Junker Thüring von Ringoltingen

Junker Thüring von Ringoltingen

männlich 1415 - 1483  (68 Jahre)


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Thüring von Ringoltingen
    • Der letzte seines Geschlechts
    Titel Junker
    Geburt cir 1415 
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung des Grossen Rats 1435, Vogt zu Baden 1442, des Kleinen Rats 1456, Schultheiss zu Bern 1458, Übersetzer der Geschichte von der schönen Melusine 
    Besitz Herr zu Landshut und Utzensdorf, die er 1479 an seinen Schwiegersohn verkauft 
    Wohnort Bern, BE, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Tod Mrz 1483 
    Personen-Kennung I57571  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 25 Okt 2025

    Vater Rudolf von Ringoltingen   gest. 1456
    Mutter Jonatha von Oltigen (Mömpelgard)
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F28220  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Verena von Hunwil
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Antonia von Ringoltingen   gest. 1487
    Familien-Kennung F28219  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 25 Okt 2025

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsWohnort - - Bern, BE, Schweiz Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Wappenrelief Thüring von Ringoltingen, aus der Kirche Utzenstorf
    Wappenrelief Thüring von Ringoltingen, aus der Kirche Utzenstorf
    ..heute Schloss Landshut (1458)

    Bild: Wikipedia; Funck77 - Eigenes Werk - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Funck77
    © CC BY-SA 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

  • Notizen 
    • Zitat aus https://de.wikipedia.org/wiki/Thüring_von_Ringoltingen

      Thüring von Ringoltingen (* um 1415; † 1483) war Schultheiss von Bern.

      Er stammte aus der Familie Zigerli, die seit 1350 in Bern lebte, zu Wohlstand gekommen war und den Namen des ausgestorbenen Geschlechts derer von Ringoltingen angenommen hatte. Er amtierte in Nachfolge seines Vaters Rudolf mehrfach als Schultheiss und war Pfleger des Münsterbaues. 1457 stiftete er auch den Glockenturm der Kirche von Utzenstorf. Thüring starb 1483 als letzter männlicher Vertreter seiner Familie und wurde in der Ringoltingen-Kapelle im Südschiff des Berner Münsters beigesetzt.

      Er schrieb nach einer französischen Vorlage von Coudrette (1401) im Jahr 1456 die Erzählung Melusine, die später als Volksbuch weite Verbreitung fand. In ihr wird vom Herrn von Lusignan berichtet, der seine Frau, die Nixe Melusine, verliert, als er sie heimlich beim Bade beobachtet. Die verwickelte Handlung umspannt vier Generationen und hat fast die gesamte damals bekannte Welt zum Handlungsort. Das Autograph des Werkes ist verloren gegangen, überliefert sind siebzehn[2] Handschriften und etwa dreissig Drucke aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Der Stoff wurde vielfach aufgegriffen, u. a. von Hans Sachs, Jakob Ayrer und Ludwig Tieck. Von Ringoltingen hat dieses Werk Markgraf Rudolf IV. von Hachberg-Sausenberg gewidmet. Es wird angenommen, dass der Markgraf durch seine Verbindungen zum Hof des burgundischen Herzogs Philipp dem Guten Zugang zur französischen Versversion von Couldrette hatte und diese von Ringoltingen zur Verfügung stellte. Die Annahme, dass von Ringoltingen eine Auftragsarbeit für Rudolf erstellte, hat sich nicht durchgesetzt.

    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021527/2009-11-12/

      Thüring vonRingoltingen

      um 1415 Bern, ✝︎ nach dem 8.3.1483 Bern, von Bern. Einziger legitimer Sohn des Rudolf. ​⚭ Verena von Hunwyl. Berner Grossrat, Kleinrat, Vogt von Baden, Pfleger des Münsters, 1458, 1461, 1464 und 1467 Schultheiss von Bern. R. galt als einer der reichsten, politisch aber wenig hervortretenden Männer der Stadt. 1456 beendete er seine dem Markgf. Rudolf von Hochberg, Gf. von Neuenburg, gewidmete Prosaübersetzung des franz. Versromans "Mélusine" von Coudrette. Mit dem an diversen europ. Schauplätzen spielenden Feenroman gibt R. Einblicke in die Welt des spätma. Adels.

      Version vom: 12.11.2009
      Autorin/Autor: André Schnyder

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 129.