Graf Simon III. von Saarbrücken

Graf Simon III. von Saarbrücken

männlich - 1240


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  • Name Simon III. von Saarbrücken
    Titel Graf
    Geschlecht männlich
    Titel (genauer) 1207 bis 1245  Grafschaft Saarbrücken Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Graf von Saarbrücken 
    • Graf Simon III. erreichte 1227 bei dem Bischof von Metz die Erblichkeit der Metzer Lehen namens seiner ältesten Tochter, musste dem Bischof aber dafür diejenigen Teile der Grafschaft Saarbrücken auftragen, die bisher keine Metzer Lehen waren, so dass nun die ganze Grafschaft Saarbrücken Lehen des Bischofs von Metz wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Metzer Lehnshoheit nur noch Formsache, spielte aber im 17. Jahrhundert bei der Reunionspolitik Ludwigs XIV. wieder eine Rolle. Mit dem Tod Graf Simons III. um 1234 erlosch die männliche Linie der Grafen in Saarbrücken. Nach seiner Tochter Lorette gelangte seine andere Tochter Mathilde in den Besitz der Grafschaft Saarbrücken, die selbst von ihrem Sohn Simon aus erster Ehe mit Simon von Broyes beerbt wurde.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Grafen_von_Saarbrücken
    Tod 1235/40 
    • Mit seinem Tod erlosch die ältere Linie der Grafen von Saarbrücken im Mannesstamm.
    Personen-Kennung I12058  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 27 Nov 2025

    Vater Graf Simon II. von Saarbrücken   gest. spätestens 1220
    Mutter Liutgard (Lucarde) von Leiningen   gest. nach 1239
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F6003  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Laurette von Lothringen
    Eheschließung
    • Simon war verheiratet mit Laurette von Lothringen, Tochter von Friedrich II., Herzog von Lothringen.
    Notizen 
    • Ihre Nachkommen waren:
      - Dietrich († vor 12. Mai 1227) ⚭ Johanna von Apremont († nach 1227)
      - Laurette († nach 13. November 1270) ⚭ I. Gottfried II. von Apremont († 1250) ⚭ II. Dietrich Luf I. von Kleve († 1277)
      - Mathilde († 1276) ⚭ I. Simon II, Herr von Commercy († 1247/48) (Maison de Broyes) ⚭ II. Amadeus, Herr von Montfaucon († 1280)
      - Johanna († vor 1286) ⚭ (vor 1235) Simon V., Herr von Clefmont-en-Bassigny († 1280)
      - Elisabeth († nach 1271) ⚭ Hugo III., Graf von Lützelstein († 1280)
    Kinder 
     1. Dietrich von Saarbrücken   gest. vor 12 Mai 1227
     2. Gräfin Lorette (Lauretta) von Saarbrücken
    +3. Gräfin Mathilde (Mechthild) von Saarbrücken   gest. 30 Aug 1276
    Familien-Kennung F6019  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 27 Nov 2025

  • Ereignis-Karte
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Saarbrücken Grafschaft - Wappen
    Saarbrücken Grafschaft - Wappen
    Das Wappen der Grafschaft entwickelte sich wie folgt: Das Wappen der Grafen von Saarbrücken zeigte einen rotbewehrten, goldbekrönten, silbernen Löwen. Die Grafen von Saarbrücken-Commercy fügten dem Wappen der Grafschaft die silbernen Fußspitz-Kleeblattkreuze auf blauem Grund von Commercy hinzu (Bild). Die Grafen von Nassau-Saarbrücken ergänzten das Wappen um den goldenen Nassauer Löwen, so dass das nun quadrierte Wappen zweimal den Nassauer und zweimal den Saarbrücker Löwen zeigte.

