Burggraf Sigmund von Starkenberg

Burggraf Sigmund von Starkenberg

männlich - 1401


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  • Name Sigmund von Starkenberg
    • Die Herren von Starkenberg waren eine adelige Familie, die ursprünglich mit den Staufern nach Tirol gekommen war. Sie wurden einflussreiche Grundbesitzer im Tiroler Oberland sowie im Etschtal im Bozner und Meraner Raum. Sie erloschen 1452 im Mannesstamm.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Herren_von_Starkenberg
    Titel Burggraf
    Geschlecht männlich
    Titel (genauer) Schloss Tirol Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Burggraf auf Schloss Tirol 
    Tod cir 1401 
    Personen-Kennung I54654  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 8 Nov 2024

    Familie Osanna von Ems   gest. nach 1418
    Notizen 
    • "Ulrich von Starkenberg († nach 1424; 1430 für tot erklärt) und sein jüngerer Bruder Wilhelm († um 1452) gehörten zu den mächtigsten, angesehensten und einflussreichsten Edelleuten Tirols. Unter ihnen erreichten die Starkenberger ihre größte Ausdehnung mit ihren eigenen Burgen und Herrschaften, die unter ihrem Vater Sigmund von Starkenberg und ihrem Großvater teils durch Erbschaft, teils durch Kauf und teils als Pfandschaften in den Besitz bzw. unter die Herrschaft der Familie gekommen waren: Alt-Starkenberg, Gebratstein, Ehrenberg (ab 1293), Naturns, Schenna (ab 1370), Kronburg (ab 1380), Turm zu Ried (ab 1381), Goien (ab 1384), Greifenstein (ab 1386), Jufal (ab 1388), Klamm (ab 1398/99), Forst (ab 1405), Hocheppan (ab 1400) und die Gerichte Schlanders und Ulten."
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_(Haus_Waldburg)
    Kinder 
    +1. Barbara von Starkenberg   gest. 1425
    Familien-Kennung F26629  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 8 Nov 2024

  • Ereignis-Karte
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  • Wappen, Siegel, Münzen
    Starkenberg - Wappen
    Starkenberg - Wappen
    Stammwappen derer von Starkenberg

    Blasonierung: Das Stammwappen zeigt den Schild in rot-silbern dreimal gespalten.
    Die Wappen der Coreth zu Coredo und Starkenberg tragen teils das Stammwappen der Starkenberger als Herzschild.

    Bild: Wikipedia; W!B: - Eigenes Werk (based on File:Coa Illustration Editing Round base shield.svg)
    © CC0 - https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Herren_von_Starkenberg

      Ursprung und Aufstieg
      Eine Ita von Starkenberg heiratete Werner II. von Habsburg († 1167) und gehört so zu den Stammmüttern der Habsburger. Die Starkenberger erscheinen dann 1217 in einer Urkunde, in der König Friedrich II. die Kinder seines getreuen Gebhard de Starchinberg der Kirche von Brixen übertrug. Aus der Ministerialität der Staufer sind die Starkenbergs dann in die der Grafen Eppan-Ulten und des Hochstiftes Brixen übergewechselt. 1252 ist Konrad von Starkenberg als tirolischer Ministeriale erwähnt, zugleich aber auch als Dienstmann des Konradin. Seit Meinhard II., Herzog von Kärnten und Graf von Tirol (Mitte 13. Jahrhundert), sind die Starkenberger endgültig Tiroler Ministerialen.

      Sie werden durch ihre Heiratspolitik und durch geschickte Erwerbungen zu einem der mächtigsten Adelsgeschlechter Tirols. Sie waren verwandt mit denen Adelsfamilien von Aufenstein, Freundsberg, Greifenstein, Matsch, Mils, Montfort, Rottenburg, Schenna, Tarant, Tierstein und haben diese zum Teil beerbt. Unter Meinhard II. usurpierten sie Höfe und Güter in Tirol. Auch die Zugehörigkeit des um 1265 lebenden Minnesängers Hartmann von Starkenberg wird für möglich gehalten.[1][2] Allerdings wird sein Wappen mit einem Hundekopf abgebildet, während die Tiroler Starkenberger ein von Rot und Gold dreimal gespaltetes Wappenbild verwendeten.[3]

      Die Machtposition der Starkenberger kommt durch die Ernennung Heinrichs von Starkenberg zum capitaneus ad Ernberch 1293 zum Ausdruck. Ehrenberg war die wichtigste Tirolerische Grenzburg, die mit dem höchsten Sold für eine Burghut bezahlt wurde. Heinrich war auch an der Gründung von Kloster Imst beteiligt.

