Johann von Belmont

Johann von Belmont

männlich - 1357


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  • Name Johann von Belmont
    Geschlecht männlich
    Militär / Gefecht Kämpfte zusammen mit dem Kloster Disentis gegen die Waldstätte 
    Erwähnt / Bezeugt 1311-1345 
    Besitz Burg Wartau Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Gibt seiner Frau die Burg Wartau als Heimsteuer 
    • Die zentrale Hauptburg besteht aus einem mächtigen Wohntrakt in Form eines massiven bergfriedartigen Turmhauses. Die unterteilende Wand ist später eingefügt worden; sie ist nicht mit den Aussenmauern verbunden und die Baufuge ist bis hinauf in den vierten Stock zu verfolgen.
      Durch Erbschaft gelangte die Wartau 1320 an Graf Hugo III. von Werdenberg-Heiligenberg. Diese Besitzerabfolge ist jedoch unsicher, denn in der ersten schriftlichen Erwähnung der Burg von 1342 verpfändete Johannes von Belmont seiner Frau Adelheid von Klingen die Festung Wartau für 250 Mark Silber. Adelheid stammte mütterlicherseits von einer Seitenlinie der Herren von Sagogn ab, es erhoben damals also zwei verschiedene Familie Ansprüche auf die Burg Wartau.
      Der Konflikt eskalierte 1352 ein erstes Mal in der sogenannten Belmonter Fehde: Die Herren von Belmont gingen im Vorderrheintal zusammen mit Aufständischen gegen die Grafen von Werdenberg-Heiligenberg vor. Die Grafen verloren das entscheidende Gefecht, konnten aber die Burg Wartau behalten. Diese scheint Ulrich Walter von Belmont erst um 1360 erobert zu haben, als die Grafen in eine weitere Fehde verwickelt waren.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wartau
    Tod spätestens 1357 
    Personen-Kennung I59773  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 6 Dez 2025

    Vater Heinrich von Belmont   gest. 19 Mai 1307
    Familien-Kennung F29648  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Adelheid von Klingen
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Adelheid von Belmont
    Familien-Kennung F29647  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 6 Dez 2025

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Wappen der Herren von Belmont
    Wappen der Herren von Belmont
    in der Kathedrale in Chur

    Bild: Wikipedia; Adrian Michael - Eigenes Werk - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Parpan05
    © CC BY-SA 3.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

    Orte
    Burg Wartau
    Burg Wartau
    Ansicht von der Festung Magletsch aus

    Die Burg Wartau ist die Ruine einer Höhenburg imposant und weithin sichtbar auf 650 m ü. M. östlich des Weilers Gretschins auf dem St. Martinshügel in der Gemeinde Wartau im Kanton St. Gallen in der Schweiz.

    Bild: Wikipedia; Kreteglobi - Eigenes Werk
    © CC BY-SA 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Freiherren_von_Belmont

      Die Freiherren von Belmont waren vom 12. bis 14. Jahrhundert ein edelfreies Freiherrengeschlecht aus dem heutigen Kanton Graubünden in der Schweiz. Ihre Besitzungen lagen in der unteren Surselva um die Dörfer Castrisch und Flims sowie im Lugnez.

      Die unter anderem mit den Freiherren von Vaz und von Rhäzüns verwandten von Belmont erscheinen in den Urkunden erstmals in den Gamertinger Urkunden vom 22. Januar 1139 als Zeugen, erwähnt wird ein Lutefridus de Belmont, der in einer weiteren Urkunde als Lutifridus de Castrisis auftritt, was beweist, dass die Belmonter und die Herren von Cästrisch eines Stammes waren.

      Die Herren von Belmont gehörten mit den Cästrisch, Montalt, Löwenberg, Übercastel, Frauenberg, Wildenberg, Greifenstein usw. zur Ursippe der Herren von Sagogn-Schiedberg. In einer Urkunde vom 25. April 1358 (Bündner Urkunden Buch Nr. 3235) stellt sich der letzte Belmonter im Mannesstamm wie folgt vor: «Ich Vlrich Walther von Belmont, friie». Die Bezeichnung „Freiherr“ war in dieser Zeit in Rätien noch lange nicht gebräuchlich.

      Bis um 1200 bewohnten die von Belmont die Burg Belmont bei Fidaz, um 1250 errichtete Freiherr Heinrich von Belmont eine Burg auf Tuma Casté in Domat/Ems. Im 14. Jahrhundert erscheint immer noch die Burg Castrisch, welche seit den Anfängen des 13. Jh. ihnen gehört hatte als Sitz der Adelheid von Montalt "erborene" von Belmont, welche urkundete 1371: «der geben ist uff der vesti ze Caestris».

      Die Belmonter waren Gerichtsherren in der Gruob, im Lugnez und in Flims. Das Kloster Pfäfers setzte sie als Vögte über seinen Grosshof in Chur ein, wo die Familie am Anfang des 13. Jahrhunderts zwei Domherren und von 1273 bis 1282 mit Konrad einen Fürstbischof stellte. Zudem besassen die Belmonter den Kirchensatz der Talkirche St. Vinzenz in Vella und die Kollatur zweier Kapellen in Sagogn.

      Begräbnisort der Familie war ursprünglich die St. Luziuskirche in Chur, später die Kathedrale St. Maria Himmelfahrt in Chur und ab dem 14. Jahrhundert auch Castrisch.

      Namensträger
      Erster dokumentierter Namensträger ist Lutefridus, belegt 1139. Heinrich von Belmont ist von 1252 bis 1262 belegt; er benutzte konsequent den Nobilis-Titel (Freiherr). Sein Sohn Konrad war Churer Bischof, ein zweiter Sohn Heinrich (belegt 1267–1307) war 1267 der erste bekannte rätische Student an der Universität Bologna.

      Ulrich Walter von Belmont, Sohn von Johannes und von Adelhaid von Klingen, war der letzte männliche Vertreter des Geschlechts. 1352 kämpfte er in der Belmonter Fehde bei Sogn Carli in der Schlacht von Mundaun mit weiteren Adligen und lokalen Bauern erfolgreich gegen die territorialen Ansprüche der Werdenberger. Der Sage nach sollen die Lugnezerinnen bei der Porclas Cumbel den Kampf entschieden haben.

      Ulrich Walter verstarb kinderlos am 11. Juli 1371; seine Erbin war seine Schwester Adelheid, die in erster Ehe mit Heinrich von Rhäzüns verheiratet war; in zweiter mit Heinrich von Montalt. Über sie gelangte die Stammherrschaft der von Belmont 1390 an ihre Tochter aus erster Ehe Elisabeth und deren Ehemann Kaspar von Sax-Misox

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 186.