Salomon Hirzel

Salomon Hirzel

männlich 1580 - 1652  (71 Jahre)


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  • Name Salomon Hirzel
    • Die Familie Hirzel war vom 16. bis zum 19. Jahrhundert ein einflussreiches Bürgergeschlecht in der Stadt Zürich. Deren Mitglieder machten sich vor allem als Politiker, Theologen oder Offiziere einen Namen.
      Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Hirzel_(Familie)
    Geburt 8 Aug 1580  Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Taufe 10 Aug 1580 
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung Wolltuchverleger- und Händler, Zwölfer zur Saffran 1609, Zunftmeister 1612, Obervogt zu Rümlang 1613, Stallherr 1614, Gesndter übers Gebirg 1616-1618, Statthalter 1621, Examinator 1624, Bauherr 1625, Seckelmeister 1626, oft Gesandter, Oberstleutnant des Stadtpanners 1626, Bürgermeister 1637, Oberst des Stadtpanners 1644, Schildner zum Schneggen (Schild 40) 
    Besitz Zur Haue, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Das Zunfthaus zur Haue am Limmatquai ist das Versammlungshaus (Zunfthaus) der Zunft zum Kämbel und gehört zu den historisch wertvollen Gebäuden im Quartier Rathaus in Zürich.
      Der Begriff «Houw» (Haue) ist dem Emblem der Salzleute entliehen, die mit ihrer Haue das Salz schlugen. Die Häuser in unmittelbarer Nähe des Rathauses gehörten zu den begehrtesten Privathäusern; das Rathaus war nicht nur der politische, sondern auch wirtschaftliche Mittelpunkt der Stadt.
      1532 erwarb der Tuchhändler Konrad Rollenbutz die Liegenschaft und gab sie an seine beiden Söhne weiter. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts befand sich die «Haue» im Besitz von Salomon Hirzel-Rollenbutz (1544–1605), der das Haus seinem Sohn, dem Bürgermeister Salomon Hirzel (1580–1652) vererbte. Eine Gedenktafel und der Hirsch auf dem Dachgiebel erinnern an jene Zeit. 1667 übernahm Salomons Sohn, der spätere Bürgermeister Hans Caspar Hirzel, das Haus. Er hatte bis 1637 ebenfalls darin gewohnt.
      Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Zunfthaus_zur_Haue
    Besitz 1641  Altikon, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Kauft Schloss und Gerichte zu Altikon 
    Wohnort Zur Haue, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Tod 24 Jun 1652  Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I56208  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 29 Sep 2025

    Vater Salomon Hirzel,   geb. 1544   gest. 1601 (Alter 57 Jahre)
    Mutter Regula Rollenbutz,   geb. 27 Mrz 1545   gest. 2 Sep 1607 (Alter 62 Jahre)
    Eheschließung 29 Jul 1562 
    Familien-Kennung F27535  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Elisabeth Keller vom Steinbock,   get. 5 Jul 1579   gest. 12 Jan 1627 (Alter ~ 47 Jahre)
    Eheschließung 24 Nov 1595  [1
    Kinder 
    +1. Elisabeth Hirzel,   get. 25 Jan 1601   gest. 31 Okt 1653 (Alter ~ 51 Jahre)
     2. Anna Hirzel,   get. 11 Apr 1613   gest. 10 Jun 1667 (Alter ~ 54 Jahre)
    +3. Johannes Hirzel,   get. 3 Sep 1614   gest. 10 Nov 1687 (Alter ~ 73 Jahre)
    +4. Hans Caspar Hirzel,   get. 2 Jul 1617   gest. 2 Jun 1691 (Alter ~ 73 Jahre)
    Familien-Kennung F27438  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 19 Nov 2025

    Familie 2 Küngold Meyer von Konau,   geb. 1580   gest. 1651 (Alter 71 Jahre)
    Eheschließung 1627  [2
    Familien-Kennung F27439  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 12 Dez 2025

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeburt - 8 Aug 1580 - Zürich, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBesitz - Kauft Schloss und Gerichte zu Altikon - 1641 - Altikon, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - 24 Jun 1652 - Zürich, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos Mittelalter
    Salomon Hirzel
    Salomon Hirzel
    Bürgermeister Salomon Hirzel (1580–1652), Porträt von Conrad Meyer

