Erhard Blarer von Wartensee

Erhard Blarer von Wartensee

männlich - 1639


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  • Name Erhard Blarer von Wartensee
    • Die Blarer, eines der ältesten Bürgergeschlechter von St. Gallen, erarbeiteten sich aus dem Leinwandhandel eine gute wirtschaftliche Grundlage und übten bereits im 13. Jahrhundert das Amt eines äbtischen Ammanns aus. So gelang einzelnen Familienzweigen der Aufstieg in den Ministerial- und Adelsstand. Ihr Familienname entstammt der Tätigkeit des „Ausrufens, Verkündens“ – was wir in der Ostschweiz heute noch mit „blären“ und auch „plären“ bezeichnen. In ihrem Wappen führten und führen die Blarer deshalb einen roten, schreienden Hahn auf silbernem Grund. Als Stammvater gilt Ulrich Blarer, der 1225 als Mitstifter des Heilig-Geist-Spital in St. Gallen gründete. 1313 übersiedelte mit Eglolf Blarer ein Zweig der Familie von St. Gallen nach Konstanz, wo sie ebenfalls zu Vermögen und Ansehen gelangten.
    Geburt
    • Da nur seine Brüder Hans, Diethelm und Arbogast die Mörsburg erhielten, stellt Dr. Hess-Winterthur die Frage, ob Erhard nicht von einer früheren Gattin Marxens stamme. Als solche nennt Keller-Escher Verena von Ebersberg. Einen Beleg kenne ich bis jetzt nicht. (Rübel-Blass)
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung Gerichtsherr zu Kempten, Gryffenberg und Werdegg 
    Bürger 1616  Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Bürger Zürich 
    Tod 10 Okt 1639 
    • Verkündung am: 13 Okt 1639
    Personen-Kennung I58864  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 22 Nov 2025

    Vater Marx Blarer von Wartensee   gest. 26 Aug 1582
    Mutter Margareta von Goldenberg
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F29023  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Küngolt Stapfer,   get. 19 Sep 1555, Grossmünster, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 8 Feb 1624 (Alter ~ 68 Jahre)
    Eheschließung 20 Feb 1587  [1
    Kinder 
    +1. Dorothea Blarer von Wartensee
    Familien-Kennung F29024  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 22 Nov 2025

  • Ereignis-Karte
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  • Wappen, Siegel, Münzen
    Wappen der Blarer von Wartensee
    Wappen der Blarer von Wartensee
    Der Name der Familie Blarer steht als redendes Wappen in Verbindung mit einem „plärrenden“ (schreienden) Hahn.

    Das Stammwappen (nach der Züricher Wappenrolle) zeigt in Silber einen roten Hahn mit schwarzem Schnabel und goldenen Füßen. Auf dem Helm mit rot–silbernen Decken Kopf und Hals des Hahns.
    Späteres Wappen: In Silber der rote Hahn gold bewehrt mit goldenem Kreuz auf Kamm und Lappen. Auf dem Helm mit rot–silbernen Decken Kopf und Hals des ebenso bezeichneten Hahns.

    Bild: Wikipedia; Roland Zumbühl (Picswiss), Arlesheim (Commons:Picswiss project) - http://www.picswiss.ch/06-BL/s-BL-60/sBL-60-08.html
    © CC BY-SA 3.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

    Orte
    Schloss Wartensee
    Schloss Wartensee
    Das Schloss Wartensee geht auf einen Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert zurück und ist heute als Schloss-Hotel Wartensee in privatem Besitz. Es ist nicht zu verwechseln mit Schloss Wartegg, das sich ebenfalls in der Gemeinde Rorschacherberg befindet.

    Bild: Wikipedia; Walter Mittelholzer - Dieses Bild stammt aus der Sammlung der ETH-Bibliothek und wurde auf Wikimedia Commons im Rahmen einer Kooperation mit Wikimedia CH veröffentlicht. Berichtigungen und zusätzliche Informationen sind gern gesehen.
    © Gemeinfrei
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  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Blarer_von_Wartensee

      Blarer von Wartensee ist der Name eines Schweizer Uradelsgeschlechts, das auch in Schwaben Verbreitung fand. Mitglieder der Familie Blarer gehörten als Tuchhändler zu den Patriziern, die ursprünglich (14. Jahrhundert) in St. Gallen, später (15. Jh.) in Konstanz und im Basler Raum ansässig waren. Aus der Familie gingen mehrere Äbte und Bischöfe hervor.

