Magdalena von Castelmur

Magdalena von Castelmur

weiblich Datum unbekannt -


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  • Name Magdalena von Castelmur
    Geburt Datum unbekannt 
    • Filiation nicht sicher..?
    Geschlecht weiblich
    Info Ort Burg Castelmur, Maloja, GR, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Die eindrückliche Talsperre von Castelmur bestand bereits in römischer Zeit und wurde über die Jahrhunderte immer wieder ausgebaut. Zunächst Reichsgut, gehörte sie ab 960 dem Bischof von Chur. Im späten 12. Jhdt. entstand in ihrem mittleren Abschnitt auf einem Felskopf die eigentliche Burg, deren mächtiger Wohnturm noch gut erhalten ist. Weiter sichtbar sind die Ruinen der Sperrmauern und die Fundamente eines zweiten Turms, hoch oben an der südlichen Talflanke. 
    • Bischöfliches Lehen mit wechselnden Burgherren
      Der Bischof von Chur vermied es, die Burg als erbliches Lehen zu vergeben und weilte ab und zu auch persönlich in Castelmur. 1190 wird mit «Albertus de Castello Muro» zwar ein erster Vasall erwähnt, der sich nach dem Ort benannte. Doch die Herren von Castelmur konnten sich dieses Besitzes nie sicher sein. Im 13. Jhdt. sassen verschiedene Vertreter der Familie auf der Burg. Albertus «Popus» von Castelmur war der Anführer der Bergeller, als diese um 1264 mit Viehraub eine Fehde mit dem Adel von Chiavenna und Plurs auslösten. In deren Verlauf wurde die alte Talsperre 1268 ein zweites Mal von Chiavenna besetzt und erst 1272 wieder freigegeben. Um 1340 verpfändete Bischof Ulrich von Chur die Burg für 200 Mark an die Familie Planta. Aber auch sie konnte hier nicht dauerhaft sesshaft werden.
      Obwohl oft in Geldnot, gelang es dem Bischof sehr wohl, die Kontrolle über die Sperranlage zu halten. Er brauchte nur dafür zu sorgen, dass keines der regionalen Adelsgeschlechter sich zu lange darin festsetzen konnte. Zwischenzeitlich eingelöst, wurde die ganze Anlage 1410 für 150 Gulden an Jacob Perutt von Castelmur verpfändet. Aber bereits 1430 löste der Bischof das Pfand – diesmal mit einem Kredit der Familie Salis.
      Zitat aus: https://www.burgenwelt.org/schweiz/castelmur/object.php
    Personen-Kennung I59755  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 5 Dez 2025

    Vater Ritter Rudolf von Castelmur
    Familien-Kennung F29634  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Rudolf von Salis
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Augustinus von Salis   gest. 1410
    Familien-Kennung F29631  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 5 Dez 2025

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsInfo Ort - Die eindrückliche Talsperre von Castelmur bestand bereits in römischer Zeit und wurde über die Jahrhunderte immer wieder ausgebaut. Zunächst Reichsgut, gehörte sie ab 960 dem Bischof von Chur. Im späten 12. Jhdt. entstand in ihrem mittleren Abschnitt auf einem Felskopf die eigentliche Burg, deren mächtiger Wohnturm noch gut erhalten ist. Weiter sichtbar sind die Ruinen der Sperrmauern und die Fundamente eines zweiten Turms, hoch oben an der südlichen Talflanke. - - Burg Castelmur, Maloja, GR, Schweiz Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Orte
    Burg Castelmur
    Burg Castelmur
    Gesamtansicht der Kernburg mit der dahinter liegenden Kirche Nossa Donna.

    Bild und weitere Informationen: https://www.burgenwelt.org/schweiz/castelmur/object.php

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020131/2005-02-01/

      von Castelmur

      Bündner Ministerialen- und Aristokratengeschlecht aus dem Bergell. Die Anfänge dürften in der Familie de Vicosoprano zu suchen sein, die 1096-1304 bezeugt ist. 1190 ist Albertus de Castello Muro erstmals als Lehensinhaber der churbischöflichen Feste Castelmur fassbar. Der um dieselbe Zeit genannte Gaudenz de Castromuro gilt als Ahnherr des Geschlechts. Als bischöfliche Ministerialen traten die von Castelmur immer wieder als Vermittler und Siegler auf; sie verfügten im Bergell über zahlreiche Lehen und hatten vom 13. Jahrhundert an eine Grablege in der Churer Kathedrale. Gleichzeitig waren sie auch Ministerialen der Benediktinerabtei Pfäfers. Schon im 13. Jahrhundert ist die Aufteilung in die Hauptlinien der Scolaren und der Manus erkennbar; die Zuteilung einzelner Glieder ist jedoch nicht immer klar. 1319 beginnt mit Jacobus, Sohn des Tobias, die lange Reihe der Bergeller Notare aus dem Geschlecht von Castelmur. Diese Tätigkeit half, die Autonomiebestrebungen des Tals in hohen Positionen zu überstehen und häufig das Podestatenamt zu übernehmen. Sie ermöglichte auch die Entwicklung von einer bischöflichen Vasallenfamilie zu einem führenden Aristokratengeschlecht im Gotteshausbund, wozu auch gezielte Eheschliessungen beitrugen. Durch die Heirat Alberts mit Elisabeth Baff von Fürstenau wurde die Domleschger Linie begründet. Alberts Sohn Rudolf war 1413-1428 bischöflicher Vogt auf Fürstenau; ihm folgten Schwiggli 1429, Rudolf 1470-1471, Joachim 1473-1491, Jacob 1524-1526 sowie Gaudenz 1528-1537 und 1540-1542. Joachim war während des Schwabenkriegs 1499 einer der drei Regenten des Churer Hochstifts. Sein Sohn Gaudenz besass 1525-1533 das zürcherische Schloss Girsberg und war Siegler im Ersten Kappeler Landfrieden. Joachim wie Gaudenz waren mit Frauen aus der Ravensburger Handelsfamilie Humpis vermählt. Gaudenz' Schwester war 1510-1534 Äbtissin des Klosters Müstair. Der oben genannte Schwiggli sass 1437-1448 als Vogt auf Strassberg, Jacob war Pfandinhaber der Burg Rietberg. Die von Castelmur stellten mehrere Domherren, darunter Bartholomäus. Im 15. Jahrhundert trat eine Linie Stecker-Corn-Menusi auf, die einige Bündner Gesandte, Richter und Veltliner Amtsträger stellte. Als einzige wandte sich diese Linie der Reformation zu. Im späteren 16. Jahrhundert liess der Einfluss der von Castelmur im Gotteshausbund rasch nach. Nach einem Streit mit den Salis in den 1560er Jahren schwand auch ihre politische Stellung im Bergell. Einige Zweige starben aus, andere wanderten weg. So begründete Jacob Corn von Castelmur zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Wiener Linie; eine weitere kam mit Giovanni in Marseille zu Vermögen. In der Schweiz leben die Zweige von Stampa und Tumegl/Tomils (Anton) weiter.

      Version vom: 01.02.2005
      Autorin/Autor: Paul Eugen Grimm

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 186.