    Kolorierte Druckgraphik: Herrenporträt des Zürcher Bürgermeisters Salomon Hirzel (1580-1652). Aufschrift: Magnif. Strenuo, Nobilissimo & Amplissimo. D. D. Salomoni Hirtzelio, Inclÿtae Reipub. Tigurinae Consuli & Archistratego, Patriae Patri, D. D. D. C[onrad] M[eyer]

    Bild: Wikipedia; Conrad Meyer (1618-1689) - E-rara, Standort ZBZ, https://doi.org/10.3931/e-rara-38146
    © CC0 - https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en

    Wappen, Siegel, Münzen
    Hirzel - Wappen
    Hirzel - Wappen
    Wappen der Familie Hirzel

    Familienwappen Hirzel, aus dem Deutschen Wappenkalender 1934. Redendes Wappen der Familie Hirzel, Schweizer Familie aus Zürich, später Buchhändler in Leipzig: ein unter einem Zelte ruhender roter Hirsch

    Bild: Wikipedia; Gustav Adolf Closs - Tafel in: Gustav Adolf Cloß: Vier Vorträge über Wappen, Verlag für Sippenforschung und Wappenkunde, Görlitz 1937 (own scan)
    © Gemeinfrei

    Orte
    Schloss Altikon
    Schloss Altikon
    Ansicht aus dem 17. Jahrhundert

    Bild: Wikipedia; Zeichnung des Schloss Altikon im 18. Jh. - Autor/-in unbekannt - Zentralbibliothek Zürich
    © Gemeinfrei
    zur Haue - Zunfthaus in Zürich
    zur Haue - Zunfthaus in Zürich
    Zürich-Limmatquai : Haus «zur Haue», das Versammlungshaus der Zunft zum Kämbel, ehemals im Besitz der Familie Hirzel und u.a. Wohnhaus von Salomon Hirzel (* 1580; † 1652). Links die Südostfassade des Rathauses.

    Bild: Wikipedia; Roland zh - Eigenes Werk - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Roland_zh
    © CC BY-SA 3.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Salomon_Hirzel_(Politiker)

      Salomon Hirzel war der Sohn des Zürcher Tuchhändlers Salomon Hirzel (* 1544; † 1601), der als Schultheiss am Zürcher Stadtgericht und Statthalter wirkte und 1586 bis 1592 Vogt von Küsnacht, 1594 bis 1600 Vogt von Wädenswil war. Seine Mutter Regula Rollenbutz war ihrerseits Tochter eines wohlhabenden Tuchhändlers, der zudem als Amtmann am Oetenbach wirkte. 1595 heiratete Salomon Hirzel, zunächst als Tuchhändler und Grosskaufmann im väterlichen Geschäft, die Tochter eines Zürcher Schultheissen, Elisabeth Keller. Nach deren Tod ging er 1627 seine zweite Ehe mit Küngolt Meyer von Knonau ein, deren Vater, Junker Bernhard Meyer von Knonau, Amtmann von Winterthur war. Aus den beiden Ehen gingen fünfzehn Kinder hervor, darunter der Zunftmeister zur Saffran Hans Jakob Hirzel, der Statthalter Salomon Hirzel d. J., der Zunftmeister und Bürgermeister Hans Caspar Hirzel sowie der Zunftmeister und Obervogt zu Meilen, Hans Heinrich Hirzel.

      Mit seiner 1609 erfolgten Wahl zum Zwölfer der Zunft zur Saffran trat Hirzel eine politische Karriere an, die ihn in die einflussreichsten Ämter der Republik Zürich führte. 1612 zum Zunftmeister gewählt, hatte er zugleich das Amt als Obervogt von Rümlang inne. 1616 bis 1618 vertrat er als Gesandter übers Gebirg Zürcher Interessen bei den Jahrrechnungen der Tessiner Vogteien. Seine herausragenden kaufmännisch-ökonomischen Kenntnisse kamen auch seiner politischen Tätigkeit zugute: Er war Mitglied einer Reformkommission zur Sanierung der städtischen Verwaltung, wirkte als Rechenherr, Statthalter und Bauherr. 1627 setzte ihn der Rat durch einstimmige Wahl als Säckelmeister ein. In diesem Amt führte Hirzel mehrere Massnahmen zur Bewältigung der zu dieser Zeit hohen Verschuldung der Stadt Zürich ein, darunter auch einen Zoll auf den Export verarbeiteter Seide und Wolle. Einen zuletzt noch offenen Betrag von 340'000 Pfund stellte er der Stadt aus seinem privaten Vermögen zur Verfügung. Gemäss seinem Sohn Hans Caspar lag Salomon Hirzels besondere Leistung darin, dass sich «das gemeine Gut unter seiner Leitung reichlich und auf solche Weise vermehrt» habe, «dass eine namhafte Summe, ja, beinahe alle Schulden der Stadt abgelöst werden, das Zeughaus mit einem ansehnlichen Vorrat geäuffnet und noch darüber hinaus ein bedeutender Gewinn gemacht werden konnte.»