    (Bild: Wikipedia; drawn by T. Rystau - © Gemeinfrei -)

    Orte
    Ansicht des Schlosses von Saarbrücken im 17. Jahrhundert nach Merian
    Ansicht des Schlosses von Saarbrücken im 17. Jahrhundert nach Merian
    Handzeichnungen Henrich Höers geben die Schlossanlage des 17. Jahrhunderts, die sich durch Umbauten aus der Burg heraus entwickelt hatte, authentisch und topographisch zuverlässig wieder.[8] Dargestellt ist eine Vierflügelanlage innerhalb eines Berings mit verschiedenförmigen Bastionen. Die Schutzvorrichtungen der Schlossanlage wie Türme, Mauern, Torbauten und Gräben folgten der Topographie des Saarfelsens. Das Bollwerk wurde durch dreiecksförmige Eckbastionen verstärkt.

    Bild: Wikipedia; Matthäus Merian - originally from: Fritz Kloeven, Saarbrückens Vergangenheit im Bilde, 1934. - https://de.wikipedia.org/wiki/Matthäus_Merian
    © Gemeinfrei
    Ansicht von Schloss und Stadt Saarbrücken um 1770
    Ansicht von Schloss und Stadt Saarbrücken um 1770
    Das Schloss Saarbrücken, auch „Saarbrücker Schloss“ genannt, ist ein barockes Schloss in der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken. Es befindet sich im Stadtteil Alt-Saarbrücken am linken Ufer der Saar. Vorgängerbau am Standort war ein Renaissance-Schloss, das aus einer mittelalterlichen Burg entstanden war.

    Bild: Wikipedia; Autor/-in unbekannt - Übertragen aus de.wikipedia nach Commons., originally from http://www.sarrelibre.de/42/folge-4-eine-weise-stadt/
    © Gemeinfrei

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Simon_III._(Saarbrücken)

      Simon war ein Sohn des Grafen Simon II. von Saarbrücken und seiner Frau Liutgard von Leiningen († nach 1239), Tochter von Emich III., Graf von Leiningen. Simon folgte seinem Vater als Graf von Saarbrücken, sein jüngerer Bruder Friedrich erbte um 1220, nach dem Aussterben der Grafen von Leiningen, deren Besitz und begründete die jüngere Linie dieses Hauses. Heinrich, ein weiterer Bruder, amtierte als Bischof von Worms.

      Simon unterstützte im Thronfolgestreit die Staufer. Nach dem Tode Philipps von Schwaben erkannte er Otto von Braunschweig als König an, war jedoch 1215 bei der Krönung Friedrichs II. in Aachen anwesend. In den Folgejahren gehörte er zum engen Gefolge Friedrichs.

      1216 verpflichtete er sich zur Teilnahme am Fünften Kreuzzug, an dem er 1217 bis 1219 teilnahm und sich insbesondere an der Belagerung von Damiette beteiligte.

      Nach dem Kreuzzug, im Jahre 1223 schenkte Simon der Abtei Wadgassen die Martinskirche in Köllerbach.

      Nach dem Tod seines einzigen Sohns Dietrich schloss er 1227 einen Vertrag mit dem Metzer Bischof Johann von Apremont, der die weibliche Nachfolge in der Grafschaft Saarbrücken als Metzer Lehen sicherte; im Gegenzug musste er dem Bischof auch die Teile der Grafschaft zu Lehen auftragen, die zuvor keine Metzer Lehen waren. Dieser Vertrag wurde jedoch 1271, als Simons Tochter Mathilde ihrer Schwester Laurette als Gräfin von Saarbrücken folgte, von Johanns Nachfolger Lorenz von Lichtenberg angefochten. Die Streitigkeiten dauerten bis nach Mathildes Tod an, erst ihr Sohn Simon IV. konnte sich die Herrschaft dauerhaft sichern und begründete das Haus Saarbrücken-Commercy.

      Ebenfalls im Jahr 1227 ließ Simon die Kommende St. Elisabeth in Saarbrücken als Niederlassung des Deutschen Ordens erbauen.

