- Die erste schriftliche Erwähnung von Diesse erfolgte im Jahr 1178 bereits unter dem heutigen Namen. Im Jahre 1188 folgte die Erwähnung als Mont de Tesson, 1196 Thesson, von 1228 an endgültig Diesse oder auf Deutsch Tessen. Die schon zur Römerzeit besiedelte kleine Landschaft ging zunächst an Burgund, dann an den Grafen von Neuenburg über, der sie 1112 an das Fürstbistum Basel abgab. Von diesem wurde die Verwaltung von Diesse 1185 der Abtei St. Johann übertragen. Einige der Hoheitsrechte der Grafen von Neuenburg über Diesse waren 1216 an den Grafen von Nidau übergegangen, um 1375 der Stadt Bern als deren Nachfolger zuzufallen. Zur Zeit der Reformation erhielt Bern auch das Kollaturrecht auf die Pfarrei Diesse, das sie zusammen mit ihren übrigen Rechtsansprüchen gemeinsam mit den Bischöfen von Basel bis 1797 ausübte. In der Pfarrkirche befinden sich die Grabstätten einer Reihe von Geistlichen aus dem Geschlecht Lecomte, das vom Reformer Jean Lecomte (1500–1572) abstammt und der Kirche Berns bis 1800 zwanzig Pfarrer gestellt hat. Davon wirkten auch mehrere in Diesse. Im Jahre 1577 fielen in Diesse im Verlauf von 3 Monaten 360 Personen der Pest zum Opfer. Im 17. Jahrhundert waren in Diesse Hexenprozesse auffallend häufig, und von 1611 bis 1617 wurden nicht weniger als 60 Hexen verbrannt.
Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Diesse
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