      Im 12. Jahrhundert errichteten sie die Burg Starkenberg bei Tarrenz. Schon in den 1330ern sind sie auf Burg (Neu-)Starkenberg unterhalb zu Hause, die sie zwischen 1310 und 1329 errichtet hatten, und die Burg Alt-Starkenberg verfiel bald.[4]

      Von 1341 datiert eine prächtig ausgestaltete Ablassurkunde von Papst Benedikt XII., die den Stifter Georg von Starkenberg (⚭ Elisabeth von Rottenburg, † 1360) zeigt; Georg ist bereits 1339 in Bozen als Schiedsrichter bezeugt.[5] Im Kloster Stams hatten die Starkenberger ihr Erbbegräbnis. Hans von Starkenberg (⚭ Erbtochter Adelheid von Schenna, † 1385) siegelte 1363 die Urkunde, durch die Tirol durch Margarete Maultasch an Rudolf dem Stifter übertragen wird. 1380 erhalten die Starkenberger die landesfürstliche Erlaubnis, die Kronburg neu zu errichten. Die besondere Machtstellung der Starkenberger zeigt sich auch darin, dass sie Burgen an Pfleger vergeben konnten, ein Privileg, das eigentlich nur dem Landesherren zustand. So übergab Osanna, die Witwe des Sigmund von Starkenberg, 1405 die Burg Alt-Starkenberg pflegeweise an den bayerischen Edelmann Jörg den Torer von Hornstein. Sigmund von Starkenberg war Burggraf auf Schloss Tirol und erbte, nachdem Friedrich von Greifenstein 1386 bei Sempach gefallen war, die Herrschaft Greifenstein.Sigmunds Sohn Ulrich beteiligte sich mit anderen Adeligen 1407 am Falkenbund, der eine Absicherung der Adelsherrschaft gegen den Landesfürsten bezweckte.

      1275 werden erste Starkenberger Urbare angelegt, unter Hans von Starkenberg sind darin 3135 Höfe aufgeführt. Die dramatischen Ereignisse sind im Starkenbergischen Rotulus dokumentiert.[6]

      Zusammenbruch der Familie der Starkenberger
      Unter den Söhnen Sigmunds, Ulrich und Wilhelm, kam es zum Zusammenbruch der Familie der Starkenberger, auch wenn sie unter Ulrich ihre größte Ausdehnung mit ihren eigenen Burgen und zwei Gerichten als Pfandschaften erreichten.

      Nachdem im Vertrag von Kropfsberg die Konflikte zwischen den Herzögen Friedrich IV. mit der leeren Tasche und Ernst dem Eisernen beigelegt waren, forderte Friedrich die Herausgabe aller den Starkenbergern verpfändeten Herrschaften. Dies führte letztlich zu der Starkenberger Fehde, einer Machtprobe zwischen Adel und Landesherrn. Im Zuge dieser Kämpfe wurden die Stammburgen der Starkenberger zerstört und andere, wie die von Ursula Truchsessin von Waldburg (sie war eine Tochter von Johannes II. von Waldburg und seit ca. 1413 mit Ulrich von Starkenberg verheiratet[7]) verteidigte Burg Schenna, eingenommen. Um 1426 musste auch die Burg Greifenstein als letzte dieser Besitzungen und Pfandschaften übergeben werden. 1423 hatten sich Oswald von Wolkenstein und sein Bruder Michael an deren Verteidigung beteiligt; der Dichter verfasste ein Lied darüber. Wilhelm konnte aus Tirol flüchten. Ulrichs Schicksal nach 1424 ist ungeklärt. Dass er im Kampf um die Burg Greifenstein gefallen ist, wie im 19. Jahrhundert angenommen wurde, ist nicht bewiesen. 1430 wurde er vom königlichen Hofgericht zu Rottweil für tot erklärt.[8]

      Die Starkenberger versuchten noch 1425 ihre Rechte zu verteidigen. In diesem Zusammenhang dürfte die an König Sigismund gerichtete Streitschrift (die Papierrolle hatte eine Länge von neun Metern und wird heute als der „Starkenbergische Rotulus“ bezeichnet), entstanden sein. Aber auch das half nichts. Gnadenhalber erlaubte Erzherzog Sigismund dem entmachteten Wilhelm die Rückkehr auf Schenna, wo er als letztes männliches Mitglied seiner Familie 1452 verstarb.[9]

      Der Titel ging wohl schon 1555 auf die Coreth zu Coredo und Starkenberg über.