Johannes Guler von Wyneck

Johannes Guler von Wyneck

männlich 1562 - 1637  (75 Jahre)


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  • Name Johannes Guler von Wyneck
    Geburt 31 Okt 1562  Davos, GR, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung Historiker (Rhaetia, gedruckt 1668), mit 20 Jahren schon Landschreiber zu Davos, Landesfähnrich 1583, Oberst, Landeshauptmann im Veltlin 1587, Bundellandammann des Zehntengerichtenbundes 1592-1604, Gesandter, gehörte zur venetianisch-französischen Partei 
    Bürger 1619  Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Um den Bündner Wirren zu entgehen, zog er mit seiner Familie nach Zürich, das ihm 1619 das Bürgerrecht verlieh. 
    Besitz Burg Wynegg, Malans, GR, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Besitzt Burg Wyneck ob Malans durch seine 2. Ehefrau 
    • Die Burg Wynegg ist eine hochmittelalterliche Burgruine nordöstlich der Gemeinde Malans im schweizerischen Kanton Graubünden.
      Die Burg Wynegg war der Mittelpunkt einer kleinen Herrschaft und wurde vermutlich Anfang des 13. Jahrhunderts von einer lokalen Adelsfamilie gegründet. Diese taucht 1254 mit Ritter Ludwig von Wynegg erstmals in den Urkunden auf, verschwindet aber nach Ulrich von Wynegg (1266–1270) um 1273 mit dem Geistlichen Ludwig bereits wieder aus den Quellen. Sie waren Zeugen in Rechtsgeschäften des Churer Bischofs und Walther IV., Freiherr von Vaz
      Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wynegg
    Besitz Schlösschen Susenberg, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Schlössli Susenberg am Zürichberg 
    Tod 24 Jan 1637  Chur, GR, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I56298  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 5 Dez 2025

    Vater Hans Guler,   geb. 1500   gest. 1/2 Mrz 1563 (Alter 63 Jahre)
    Mutter Anna Buol,   geb. 1544, Davos, GR, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 1600, Sondrio, Lombardei, IT Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 56 Jahre)
    Eheschließung Jan 1562 
    Familien-Kennung F29613  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Barbia von Perini   gest. 1586
    Eheschließung 1583 
    Familien-Kennung F29614  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 5 Dez 2025

    Familie 2 Elisabeth von Salis,   geb. 1562   gest. 1637 (Alter 75 Jahre)
    Eheschließung 1591  [1
    • Durch diese Heirat gelangte Johannes Guler 1602 in den Besitz des Schlösschens Wynegg oberhalb von Malans. Er machte es zu seinem Wohnsitz und nahm den Namen «von Wyneck» an.
    Kinder 
    +1. Margareta Guler von Wyneck,   geb. 1606
    Familien-Kennung F27491  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 5 Dez 2025

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeburt - 31 Okt 1562 - Davos, GR, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBürger - Um den Bündner Wirren zu entgehen, zog er mit seiner Familie nach Zürich, das ihm 1619 das Bürgerrecht verlieh. - 1619 - Zürich, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBesitz - Besitzt Burg Wyneck ob Malans durch seine 2. Ehefrau - - Burg Wynegg, Malans, GR, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBesitz - Schlössli Susenberg am Zürichberg - - Schlösschen Susenberg, Zürich, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - 24 Jan 1637 - Chur, GR, Schweiz Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos Mittelalter
    Johannes Guler von Wyneck
    Johannes Guler von Wyneck
    Johann Guler von Wyneck war ein Bündner Chronist, Offizier und Landammann.

    Bild: Wikipedia; unknown, upload by Adrian Michael - «Kostbarkeiten aus den Sammlungen des Rätischen Museums, Chur»
    © Gemeinfrei

    Orte
    Burg von Wynegg
    Burg von Wynegg
    Zustand um 1889; Zeichnung nach P. Staub

    Bild: Wikipedia; upload by Adrian Michael - Archiv SBV
    © Gemeinfrei

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Guler_von_Wyneck

      Johannes Guler von Wyneck

      Johann Guler von Wyneck stammte aus einer Davoser Walserfamile und war der Sohn des Obersten und Davoser Landammanns Hans Guler von Wyneck und der Anna Buol. Als Knabe 1569 begleitete er seinen zum vicari gewählten Stiefbruder Peter für zwei Jahre ins Veltlin. Nach seiner Rückkehr besuchte er die Lateinschule in Chur und studierte darauf in Zürich (1574), Genf (1580) und Basel (1582). Da er 1582 in Davos zum Landschreiber und später auch zum Landesfähnrich gewählt wurde, konnte er seine Studien nicht abschliessen. 1583 heiratete er in erster Ehe Barbla von Perini. 1587 wurde er Landeshauptmanns im Veltlin.

