Dietrich von Winterfeld

Dietrich von Winterfeld

männlich - 1619


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  • Name Dietrich von Winterfeld
    • Winterfeld (auch Winterfeldt) ist ein märkisches Uradelsgeschlecht mit dem Stammhaus Winterfeld bei Salzwedel. Die zu Freiherren, Grafen und Marquisen (Markgrafen) erhobenen Zweige der Familie sind erloschen, andere, wie die Prignitzer Zweige Freyenstein, Karwe, Neuhausen-Neuhof und Varnow-Gülitz, die uckermärkischen Zweige wie Damerow, Menkin, Neuenfeld und Nieden sowie der Zweig Krieschow in der Niederlausitz bestehen jedoch bis heute.
    Geschlecht männlich
    Tod 1618/1619 
    Personen-Kennung I41215  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 10 Nov 2025

    Familie Ursula von Hatzfeld-Wildenburg, die Ältere
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Familien-Kennung F20662  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 30 Jun 2023

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Wappen derer von Winterfeld
    Wappen derer von Winterfeld
    Das Wappen der mittelalterlichen Geschlechter ist in der Regel älter als ihr Familienname. Der Ursprung des winterfeldschen Wappens dürfte in der östlichen Region des heutigen Niedersachsens liegen, in der wichtige Orte den „Wolf“ im Namen führen (Wolfenbüttel, Wolfsburg).

    Das Stammwappen zeigt in Blau einen über eine gebundene goldene Garbe springenden natürlichen Wolf. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken der Wolf zwischen zwei geharnischten Armen wachsend.

    Bild: Wikipedia; unbekannt - GHdA Band 137, 2005 Adelslexikon - https://de.wikipedia.org/wiki/Adelslexikon
    © Bild-PD-alt - https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Winterfeld-St-Wappen.png

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Winterfeld_(Adelsgeschlecht)

      Winterfeld (Adelsgeschlecht)

      Der Überlieferung nach soll das Geschlecht auf sächsische Edelfreie zurückgehen, die angeblich im Jahr 926 zusammen mit König Heinrich I. (auch Heinrich der Vogler oder Heinrich am Vogelherde) in die Altmark nach Winterfeld gekommen seien (vgl. auch Kneschke, NaDtA-L), wonach sie sich benannten.

      Vermutlich ist das Geschlecht eines Stammes mit dem bereits 1073 im östlichen Niedersachsen auftretenden Geschlecht derer von Wolfenbüttel, Grafen von Peine[1][2], die das gleiche Wappen wie die Winterfelder führten. In Abels „Sammlung etlicher Chroniken“ wird berichtet, dass Dythleff Voigt von Schladen, ein Mitglied der Edlen und Grafen von Schladen, Vögte von Wolfenbüttel, der Erbauer der Burg Wolfenbüttel[3] sei, nach der er sich dann benannt habe. Dythleffs Nachfahre Widekind von Wolfenbüttel, nobilis, trat mit diesem Namen dann erstmals 1073 urkundlich auf.[4] Ein Ludolph von Wolfenbüttel, 1145 Schirmvogt des Klosters Riddagshausen, war mit einer Gräfin von Peina (wohl die letzte Namensträgerin) verheiratet. 1160 wird Ludolph in einer weiteren Urkunde bezüglich des Klosters Riddagshausen bereits als „Graf von Peina“ bezeichnet. Zu dieser Familie zählte später auch Gunzelin von Wolfenbüttel, Graf von Peine, Reichstruchseß des Kaisers Otto IV. und Begründer der Stadt Peine.

      Die Wolfenbütteler haben sich in der Region zunehmend ausgedünnt wegen der immer wiederkehrenden heftigen Auseinandersetzungen mit dem Bischof von Hildesheim und dem Herrscherhaus der Welfen, was den Höhepunkt im 13. und 14. Jh. erreichte und schließlich mit dem Erlöschen der im Ursprungsland verbliebenen Wolfenbütteler 1361 endete. Einzelne Mitglieder der Familie sind somit etappenweise bereits lange zuvor in einer recht frühen Phase in Richtung Osten (in die Altmark) abgewandert und haben sich als neue Zunamen die ihrer neuen Burgen zugelegt. Daher kann auch eine Stammesverwandtschaft zu den teilweise in der Nachbarschaft des Ortes Winterfeld liegenden Orten/Burgen und gleichlautenden – aber im Mannesstamme inzwischen ausgestorbenen – Familien mit ähnlichen Wappen (wie Apenburg, Asseburg, Bartensleben, Berwinkel/Bärwinkel) hergeleitet werden, deren Abstammung ebenfalls und teilweise urkundlich erwiesenermaßen auf die Wolfenbüttel und Peine zurückgeführt wird. Mitglieder der Winterfelder verließen dann bereits bald wieder die Altmark in Richtung Pommern und Brandenburg. Riedel (Codex diplomaticus Brandenburgensis) äußerte, dass die Herren von Winterfeld 1147 mit dem Askanier und ersten Markgrafen Albrecht dem Bären im Wendenkreuzzug in die Prignitz (Brandenburg) gekommen seien. Alten pommerschen Landeschroniken zufolge sollen Mitglieder des Geschlechts von Winterfeld mit Heinrich dem Löwen außerdem von der Altmark weiter nach Pommern gezogen sein, wo sie sich 1179 endgültig niedergelassen haben.[5]

