Rudolf Gwalther

Rudolf Gwalther

männlich 1519 - 1586  (67 Jahre)


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  • Name Rudolf Gwalther
    Geburt 2 Okt 1519  Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung Grossmünster, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Antistes 
    • Antistes (lateinisch für Vorsteher; Plural Antistites) war schon in vorchristlicher Zeit die Bezeichnung für den Leiter einer Kultgemeinschaft. Das Wort wurde später als Ehrentitel für Bischöfe, Äbte und den Papst benutzt.
      In den Schweizer Kantonen Zürich, Basel und Schaffhausen bezeichnete Antistes vom 16. bis 19. Jahrhundert das höchste Amt in den reformierten Kirchen. Der Ausdruck wurde erstmals 1525 als inoffizieller Ehrentitel für Huldrych Zwingli in Zürich gebraucht, dann 1530 für Johannes Oekolampad in Basel und 1532 für Heinrich Bullinger in Zürich. Der Antistes wurde durch den Grossen Rat (das Parlament) gewählt und war gleichzeitig mit seinem Amt Inhaber einer Pfarrstelle an einer Hauptkirche (in Zürich bis 1837 am Grossmünster, in Basel am Basler Münster, in Schaffhausen an St. Johann und in Chur an der Martinskirche). Seine Aufgabe war es, die Kirche nach aussen zu vertreten und zwischen Stadtregierung und Geistlichkeit zu vermitteln.
      Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Antistes
    Beruf / Beschäftigung Durch Bullinger erzogen, studierte er zu Lausanne und Marburg, Pfarrer für Schwammendingen und Provisor der Grossmünsterschule 1541, Pfarrer am St. Peter 1542, Dekan 1547, Antistes 1575.  [1
    Wohnort Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Tod 25 Dez 1586  Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I56032  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 26 Sep 2025

    Vater Andreas Gwalter   gest. 2 Nov 1519
    Mutter Adelheid Glattfelder
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F27342  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Regula Zwingli,   geb. 31 Jul 1524, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 14/18 Nov 1565 (Alter 41 Jahre)
    Eheschließung 1541  [1
    Kinder 
     1. Anna Gwalther,   geb. Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    +2. Magdalena Gwalther,   geb. 2 Nov 1550, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 28 Jan 1626 (Alter 75 Jahre)
    Familien-Kennung F27329  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 26 Sep 2025

    Familie 2 Anna Blarer-Girsberg,   geb. 25 Jan 1532, Schloss Girsberg, TG, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Eheschließung 1566  [2
    Kinder 
    +1. Elisabeth Gwalther,   get. 17 Dez 1568, Kirche St. Peter, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 20 Mrz 1614 (Alter ~ 46 Jahre)
    Familien-Kennung F27341  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 13 Dez 2025

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeburt - 2 Okt 1519 - Zürich, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Antistes - - Grossmünster, Zürich, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsWohnort - - Zürich, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - 25 Dez 1586 - Zürich, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos Mittelalter
    Rudolf Gwalther
    Rudolf Gwalther
    Porträt von Rudolf Gwalter, 1580 (Zentralbibliothek Zürich)

    Bild: Wikipedia; Autor/-in unbekannt - http://doi.org/10.7891/e-manuscripta-77268
    © CC BY-SA 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

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  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Gwalther

      Rudolf Gwalther (auch Gualther, Walther; * 2. Oktober 1519 in Zürich; † 25. Dezember 1586 ebenda) war ein reformierter Theologe und Reformator. Er war der Nachfolger von Heinrich Bullinger als Antistes der Zürcher Kirche.

      Leben und Wirken
      Gwalther wurde als Sohn des Zimmermanns und Baumeister Andreas Gwalther geboren und verlor diesen frühzeitig, seine Mutter war Adelheid Hartfelde. Daraufhin nahm sich Heinrich Bullinger des Knaben an. Er besuchte die Schulen in Kappel am Albis, Basel, Straßburg, Lausanne und Marburg und studierte außer der Theologie, Mathematik und Poetik. In Lausanne lernte er Französisch und Italienisch. Landgraf Philipp von Hessen nahm den begabten Studenten 1541 zum Regensburger Religionsgespräch mit. Als er 1542 nach Zürich zurückkehrte, erhielt er die Pfarrstelle an der Zürcher Pfarrkirche St. Peter als Nachfolger von Leo Jud. Jetzt heiratete er Zwinglis Tochter Regula. 1546 wurde er Dekan des Zürichseekapitels.

      Gwalther war ein anregender und beliebter Prediger. Seine Predigten und biblischen Betrachtungen wurden oft gedruckt und viel gelesen. Dass er als Ulrich Zwinglis Schwiegersohn dessen Erbe zu wahren suchte, derselben theologischen Richtung folgte und für die Verbreitung der Werke Zwinglis, die Opera Zvinglii 1544–1545, in der romanischen Welt durch lateinische Übersetzungen sorgte, ist erklärlich. 1546 führten seine Predigten gegen den Papst als Antichrist zu Klagen der katholischen Orte an der Tagsatzung. Er hielt sich danach zurück und veröffentlichte erst ab 1551 wieder Predigten auf Deutsch. Seine lateinischen Auslegungen zu den Evangelien, zur Apostelgeschichte, zu einigen Paulus-Briefen und zu den zwölf kleinen Propheten wurden von 1553 bis 1619 aufgelegt. Seine Predigtreihen, die Archetypi homiliarum, wurden 1587 bis 1612 gedruckt und dienten vielen Pfarrern als Vorlagen. Abgesehen von geschichtlichen Darstellungen verfasste er zahlreiche Übersetzungen und lieferte lateinische Dichtungen und geistliche Lieder. Der auf Deutsch übersetzte Psalter erfuhr über 100 Auflagen.

      Für Bullinger war er ein wertvoller Mitarbeiter in der Leitung der Zürcher Kirche und in seinem weit verzweigten Briefwechsel. Dadurch übten sie auf viele Reformatoren und Politiker Einfluss aus, so auch auf Vertreter der englischen Staatskirche.[1] Auf Wunsch Bullingers wurde er 1575 als sein Nachfolger zum Antistes am Grossmünster gewählt. Zehn Jahre lang führte er dieses schwierige Amt, bis er 1585 in geistige Umnachtung fiel.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 15.

    2. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 15, 95.