      Gulers erste Frau verstarb 1586. 1591 heiratete er Elisabeth von Salis. Durch diese Heirat gelangte Johannes Guler 1602 in den Besitz des Schlösschens Wynegg oberhalb von Malans. Er machte es zu seinem Wohnsitz und nahm den Namen «von Wyneck» an. Lucretia, die Tochter des Johann Luzi Gugelberg von Moos, war seine Schwiegertochter.

      Von 1592 bis 1604 war Guler Davoser Landammann und somit zugleich Bundslandammann des Zehngerichtebundes. Zwischen 1600 und 1604 nahm er neun Mal an diplomatischen Missionen teil, die ihn in die Eidgenossenschaft, nach Paris, Venedig und Mailand führten.

      Johann Guler von Wyneck förderte den Abschluss eines Bündnisses der Drei Bünde mit Venedig. 1607 wurde er Kommandant eines Bündner Regiments zur Sicherung der Grenze zu Mailand. Ein von spanischen Parteigängern dominiertes Strafgericht verurteilte ihn im gleichen Jahr in Chur zum Tod. Später im Jahr 1607 rehabilitierte ihn ein nunmehr venezianisch gesinntes Gericht. Guler zog sich darauf für zehn Jahre aus der öffentlichen Politik zurück; erst 1618 übernahm er eine Gesandtschaft an den französischen Hof anstelle des Hauptmanns Johann Flisch von Scheydt (1580–1654 Thusis) und wurde zum Ritter geschlagen und mit einer "guldinen Ketti" gezieret.

      Um den Bündner Wirren zu entgehen, zog er mit seiner Familie nach Zürich, das ihm 1619 das Bürgerrecht verlieh. 1620 befehligte er als Oberst die Bündner Truppen, die zweimal vergeblich versuchten, die verlorengegangenen Untertanenlande zurückzuerobern. Im Prättigauer Aufstand unterstützte Guler von Wyneck 1622 den Widerstand der Prättigauer gegen Österreich. Danach nahm er nur noch vereinzelt an Gesandtschaften teil. 1627 übersiedelte er auf seinen Churer Sitz St. Margarethen, wo er am 3. Februar 1637 verstarb.

      Werke
      Guler von Wynecks Leistungen als Historiker und Kartograf sind beachtlich. Seine König Ludwig XIII. gewidmete Raetia : das ist außfüehrliche und wahrhaffte Beschreibung der dreyen Loblichen Grawen Bündten und anderer Retischen völcker ist eine umfangreiche Zusammenstellung von Werken Bündner und eidgenössischer Chronisten. Sie erschien 1616 in Zürich bei Johannes Rudolf Wolf, schildert im ersten Teil die Bündner Geschichte bis zum 15. Jahrhundert und folgt der Chronik von Ulrich Campell, dessen Handschrift Guler im Engadin aufgestöbert und teilweise abgeschrieben hatte. Der zweite Teil enthält eine unvollendet gebliebene mit fünf «Landtafeln» versehene Beschreibung Graubündens und seiner Untertanenlande. Die Chronik war aufwändig gestaltet, erschien im Folio-Format und enthielt fünf Landkarten, die ersten detaillierten Karten Graubündens, viele Abbildungen von Münzen, Wappen. Schlachten, Ortschaften und Stammtafeln. Die meisten der Holzschnitte hatte Guler schon früher für andere Publikationen verwendet. Heute gilt die «Raetia» als kostbarstes Werk der Bündner Geschichtsschreibung.

      Im Sommer 2009 gab Anton von Sprecher eine in heutiges Deutsch umgeschriebene und kommentierte Fassung heraus. Als Grundlage für seine Arbeiten dienten Guler der von ihm selbst geschriebene Auszug von Ulrich Campells zwei Büchern rätischer Geschichte Ex Huldrichi Campelli Historia Rhaetica. Libri duo sowie Aegidius Tschudis Uralt Rhetia.

      1622 erschien Gulers Schrift Pündtnerischer Handlungen widerholte und vermehrte Deduction, die in erster Linie der Rechtfertigung des Prättigauer Aufstandes diente.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 39.