    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Grafen_von_Saarbr%C3%BCcken

      Liste der Grafen von Saarbrücken

      Die Liste der Grafen von Saarbrücken stellt die vormaligen Saargaugrafen vor, die über die Grafschaft Saarbrücken herrschten.

      Geschichte
      1080 wird Siegbert erstmals als Graf im Saargau erwähnt, als er von Kaiser Heinrich IV. mit Wadgassen beschenkt wurde. Graf Simon III. legte 1227 in einem Erbvertrag mit dem Bischof Johann von Metz die Erbfolge für seine beiden Töchter Lauretta und Mathilde fest. Als 1271 die Grafschaft an Mathilde ging, erhob jedoch der neue Bischof, Lorenz, Einspruch gegen die weibliche Nachfolge. Mathilde nahm im Bund mit Herzog Friedrich III. von Lothringen den Kampf um ihr Erbe auf und wurde dafür exkommuniziert. Die Erbkämpfe zogen sich bis nach ihrem Tod hin, doch letztlich konnte sich ihr Sohn, Simon, durchsetzen. Ein jüngerer Sohn Graf Johanns I. begründete die Linie Saarbrücken-Commercy die 1417 in den Besitz der Grafschaft Roucy gelangt.

      Durch die Ehe Gräfin Johannas mit Graf Johann I. von Nassau-Weilburg gelangt Saarbrücken in den Besitz des Hauses Nassau. Weil dieser letztgenannte Johann manchmal als Johann III. gezählt wird (obwohl er nie regierender Graf von Saarbrücken war), wird manchmal Johann III. von Nassau-Saarbrücken auch als Johann IV. gezählt.

      Saarbrücken
      1080–1105 Siegbert, Graf im (unteren) Saargau
      1105–1135 Friedrich Sohn
      1135–1182 Simon I. Sohn
      1182–1207 Simon II. Sohn ∞ Liutgard von Leiningen
      1207–1245 Simon III. Sohn (sein Bruder Friedrich, ab 1214 Graf von Leiningen, begründete die bis heute im Mannesstamm blühende Linie der Leininger)
      1245–1271 Lauretta Tochter
      1240–1250 Gottfried II. von Apremont erster Ehemann Laurettas
      1252–1260 Dietrich Luf von Kleve zweiter Ehemann Laurettas
      1271–1274 Mathilde Schwester Laurettas ∞ Simon III. von Commercy

      Broyes-Commercy
      1271–1308 Simon IV. Sohn des Herrn Simon III. von Commercy und der Gräfin Mathilde von Saarbrücken
      1308–1342 Johann I. Sohn
      1342–1381 Johann II. Enkel ∞ Gille von Bar † 1362
      1381–1381 Johanna Tochter

      Nassau-Saarbrücken
      1381–1442 Philipp I. Sohn des Grafen Johann I. von Nassau-Weilburg und der Gräfin Johanna von Saarbrücken-Commercy
      1442–1472 Johann II./III. Sohn
      1472–1545 Johann Ludwig Sohn
      1545–1554 Philipp II.Sohn
      1554–1574 Johann III./IV. Bruder
      1575–1602 Philipp III. aus der Linie Nassau-Weilburg
      1602–1627 Ludwig II. Neffe
      1627–1640 Wilhelm Ludwig Sohn
      1640–1642 Kraft Sohn
      1659–1677 Gustav Adolf Sohn Wilhelm Ludwigs
      1677–1713 Ludwig Kraft Sohn
      1713–1723 Karl Ludwig Sohn von Gustav Adolf
      1723–1728 Friedrich Ludwig aus der Linie Nassau-Ottweiler
      1741-1768 Wilhelm Heinrich Sohn des Wilhelm Heinrich von Nassau-Usingen d. Ä., 1. Fürst
      1768–1794 Ludwig Sohn
      Heinrich (Ludwig Karl Albrecht) Erbprinz, regierte nie

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