Freiherr Wilhelm I. vom Turn

Freiherr Wilhelm I. vom Turn

männlich Datum unbekannt -


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Wilhelm I. vom Turn
    Titel Freiherr
    Geburt Datum unbekannt 
    • Filiation nicht sicher..?
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung Meier von Sitten, Viztum von Ollon und Vouvry 
    Info Ort Gestelnburg, Niedergesteln, VS, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Die Gestelnburg wurde vermutlich von Wilhelm I. um 1170 erbaut oder zumindest ausgebaut. Fortan war die Gestelnburg der Stammsitz der Familie von Turn. 
    • Die Ruine der Gestelnburg, einer Felsenburg, liegt oberhalb des Dorfes Niedergesteln im Kanton Wallis, Schweiz, auf einem Felsgrat, der Feschti genannt wird. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert von der einflussreichen Familie de la Tour erbaut, die auf Deutsch auch die Herren vom Turn genannt werden.
      Die Herrschaft dieser Familie nahm während der Kriege mit dem Bischof von Sitten in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts ein Ende, und im Jahre 1384 wurde die Burg von den Oberwallisern endgültig zerstört. Genau 600 Jahre danach ist die Ruine restauriert und besser zugänglich gemacht worden. Unter der Burg befindet sich eine Höhle aus der letzten Eiszeit, genannt Feschtiloch. Die Gestelnburg ist ein schweizerisches Kulturgut von nationaler Bedeutung.
      Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Gestelnburg
    Erwähnt / Bezeugt 1157-1196 
    Besitz cir 1170-1196  Niedergesteln, VS, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Herr der Herrschaft Niedergesteln  
    • Die an der alten rechtsufrigen Landstrasse gelegene Siedlung mit dem castrum oberhalb des Dorfs wurde vielleicht von Kaufleuten aus Savoyen errichtet. Ab Ende des 12. Jh. besassen die Frh. von Turn-Gestelnburg N. als bischöfl. Lehen und Kastlanei. Im 2. Viertel des 13. Jh. erbauten sie auf dem nahen Felsen eine Burg mit Rundturm, die mit Hilfe der Stiftung Pro Castellione 1984-93 erforscht und teilweise restauriert wurde. 1375 besetzten die fünf Oberen Zenden des Wallis das Lötschental und vertrieben die Herren von Turn, die ihre Güter und Rechte in N. den Gf. von Savoyen veräusserten.
      Mehr: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002763/2017-05-04/
    Personen-Kennung I57836  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 1 Nov 2025

    Vater Raymund de Tore
    Familien-Kennung F28390  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Guillaumnaz
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Freiherr Aymon vom Turn
    Familien-Kennung F28389  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 1 Nov 2025

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsInfo Ort - Die Gestelnburg wurde vermutlich von Wilhelm I. um 1170 erbaut oder zumindest ausgebaut. Fortan war die Gestelnburg der Stammsitz der Familie von Turn. - - Gestelnburg, Niedergesteln, VS, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBesitz - Herr der Herrschaft Niedergesteln - cir 1170-1196 - Niedergesteln, VS, Schweiz Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Orte
    Gestelnburg
    Gestelnburg
    Die Ruinen der Gestelnburg welche 1383 von den Landleuten zerstört wurde. Ansicht von Süden. Die Burganlage steht strategisch günstig auf einem schmalen Felsvorsprung. Im Westen (links hinten) bietet die Jolischlucht eine natürliche unüberwindbare Barriere. Auf dem höchsten Punkt des Felsen, beim Kreuz, stand ein mächtiger Rundturm. Etwas unterhalb rechts kann man die Mauern der Zisterne erkennen.

    Bild: Wikipedia; Heinzen Matthias - Eigenes Werk - https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Mheinzen
    © Gemeinfrei

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019784/2012-12-04/

      vom Turn

      Bedeutendes Walliser Hochfreiengeschlecht des 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts. Möglicherweise stammt die Familie von den Freiherren de la Tour du Pin aus der Dauphiné ab. Wilhelm, vielleicht der Sohn eines 1143 genannten Raymund de Tore, ist 1157 erstmals bezeugt. Er war Meier von Sitten, Herr von Niedergesteln und Lötschen sowie Viztum von Ollon und Vouvry. Sein Bruder Amadeus wirkte 1162-1168 als Bischof von Sitten. Aymo (✝︎ 1226), ein Sohn Wilhelms, erwarb durch seine Heiraten die Mitherrschaft von Bex und Ayent-Hérens sowie vermutlich das bischöfliche Viztum von Bagnes. Chalbert, ein Sohn Aymos und der Margarete von Morestel, gründete den Zweig vom Turn-Morestel, der das Vizedominat von Bagnes und die Mitherrschaft von Granges innehatte. Antoinette, die Witwe Peters III., des letzten Sprosses dieser Linie, verkaufte das Vizedominat von Bagnes 1366 dem Abt von Saint-Maurice.

      Peter II., der Sohn Aymos und der Clémence von Bex, wurde zum Stammvater der Linie von Turn-Gestelnburg. Seine Enkelin Beatrix heiratete Junker Aymo von Greysier und brachte ihm nach dem Tod ihres Vaters Gerold die Rechte der vom Turn in Sitten, Ollon und Bex. Ihr Bruder Aymo (✝︎ 1276) erbte das Vizedominat von Conthey. Aymos Schwester Nantelma führte der Familie nach dem Tod ihres Gatten Rudolf von Raron dessen Besitzungen in St. Niklaus und Zermatt zu. Sein Sohn Peter IV., der sich als Erster Freiherr von Niedergesteln nannte, war 1291 als Landvogt der Waadt in savoyischen Diensten. Er verleitete den Adel zu einem Aufstand gegen den Sittener Bischof Boniface de Challant, söhnte sich aber nach der Niederlage auf den Sustmatten (auch Seufzermatten genannt) bei Leuk (1296) mit ihm aus (1299). Peters Sohn Johann (✝︎ 1323) brachte durch Heirat mit Elisabeth von Wädenswil die Herrschaften Frutigen und Mülenen im Berner Oberland an sich. Er war 1311 kaiserlicher Vikar von Como, 1315-1317 Landvogt, das heisst Stellvertreter in weltlichen Angelegenheiten, des Bischofs von Sitten und 1322 kaiserlicher Statthalter von Mailand. Johanns Bruder Aymo war 1323-1338 Bischof von Sitten. Peter V., Johanns Sohn, verkaufte den vom Vater geerbten Pfandbesitz Laupen 1324 der Stadt Bern, seine Rechte auf Mülenen 1341 den Herren von Weissenburg und seine Eigenleute im Lauterbrunnental, genannt die Lötscher, 1346 dem Kloster Interlaken. Vermutlich weil ihm Bischof Witschard Tavel das Meiertum von Leuk verweigerte, kam es zwischen den beiden Familien 1349 zu einer ersten Fehde. Mit Peters Sohn Anton starb das Geschlecht 1405 aus.

      Version vom: 04.12.2012
      Autorin/Autor: Arthur Fibicher

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 216.