| Notizen |
- Zitat aus: https://www.geneal-forum.com/phpbb/phpBB3/viewtopic.php?t=353
von Steiger (die weissen)
Patrizisches und adeliges Geschlecht der Stadt Bern. Es stammt nach der Familienüberlieferung aus dem Wallis (Sitten), wo der Name de Steg, Steger, Steiger, Aschelier, Escheliert, de Scala (Gremaud in MDR XXIX ff. u. Regesten aus Gemeinde- und Kirchenarchiven) vom 13. Jahrhundert an vorkommt. Nach neuer Hypothese soll das ehemalige feste Steigerhaus bei Raron das Stammhaus gewesen sein. Das Geschlecht hat der Stadt Bern bis 1798 zwei Schultheissen, 16 Glieder des kleinen Rates und 54 des Grossen Rates, wovon 40 Landvögte, gegeben und Offiziere aller Grade im In- und Ausland.
- Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020905/2012-11-07/
Steiger BE, weisse
Familie der Stadt Bern mit Stubenrecht zu Obergerbern. Sie führt den weissen Steinbock im Wappen und seit 1838 teilweise das Prädikat "von". Stammvater ist Jost (✝︎ 1497), der 1452 als Berner Grossrat erscheint. Sein Sohn Bartlome (✝︎ 1513) gelangte in den Kleinen Rat, sein Urenkel Hans wurde 1562 Berner Schultheiss. Dieser erwarb in der Waadt mehrere Herrschaften, von denen die Freiherrschaft Rolle samt Mont-le-Grand und Mont-le-Vieux sowie die Herrschaften Bière und Begnins über rund 200 Jahre in der Familie weitervererbt wurden, genauso wie die Herrschaft Münsingen samt Niederwichtrach. Sein älterer Sohn Hans (1573-1621) begründete die Linie von Rolle, sein jüngerer Sohn Georg (1575-1611) diejenige von Münsingen. Infolge der starken Verzweigung der Linie von Rolle gehörten die Steiger bald zu den zahlenmässig grössten und im Grossen Rat stark vertretenen Familien. Sie sassen auch kontinuierlich im Kleinen Rat, wo Isaak zum Schultheissen, Franz Ludwig (1704-1755) zum Deutschseckelmeister und Albrecht Bernhard zum Venner zu Gerbern aufstiegen. Ausserdem brachte die zur zweiten Klasse der sogenannten edelvesten Geschlechter gezählte Familie mit Isaak und Beat Ludwig (->) zwei Solddienstgeneräle in österreichischen bzw. holländischen Diensten hervor sowie mit Johann Rudolf einen eidgenössischen Generaladjutanten. Nach dem Untergang des Ancien Régime wandten sich die Steiger vor allem als Juristen, Ingenieure und Kaufleute bürgerlichen Berufen zu und weiteten ihren traditionell auf das Patriziat begrenzten Heiratskreis auf das moderne Bürgertum aus. Dies trug dazu bei, dass Edmund, Adolfund Eduard in höchste politische Stellungen aufstiegen. Etliche Mitglieder wanderten unter anderem in die USA und nach Australien aus. Dort vermehrte sich die Familie nochmals so stark, dass sie zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu den grössten Berner Patriziergeschlechtern zählte.
Version vom: 07.11.2012
Autorin/Autor: Hans Braun
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