      Pommern und Mecklenburg
      Das Geschlecht erscheint erstmals im Jahre 1286 mit Adam von Winterfeld in einer Greifswalder Urkunde bereits in sehr einflussreicher Position. Sein Sohn, der herzoglich pommersche Vasall und Marschall Henning, saß bereits auf den wohl von seinem Vater ererbten allodialen Burgen Burg Wolde, Burg Osten und Haus Demmin in Vorpommern, die er seiner Tochter vererbte. Sein Marschallsamt ging danach auf seinen Schwiegersohn Ludolf Maltzahn über. Ein weiterer Namensträger Martin von Winterfeld saß zur gleichen Zeit auf dem in der Grafschaft Gützkow liegenden Besitz Müssentin, er war ein Vasall der Grafen von Gützkow und hatte in der Grafschaft Gützkow Stiftungen an Kirchgemeinden getätigt; sein Sohn Heinrich stiftete außerdem eine Kapelle und einen Altar für regelmäßige Messen zu seinem Seelenheil. Ein anderer Martin von Winterfeld, schlossgesessen (und damit dem höheren pommerschen Adel zugehörig) auf Kagenow und Plötzenburg (Plötz bei Jarmen), sowie Stolpe auf Usedom und Dargen etc., „wo er an Hand und Hals richtete“ – also die hohe Gerichtsbarkeit innehatte –, veräußerte in den 30er Jahren des 14. Jahrhunderts einen Teil seines Besitzes auf Usedom nördlich und östlich der Stadt Usedom und machte unter anderem Schenkungen an Klöster (vor allem Kloster Pudagla).

      Das Geschlecht war in die frühen politischen Auseinandersetzungen zwischen Pommern, Mecklenburg, der Mark Brandenburg und Dänemark intensiv verwickelt, so dass die verschiedenen Familienzweige zeitweise in unterschiedlichen Lagern gegeneinander standen und zeitweise auch gemeinsam gegen Pommern oder auch Mecklenburg kämpften. Die Bedeutung des Geschlechts zu dieser Zeit im nördlichen Deutschland spiegelt eine Urkunde vom 20. Mai 1330 wider. Darin verpflichten sich die mecklenburgischen Herzöge und ihre Nebenlinie, die Herren von Werle, zu einem gegenseitigen Beistandspakt, soweit es sich nicht um Auseinandersetzungen mit dem König von Schweden, König von Dänemark und König von Norwegen sowie mit den Markgrafen von Brandenburg, Herzögen von Sachsen, Herzögen von Pommern, Bischöfen von Havelberg, Altgrafen von Schwerin, Herren Gans zu Putlitz, Herren von Winterfeld, Herren von Zwerin (Schwerin) und Herren von Thun handele. Nicht zuletzt wurde ein Eckert von Winterfeld aus der Uckermark am 10. Mai 1415 von Kaiser Sigismund wegen Kriegshandlungen gegen die Hohenzollern der Mark Brandenburg unter Reichsacht gesetzt.

      Während das Geschlecht im Mittelalter zumeist militärisch in Erscheinung trat, tat sich der hinterpommersche Zweig auch mit kirchlichen Würdenträgern hervor, als Äbte des Klosters Belbuck oder nach Überlieferung auch von Cammin.

      Brandenburg-Preußen
      Eine Stammreihe des zur gleichen Zeit in der Mark Brandenburg schloss- und burggesessenen Hauses beginnt mit Dietrich von Winterfeld (1380–1420 auf Dallmin), wohl Sohn des Heyne von Winterfeld, Herren auf Dallmin. Sie waren mit aller „Frei- Herrlich- und Gerechtigkeit …“ (L. G. v. W., Familiengeschichte, Teil 1) ausgestattet. König Wenzel und Kaiser Sigismund ließen der Familie, wie auch manch anderen ausgewählten Prignitzer Familien, noch eine Bevorzugung durch das Prädikat „Edle“ (nobili) zuteilwerden. In einer Urkunde vom 29. August 1373, in der Markgraf Otto von Bayern die Kurmark Brandenburg an Kaiser Karl IV. abtrat und die Stände aus ihren Verpflichtungen entließ, wurde der Prignitzer Adel vor den Städten genannt, während dagegen üblicherweise die Städte vor allen Grafen und den übrigen Ständen genannt werden. Die Winterfelder werden in dieser Urkunde mit wenigen anderen Familien konkret eingangs namentlich genannt, wobei in Folge dann nur noch von „anderen Rittern“ die Rede ist. In der Uckermark zählte die Familie außerdem zu den vier eximierten Geschlechtern. Die Winterfelder breiteten sich über die Jahrhunderte mit umfangreichem Landbesitz über viele Regionen Deutschlands und darüber hinaus aus.

