- Die Grafschaft Veringen war ein im Spätmittelalter entstandenes Herrschaftsgebiet auf der Schwäbischen Alb im heutigen Baden-Württemberg.
Im Hochmittelalter entwickelten sich neue Herrschaftsformen. An die Stelle des königlichen Auftrags trat der dauerhafte Besitz, der sich bei näherer Betrachtung als ein Bündel verschiedener Rechte darstellte. Jedes einzelne konnte wie ein materielles Gut gehandelt, also verkauft, vererbt, verliehen oder verpfändet werden. Erst dieses neuartige Konstrukt ermöglichte den Aufbau territorialer Herrschaften.
Die Grafen von Altshausen, Gaugrafen im Eritgau im nördlichen Oberschwaben, traten im 11. Jahrhundert auch in der angrenzenden Grafschaft Appha in Erscheinung. Ein Nachfahre verlegte seinen Wohnsitz ins mittlere Laucherttal, wo er in der Nähe des Dorfes Veringen einen Ansitz (Burg Veringen) errichtete.
Fortan nannte er sich Graf von Veringen. Mit ihrem umfangreichen Besitz an der Donau und Oberschwaben (Vgl. Liste der Besitzungen der Grafen von Veringen) gehörten die Grafen von Veringen zu den mächtigsten Grafengeschlechtern in Schwaben und gründeten in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Städte Veringenstadt, Hettingen, Gammertingen, Isny und Riedlingen. Ihre Besitzungen lagen jedoch weit verstreut und entsprechen nicht der heutigen Vorstellung einer zusammenhängenden Grafschaft im Sinne einer Landesherrschaft oder eines Amtsbezirkes. Diese Form hat sich erst später herausbildet. Marquard von Veringen bewies 1134 seine Erbansprüche auf Rechte in der Appha-Grafschaft, allerdings mit einer gefälschten Urkunde aus dem Kloster Reichenau, dessen Abt mit den Veringern freundschaftlich verbunden war.
Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Veringen
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