| Notizen |
- Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eptingen_(Adelsgeschlecht)
Eptingen (Adelsgeschlecht)
Bereits in der zweiten Generation nach ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1189 teilte sich die Familie um 1260 bis 1270 in zwei Hauptstämme: Die Herren von Eptingen zu Pratteln und die Herren von Eptingen zu Blochmont im Elsass. Sie verliessen ihre Stammburgen in Eptingen und entwickelten sich weiter.
Die Herren von Eptingen zu Pratteln teilten sich ihrerseits in die Familienstämme zu Madeln und zu Pratteln. Die zu Madeln wohnten auf dem Madlenberg, auch Adler genannt, mit einem schwarzen Horn und weissen Adlerfedern als Wappen. Die Herren von Eptingen zu Pratteln hingegen bewohnten das Weiherschloss Pratteln und führten einen aufrechtstehenden, nach links gewendeten bekrönten Adlerrumpf als Wappen.
Die Herren von Eptingen zu Pratteln entwickelten zahlreiche Nebenlinien, die sich nach ihren jeweiligen Wappenkriegern benannten. Über 30 Eptinger-Familienzweige sind im Wappenbuch des Baslers Konrad Schnitt aus dem frühen 16. Jahrhundert dokumentiert. Trotz der Vielfalt der Nebenlinien war das Wappenschild derer von Eptingen immer dasselbe: Ein nach links fliegender schwarzer Adler mit roter Zunge und Fängen auf goldenem Grund.
Wohnsitze
Eine Theorie besagt, dass die Herren von Eptingen Nachkommen der alamannischen Krieger-Oberschicht aus Eptingen sind. Als die ersten Siedler hätten sie eine bedeutende Rolle in der Region gespielt. Ferner wird vermutet, dass Eptingen als sogenannter ingen-Ort eine alamannische Gründung aus dem 5. oder 6. Jahrhundert ist. Danach wäre der Ort bereits seit langem besiedelt gewesen und könnte eine wichtige Rolle in der alamannischen Geschichte gespielt haben.
Eine weitere Theorie besagt, dass die Herren von Eptingen als Ministerialen oder Dienstleute der Herzöge von Zähringen aus dem Lothringischen stammen. Danach könnten die Herren von Eptingen eine wichtige politische oder militärische Rolle in der Region gespielt haben, insbesondere während der Zeit um 1150, als die Herzöge von Zähringen aktiv waren.
Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Herren von Eptingen Nachkommen der Herren von Staufen sind, die ihren Namen in Eptingen geändert haben. Danach wären die Herren von Eptingen möglicherweise Verwandte oder Günstlinge der Habsburger gewesen und hätten eine enge Beziehung zu dieser mächtigen Familie gepflegt.
Herrschaft und Verflechtungen
Im Jahr 1464 erwarb Hans Bernhard von Eptingen, der Sohn von Rudolf und Dorfherr von Pratteln, den gesamten Anteil der Herrschaft Pratteln und wurde alleiniger Besitzer des Dorfes. 1521 verkaufte die Familie die Herrschaft Pratteln mit den beiden Schlössern an die Stadt Basel, und Pratteln wurde Untertanengebiet der Stadt.
Die von Eptingen zu Pratteln waren treue Gefolgsleute der Habsburger und spielten eine bedeutende Rolle in den Auseinandersetzungen zwischen dem Basler Adel und dem Basler Bischof. Wegen ihrer loyalen Unterstützung wurden sie mehrmals von der Stadt Basel verbannt, kehrten jedoch nach dem Eingreifen der Habsburger triumphierend zurück.
Bedeutende Persönlichkeiten
Ein zentraler Protagonist ist Hans Bernhard von Eptingen, der Prattler Dorfherr, der Pratteln zu einer autonomen Grundherrschaft entwickeln wollte. Er erlangte bedeutende Privilegien, darunter das Recht auf Blutgerichtsbarkeit und Steuerfreiheit für Pratteln. Hans Bernhard von Eptingen strebte auch die Ernennung zum Ritter an und begab sich auf eine Pilgerreise, um diese zu erreichen. Seine Bemühungen wurden belohnt, und er erhielt den Goldenen Orden der Zyprischen Ritterschaft.
Ein weiterer bedeutender Vertreter der Familie war Hermann von Eptingen, der Herr zu Blochmont und Landvogt in den österreichischen Vorlanden. Er war ein entscheidender Akteur in den Burgunderkriegen und siegte in der Schlacht bei Grandson, wo er die schweizerischen Freiheiten verteidigte.
- Zitat aus: Was von den Herren von Eptingen übrig blieb
https://www.schweizamwochenende.ch/basel/was-von-den-herren-von-eptingen-uebrig-blieb-131069491
Die erste Erwähnung eines Herren von Eptingen fand sich in einer Fälschung. In einer fingierten Schenkungsurkunde von 1189 für das Kloster Schöntal wurde Gottfried von Eptingen als Zeuge aufgeführt und als sein Wohnsitz die Burg in Eptingen. Andere urkundliche Quellen gibt es nicht, dafür reichlich bauliche Spuren, wie in der Darstellung von Walther Merz, «Die Burgen des Sisgaus» (1909–19014), nachzulesen ist. Insgesamt fünf Burgen baute das Geschlecht, drei auf dem Gebiet von Eptingen, zwei auf dem Gemeindebann von Diegten. Das grosse Erdbeben von 1356 brachte sie zum Einsturz.
Wild-Eptingen, wie die Burg Witwald zunächst benannt wurde, war der jüngste Bau auf einem vorspringenden Felskopf, der als einziger nach dem Erdbeben wieder aufgebaut wurde. Über die Generationen teilte sich die Familie in verschiedene Zweige. Sie zog komfortablere Wohnlagen dem Ende des Diegtertals vor. So war die Witwald schon im Zerfall, als sie die Ritter Hermann und Ludwig von Eptingen am 13. März 1487 nach einer langwierigen Fehde mit den Solothurnern für 550 Gulden der Stadt Basel verkauften.
- Zitat aus: Die Herren von Eptingen
https://burg-witwald.jimdofree.com/geschichte/die-herren-von-eptingen/
Die Eptinger verfügten wohl bereits im 11. Jahrhundert im Raum des gleichnamigen Dorfes über eine eigene Grundherrschaft. Ob es sich bei Ihnen um eine sogenannte „edelfreie“ Familie handelte, die auch von Eptingen stammte - oder ob sie zur Urbarisierung der Jurahöhen von einer Hochadelsfamilie dorthin beordert wurden - ist unbekannt. Ihr erster schriftlich bezeugter Vertreter ist 1213 Gottfried von Eptingen. In der Folge treten die Eptinger als Dienstleute des Bischofs von Basel auf. Die Familie verfügte nicht nur über die Grundherrschaft in Eptingen und Oberdiegten, sondern auch über weitreichende Güter im Raum Rheinfelden, Bubendorf, Pratteln und dem Sundgau – wo sie noch weitere Burgen besass. In der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts teilte sie sich in die Pratteler Linie und in die Blochmonter Linie (Sundgau) auf. Die Eptinger pflegten enge Beziehungen zum Kloster Olsberg sowie zur Stadt Basel, wo sie im 16. Jahrhundert Ratsmitglieder und gar Bürgermeister waren. Die Eptinger starben erst 1854 aus.
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