      Neben dem Söldnerführer Reimar von Winterfeld, der sein eigenes, selbstfinanziertes Heer mit 800 Reitern unterhielt und gegen die Türken führte, für Heinrich IV. von Frankreich gegen England und im Schmalkaldischen Krieg auf evangelischer Seite kämpfte oder mit dem Staatsmann Samuel von Winterfeld, der dazu beitrug, die Reformation während des Dreißigjährigen Krieges in Brandenburg-Preußen zu stabilisieren, übte das Geschlecht auch später einen erheblichen Einfluss auf die Geschichte der Mark Brandenburg und Preußens aus. Georg von Winterfeld, Herr auf Dallmin und Schivelbein, Landvogt der Neumark, war einer der vermögendsten Edelleute Brandenburgs. Er erwarb 1620 die Herrschaft Freyenstein, zu der die Stadt, die alte Burg Freyenstein und das Neue Schloss Freyenstein gehörten. Ferner erwarb er die Hälfte der Herrschaft Neuhausen einschließlich der Burg, mehrerer Dörfer und Regalien und noch andere Besitzungen.[6] Auch wenn die Stadt Freyenstein im Dreißigjährigen Krieg stark zerstört wurde, schafften es die Stadtherren von Winterfeld, auch mit Hilfe der Ansiedlung von Kriegsveteranen und Kolonisten, die Lage zu stabilisieren und die Entwicklung voranzutreiben. Nicht immer verlief das ohne Spannungen zwischen Bürgerschaft und Stadtherren. Georgs Vater Detloff v. Winterfeld, Herr auf Dallmin, Schivelbein etc., ebenso Landvogt der Neumark, wirkte außerdem auf die Heiratspolitik der Kurfürsten von Brandenburg ein, so dass bereits die Grundlage für das spätere Ausgreifen auf weiter im Osten liegende Gebiete gelegt wurde (z. B. auf das Hzgt. Preußen/Ostpreußen). Diese politische Linie wurde mit dem Heerführer – und engsten Vertrauten Königs Friedrichs II. (des Großen) von Preußen – Hans Karl von Winterfeldt (gefallen 1757 in der Schlacht von Moys) fortgesetzt; dem General wurde oftmals (vor allem vom Bruder des Königs, dem Prinzen Heinrich) angelastet, er sei Verursacher der Schlesischen Kriege gewesen. Auch in der Entwicklung des späteren preußischen Verwaltungsrechts wirkte die Familie mit dem Herrenhausmitglied und späteren Reichstagsabgeordneten Ulrich von Winterfeldt oder dem Herrenhaus- und Reichstagsmitglied und Begründer des Deutschen Roten Kreuzes Joachim von Winterfeldt-Menkin mit. Die im 19. Jahrhundert von Preußen dem uckermärkischen Zweig des Geschlechts wiederholt angebotene Grafenwürde nahm die Familie nicht an, da man eine infolgedessen mögliche Spaltung des Geschlechts nicht hinnehmen wollte.

      Deutsches Reich
      Der Name tauchte immer wieder mit Vertretern in bedeutenden Positionen des Deutschen Reiches, als Mitglieder des Reichstags, des Reichsrats und des Herrenhauses sowie im Militär, auf.

      Dänemark und Flandern
      Aber die Familie machte auch im angrenzenden Ausland auf sich aufmerksam. Den dänischen Lehensfreiherrenstand erhielten die von Winterfeldt als Marschälle und Admirale am 25. Mai 1671 und gründeten die erste Baronie Dänemarks (Wintersborg); diese Linie geht in den Lehensgrafen von Holck-Winterfeldt bzw. Knuth-Winterfeldt auf.

      1706 wurde ein Prignitzer Zweig des Geschlechts als Feldmarschälle und Gouverneure in Flandern in den Stand spanischer Marqués erhoben, 1719 in den erblichen niederländischen Grafenstand.

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  • Quellen 
    1. [S131] Jens Friedhoff, Die Familie von Hatzfeldt, (Grupello Verlag), Seite 43.