      Geschichte
      Die Blarer waren ursprünglich Bürger von St. Gallen und wurden dort erstmals 1223 mit Ulrich Blarer erwähnt. In den Jahren von 1228 bis 1330 befand sich der gesamte Stamm in St. Gallen, wo sich ein Zweig um das von Ulrich 1228 mitgestiftete Heiliggeistspital scharte, während der andere seinen Dienst am Hof des Abts versah. Die sichere Stammreihe beginnt mit Walter Blarer (urkundlich 1282, 1299 tot), Bürger und Stadtamtmann zu St. Gallen. Von 1330 an verlagerte sich das Tätigkeitsgebiet der Familie nach Konstanz, wo sie mit Leinwandhandel zu Reichtum gelangte. Politisch unterstrichen Ratsherren und Bürgermeister aus der Familie diese wirtschaftliche Bedeutung. Einige Mitglieder des Konstanzer Zweigs nannten sich nach ihren Stammsitzen Liebburg, Güttingen und Girsberg. Die Reformation spaltete die Familie in Konstanz in einen katholischen Zweig, der bald ausstarb, und einen protestantischen, dessen bekanntester Vertreter der Reformator Ambrosius war. Dieser Zweig erlosch am 20. Januar 1865 mit dem Major Philipp.

      Die Brüder Walter und Diethelm Blarer heirateten die Schwestern Clara und Elsbeth von Wartensee, Töchter des Burgherrn Conrad von Wartensee auf Wartensee. Mit Conrad starb das Geschlecht der Wartensee aus, wodurch seit 1363 der Name und die Burg Wartensee bei Rorschach auf diese Linie der Blarer überging. Walters Söhne Wilhelm und Erhart führten den Zweig weiter, der in der Folge in den Landadel übertritt. Im 15. Jahrhundert teilte sich dieser in die ältere Linie der Blarer von Wartensee und die jüngere Linie der Blarer von Wartensee-Kempten-Goldberg. Aus letzterer wurde Michael Ferdinand vom Blarer Edler Frei- und Pannerherr von Wartensee, kurbayerischer Kämmerer und Hofrath am 19. Januar 1636 in Wien mit Wappenbesserung in den Reichsfreiherrnstand erhoben. Auch die Blarer von Wartensee spalteten sich während der Reformation in einen protestantischen und einen katholischen Ast (Diethelm). Der protestantische Zweig starb 1868 mit Hans in Zürich aus. Eine Verlagerung des Zweigs von Wartensee ins Fürstbistum Basel fand mit der Wahl von Jakob Christoph zum Basler Fürstbischof statt. Er holte seinen Bruder Wolfgang Dietrich nach Pfeffingen, wo dieser 1583 Obervogt wurde. Dieses Amt, dem 1775 auch die Obervogtei Zwingen zugeordnet wurde, blieb bis zum Untergang des Fürstbistums in der Hand der Familie. 1607 errichtete Wilhelm, Domkustos von Basel und Propst von Saint-Ursanne, ein Fideikommiss, welches das Schloss Aesch mit dazugehörigen Besitzungen umfasste und zum Stammsitz der Familie machte. Die Blarer von Wartensee verbanden sich vor allem mit den Adelsfamilien Ringg von Baldenstein, von Schauenburg, von Roggenbach, von Roll zu Bernau und von Rotberg. Schwere Schäden an Gebäuden und an der Bibliothek erlitt das Geschlecht im Dreissigjährigen Krieg. In der Revolutionszeit konnte aufgrund des St. Galler Bürgerrechts der Besitz der Familie gerettet werden.

      Vom späten 15. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte die Familie ihre Hochblüte und dehnte ihren Machtbereich in nordwestlicher Richtung aus (Ellwangen, Fürstbistum Basel). Elf geistliche Würdenträger, unter anderem Johann Erhard und Johann Jakob lassen sich in dieser Zeit zählen. Danach erfuhr die Familie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts einen Niedergang. Ihr Wirkungskreis verlagerte sich vollends ins Basler Fürstbistum und in den südwestdeutschen Raum. Im 19. Jahrhundert spielten die Brüder Jakob und Anton eine bedeutende Rolle bei den Trennungswirren und der Gründung des Kantons Basel-Landschaft. Mit Ausnahme der Linie in Aesch sind die Blarer von Wartensee im 19. Jahrhundert ausgestorben.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 195.