      Hirzels finanzpolitische Tätigkeit wurde dabei durch weitere Aufgaben ergänzt, die in den Bereichen der Verwaltung und des Militärs lagen. So stand er als Reichsvogt dem Malefiz-Gericht vor, war Oberstleutnant des Stadtpanners, Oberkurator der Bürgerbibliothek und Mitglied des geheimen Kriegs- und Standesrates. 1637 wurde er – erneut einstimmig – zum Bürgermeister gewählt. Der grösste Teil seiner Regierungszeit fiel in die Zeit des Dreissigjährigen Kriegs, der mit Durchreisen fremder Truppen in der Eidgenossenschaft und der verzweifelten Situation in Graubünden auch für das reformierte Zürich ernst zu nehmende Gefährdungen mit sich brachte. Hirzel, der zeitgenössisch den Beinamen «der Weise» trug, stand für eine strikte Neutralität ein, die den Frieden erhalten und weiterhin den Handel mit allen beteiligten Parteien gewährleisten sollte:

      «Wenn man zwischen Frankreich und dem Kaiser wählen muss, so ist es am besten, dem mittleren Weg den Vorzug zu geben, nämlich dem einer fortgesetzten Neutralität, die, wie es der Name sagt, der einen und der anderen Partei gegenüber gleich und ohne Bevorzugung gehalten werde und bei der nicht nur die österreichische Erbeinigung, sondern auch der französische Bund nicht ausser Kraft gesetzt, sondern genau beobachtet werden. Diese Neutralität aufzugeben, wäre um so weniger verantwortungsvoll, da die vereinigte lobenswerte Eidgenossenschaft der dreizehn und zugewandten Orte dieselbe schon Anno 1632 einhellig angenommen haben und seither – was bis heute schriftlich und mündlich öffentlich verlautbart wurde – beschlossen hat, allen Beteiligten gegenüber unterschiedslos zu berücksichtigen. Kraft des Gebots der Neutralität soll der freie Handel und Wandel, worum es dabei auch gehe, der einen Partei wie der anderen gestattet werden, und soll dadurch eine Gleichheit entstehen, die es erlaubt, allen künftigen Ungelegenheiten und besonders den gefährlichen Anschuldigungen der Voreingenommenheit und Parteilichkeit vorzubeugen.»[2]
      Ausserdem setzte er den erst im 18. Jahrhundert abgeschlossenen Bau einer neuen Stadtbefestigung nach den Plänen von Hans Georg Werdmüller und Johannes Ardüser durch und erteilte den Auftrag zur Anfertigung von Landkarten des Zürcher Gebietes durch den Kartographen Hans Conrad Gyger.

      Im Rahmen seiner politischen Tätigkeit führte Salomon Hirzel eine Vielzahl diplomatischer Missionen durch, die ihn unter anderem 1623 zu Erzherzog Leopold von Oesterreich, 1634 zur Verhandlung neu eingeführter Zölle und Anmahnung ausstehender Zürcher Pensionen nach Paris zu König Ludwig XIII. oder auch zum Herzog von Württemberg führten. Als Gesandter der Stadt Zürich nahm er an über 200 eidgenössischen Tagsatzungen teil. Seinen Nachkommen hinterliess er nebst einem beträchtlichen Vermögen die 1641 erworbene Gerichtsherrschaft Altikon, mehrere Stadthäuser (Haus zur Haue, Haus zum Schlegel, Haus zur Treu, Haus zum Rotenfahnen, Haus zum Kuckuck, Haus zum Gwölb), das Gut auf dem Geissbühl, Stadelhofen und ein Gütlein in «Rengg». Er tätigte grosszügige wohltätige Vergabungen und richtete ein Stipendium für mittellose Studenten seines Geschlechts und aus anderen Zürcher Familien ein.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blätter 39, 82.

    2. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 82, 95.