SWR) ausgestrahlt.
- Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Teck_(mittelalterliches_Adelsgeschlecht)
Die Herzöge von Teck waren eine von etwa 1187 bis 1439 bestehende Seitenlinie der Zähringer. Nach deren Aussterben fiel der Herzogstitel 1495 an das Haus Württemberg. Im 19. Jahrhundert wurde der Titel dann wiederum an eine unebenbürtige Seitenlinie dieses Hauses (die Familie Teck (später Cambridge)) vergeben, die in die britische Königsfamilie einheiratete.
Geschichte
Burg Teck
Dux Albertus de Tecke als Zeuge für Kaiser Heinrich VI. (Schwäbisch Gmünd 1193)
Adalbert, Sohn Konrads von Zähringen, erbte zähringische Besitzungen um die Burg Teck zwischen Kirchheim und Owen. Nach dem Tod seines Bruders Berthold IV. nannte sich Adalbert Herzog von Teck und wurde somit zum Stammvater dieser Zähringer Seitenlinie „ohne Herzogtum“.
Einige Historiker gehen davon aus, dass Konrad II. von Teck nach dem Tod Rudolfs I. von der österreichisch-schwäbisch-pfälzischen Partei am 30. April 1292 in Weinheim zum Kompromisskandidaten für die Königswahl gekürt worden sei. Konrad wurde jedoch auf der Reise nach Frankfurt am Main ermordet, wo er hoffte, am 2. Mai von den dort versammelten wahlberechtigten Fürsten bestätigt zu werden. Konrad wurde als „Rex electus“ (gewählter König) in Owen bestattet.
Zu den Ministerialen der Herzöge von Teck zählten u. a. die Herren von Späth, die Herren von Tumnau, die Schwelher von Wielandstein, die Schilling, die Hochschlitz von Pfauhausen, die Truchsess von Stetten, die Herren zu Kirchheim, Magister Heinrich zu Neidlingen und Ulrich zu Neidlingen als Leiter der teck'schen Hofkanzlei, die Herren zu Lichteneck, die Herren zu Wernau, die Herren zu Lenningen, die Herren von Sperberseck, die Schwenzlin von Hofen, die Herren von Bruggon, die Herren von Tachenhausen, die Kyver vom Tiefenbach, die Herren von Mansberg, die Finken vom Schloßberg und die Maier von Waseneck.
Der Herrschaftsbereich der Herzöge von Teck bildete einen Schwerpunkt am Albtrauf um die Burg Teck, umgeben von einem Kranz von Einzelbesitzungen bei Esslingen am Neckar, im Remstal, auf dem Schurwald und auf der Münsinger Alb. Eine zweite Häufung teckischer Güter befand sich im Raum Oberer Neckar, zwischen Schwarzwald und kleinem Heuberg. Um diese beiden voneinander getrennten Besitzzentren waren weitere Besitzungen im Neckarbecken, im Donautal, im Hegau, im Aargau und am Thunersee gestreut.
Liste der Besitzungen: Altsteußlingen (mehrere Höfe), Gutenberg, Lenningen, Owen, Dettingen unter Teck, Kirchheim unter Teck, Bissingen an der Teck, Boll (bis 1321), Dürnau, Gammelshausen (bis 1321), Sehningen (bis 1321), Lotenberg mit Burg Lotenberg (bis 1321), Heiningen (bis 1321), Pfauhausen und Steinbach, Hegenlohe, Hedelfingen, Stetten im Remstal, Rommelshausen, Marbach am Neckar (bis 1302), Lauffen am Neckar (bis 1302), Zazenhausen, Zwiefalten, Ostdorf, Rosenfeld, Schiltach, Hornberg, Schramberg, Oberndorf am Neckar, Sulzbach, Lauterbach, Kirnbach, Sulgen und Göttelbach.
siehe auch: Liste der Ortswappen mit einem Bezug auf die Herrschaft Teck
Linien
Im 13. Jahrhundert teilte sich die Linie in Teck-Oberndorf (mit Sitz in Oberndorf am Neckar) und Teck-Owen. Die Linie Teck-Oberndorf starb 1363 verarmt aus. Die Herrschaft wurde vom erbenden Friedrich von Teck-Owen 1374 an die Grafen von Hohenberg verkauft. Die Linie Teck-Owen erwarb 1365 die Herrschaft Mindelheim, musste aber bereits 1386 das Stammland um die Burg Teck an Württemberg verkaufen. Mit Ludwig von Teck, von 1412 bis zu seinem Tode Patriarch von Aquileja, starben die Herzöge von Teck 1439 aus.
- Stammliste der Herzöge von Teck:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stammliste_der_Herzöge_von_Teck
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