- Im 10. Jahrhundert wurde als erstes bekanntes Bauwerk ein Turm vom Kloster St. Gallen (Schweiz) errichtet. Dieser diente als Stützpunkt und Schutzbauwerk für die ausgedehnten Besitztümer, die das Kloster zwischen den Jahren 900 und 1000 im Gebiet zwischen den Schwarzwaldflüssen Alb und Schlücht hatte.
1128 gab das Kloster St. Gallen den Turm mitsamt seinen dortigen Besitzungen und Rechten einer nicht namentlich bekannten Adelsfamilie zum Lehen. Diese Adelsfamilie baute sich in der Folgezeit eine Burg um den Turm, die sie dann, zusammen mit umliegenden Gütern, als ihr Eigentum betrachtete. Der Turm galt jedoch weiterhin als Lehen. Im gleichen Jahre erscheint urkundlich ein Rudolfus de Gutenburch zusammen mit Heinrich von Krenkingen und den Rittern von Dogern und Berau als Zeuge des Meiers Tschudi des Damenstift Säckingen. Es bleibt jedoch offen, ob sich daraus ein Rückschluss auf das 1128 beliehene Adelsgeschlecht der Gutenburg ziehen lässt.
1187 ging der Besitz an die Herren von Gutenburg. Diese waren ein edelfreies Ministerialengeschlecht aus dem schweizerischen Aargau (vermutlich Oberaargau, Kanton Bern s. Gutenburg BE). Ihren Namen erhielt die Gutenburg vermutlich erst ab diesem Zeitpunkt und wurde vom Namen des Geschlechts derer von Gutenburg bzw. deren Stammherrschaft, dem heutigen schweizerischen Gutenburg-Lotzwil, übernommen.
Möglicherweise handelt es sich bei dem im 13. Jahrhundert lebenden Minnesänger Ulrich von Gutenburg und dem urkundlich mehrfach in Erscheinung tretenden Ulrich von Gutenburg um ein und dieselbe Person.
Zitate aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gutenburg_(Hochrhein)
|