Marquart von Rüssegg

Marquart von Rüssegg

männlich - 1334


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  • Name Marquart von Rüssegg
    Geschlecht männlich
    Besitz Burg Rüssegg, Sins, AG, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Herr zu Rüssegg 
    • Die Herrschaft Rüssegg war ein mittelalterlicher Territorialbesitz im Freiamt (Kanton Aargau), benannt nach der Burg Rüssegg bei Sins. Die Herrschaft umfasste das Gebiet Sins, Aettenschwil und teilweise Auw und befand sich in den Händen verschiedener Adelsgeschlechter, bevor sie 1502 an die Stadt Luzern verkauft wurde. Die Burg Rüssegg wurde im 19. Jahrhundert abgebrochen und ihr Hügel abgetragen, sodass heute nur noch die Überreste der Anhöhe existieren.
    Tod 1331/34 
    Personen-Kennung I57715  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 29 Okt 2025

    Vater Ulrich II. von Rüssegg   gest. zw 1298 und 1299
    Mutter Adelheid von Signau   gest. spätestens 1325
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F5505  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Helena
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Heinrich von Rüssegg
    Familien-Kennung F28312  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 29 Okt 2025

  • Ereignis-Karte
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Rüssegg - Wappen
    Rüssegg - Wappen
    Ulrich I. von Rüssegg hat scheinbar das Familienwappen auf dieses Einhorn gewechselt. Noch 1236 siegelte er mit einem Petschaft, dessen Wappen drei Greifklauen zeigt.

    Orte
    Hier stand die Burg Rüssegg
    Hier stand die Burg Rüssegg
    Blick von Südwesten auf den Rest des Burghügels.

    Bild: https://www.burgenwelt.org/schweiz/ruessegg/object.php#:~:text=Mit%20seinem%20Sohn%20Jakob%20starben,Anlage%20nicht%20mehr%20erkennen%20lässt.

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019761/2010-11-24/

      von Rüssegg

      Nobiles, nach der Burg R. beim Weiler R. (Gem. Sins AG) benannt. Die Herrschaft R. umfasste den Twing Sins mit Aettenschwil sowie Auw und muss bis ins frühe 13. Jh. Allodialbesitz der Gf. von Thierstein gewesen sein. Verwandtschaftl. Beziehungen bestanden zu den Frh. von Bonstetten, von Freienstein und von Signau, später u.a. zu den Ritteradligen von Reinach, was in der älteren Forschung als Grund für eine sog. Entfreiung der R. angenommen wurde. Die genealog. Abfolge ist relativ gesichert. Auf Ulrich (erw. 1233-63) folgt sein gleichnamiger Sohn. Letzterer (erw. 1270-98) war Landrichter im Aargau und Zürichgau sowie Reichsvogt in Zürich. Unter ihm wurde das ökonomisch eher schwache Geschlecht zu einem regionalen Machtfaktor. 1429 veräusserte Henmann (erw. 1402-55), Bürger von Luzern und 1435-55 Inhaber der Herrschaft Büron, die Herrschaft R. infolge Verschuldung. Sein Sohn Jakob starb 1483 als Letzter der männl. Linie.

      Version vom: 24.11.2010
      Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

    • Zitat aus: https://www.burgenwelt.org/schweiz/ruessegg/object.php#:~:text=Mit%20seinem%20Sohn%20Jakob%20starben,Anlage%20nicht%20mehr%20erkennen%20lässt.

      Unklare Anfänge der Freiherren von Rüssegg
      Die Ursprünge der Herrschaft Rüssegg im Reusstal lassen sich aufgrund der Quellenlage nicht genau rekonstruieren. Zunächst muss das Gebiet Eigengut der Grafen von Thierstein gewesen sein, doch kam zumindest ein Teil davon im Laufe des Hochmittelalters an die Herren von Rüssegg. Diese tauchen 1130 mit «Ödalrich de Riusecca» als Zeuge in einer regensbergischen Urkunde erstmals auf. Ob Ödalrich mit den späteren Rüsseggern verwandt war, ist allerdings unklar. Als erster sicher fassbarer Vertreter gilt in der Forschung deshalb der ab 1233 erwähnte Freiherr Ulrich I.

      13. Jhdt.: eine zweigeteilte Burg
      Ulrichs Familie gehörte im 13. Jhdt. mit dem Turm lediglich die Hälfte der Burg Rüssegg. Die andere Hälfte mit dem Wohntrakt, durch einen Graben vom Turm getrennt, war im Besitz der Freiherren von Eschenbach. Die Rüssegger scheinen denn auch ein Haus im nahen Städtchen Meienberg als Wohnsitz bevorzugt zu haben.
      Spätestens 1302 befand sich die Burg aber im ungeteilten Familienbesitz. Hermann I. nannte sich 1302 ausdrücklich «herre ze Rùsegge». Die folgende Generation stellte zudem häufig Urkunden auf der Burg aus.

      Die letzten Burgherren im 15. Jhdt.
      Im frühen 15. Jhdt. scheint die Wehranlage für die Familie an Bedeutung verloren zu haben. Der verschuldete Henmann von Rüssegg verkaufte sie 1429 mit allen zugehörigen Rechten an den Luzerner Bürger Hans Iberg. Lediglich den Turm behielt er in seinem Besitz. Mit seinem Sohn Jakob starben die Rüssegger 1483 in männlicher Linie aus.
      Ob die Burg nach dem Besitzerwechsel noch unterhalten wurde, ist fraglich. Bereits 1482 galt sie als nicht mehr bewohnbar. Weitere Besitzer waren der Luzerner Stadtschreiber Melchior Russ und Ritter Albin von Silenen, bis 1501 die Stadt Luzern sie erwerben konnte. Ab 1503 wurde die Herrschaft Rüssegg von Luzerner Ratsmitgliedern als nicht residierenden Vögten verwaltet.

      Abbruch der Ruine im 19. Jhdt.
      Die Burg, die auf einem Kieshügel am westlichen Ufer der Reuss errichtet worden war, war landseitig durch einen breiten Graben geschützt. Gemäss einer Beschreibung aus dem frühen 19. Jhdt. war der Turm damals noch 12 Meter hoch. Der Wohntrakt mass im Grundriss 12,6 x 10,8 Meter und wies 1,2 Meter dicke Mauern auf, der Bering der Kernburg war bis zu 9 Meter hoch. Davor erstreckte sich eine Vorburg, die ebenfalls mit Mauer und Graben bewehrt war.
      Von all diesen Bauten ist heute leider nichts mehr zu sehen. Die Burg wurde im 19. Jhdt. als Steinbruch für Flussverbauungen entlang der Reuss ausgebeutet, der Hügel zur Kiesgewinnung weitgehend abgetragen. Heute existiert nur noch ein schmaler Rest der Anhöhe, der die einstige Ausdehnung der Anlage nicht mehr erkennen lässt.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 215.