- Erster verbürgter Besitzer der Burg Ringgenberg war der Freiherr Cuno von Brienz. Seine Familie legte im Laufe der Zeit ihren alten Namen ab und nannte sich nur noch von Ringgenberg. Cunos Söhne, Philipp und Rudolf, verwalteten von 1240 bis 1291 die Herrschaft gemeinsam, ehe Philipps Sohn, der Spruchdichter Johann von Ringgenberg, bis 1350 deren Nachfolge antrat. Johann ist das bekannteste Mitglied der Familie und wurde als «Ritter, der Schwert und Leier gleich gut führt» bekannt. Seine Lieder wurden um 1300 in den Codex Manesse aufgenommen.
Mit Johanns Tod begann der allmähliche Ruin des Hauses. Philipp von Ringgenberg (1351–1374) musste 1351 den westlichen Teil der Herrschaft an das Kloster Interlaken verpfänden, um seine Schulden tilgen zu können. Sein Sohn Petermann, der 1374 Herr von Ringgenberg wurde, verfügte nicht über die finanziellen Mittel, um seine Burg, die 1380 von aufständischen Landleuten geplündert und zerstört worden war, wieder in Stand zu setzen. Verarmt und ohne männliche Nachkommen verstarb er 1390 in Bern.
Petermanns Erbtöchter Beatrix und Ursula verkauften die Burg Ringgenberg an das Kloster Interlaken. Als dessen Güter im Zuge der Reformation eingezogen wurden, fiel die Ruine an die Stadt Bern.
Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ruine_Ringgenberg_(Bern)
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