Juliana von Dalberg

Juliana von Dalberg

weiblich Datum unbekannt -


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Alle

  • Name Juliana von Dalberg
    Geburt Datum unbekannt 
    Geschlecht weiblich
    Info Ort Burg Dalberg, Rheinland-Pfalz, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Das Gebiet der späteren Burg und Herrschaft Dalberg war ursprünglich salisch. Im 12. Jahrhundert gehörte es dem Hochstift Speyer und der Bischof von Speyer hatte es als Lehen an die Familie Weyerbach vergeben[1], die sich auch selbst als „Herren von Dalberg“ bezeichneten.[2] Zu diesem Lehen gehörten die Dörfer Dalberg, das benachbarte Wallhausen, Spabrücken und Sommerloch.[3] Godebold von Weyersbach († 1185) ließ in der Zeit zwischen 1150 und 1170 die Burg in exponierter Lage errichten. 
    • Im 14. Jahrhundert erwarb Johann III. Kämmerer von Worms, der über seine erste Frau, Juliane, in die Verwandtschaft der Herren von Dalberg eingeheiratet hatte, 5 % der Burg und die Hälfte der Herrschaft Dalberg. Noch im 14. Jahrhundert starb die Familie der ersten Dalberger aus. Johann XI. Kämmerer von Worms brachte sich in dieser Zeit in den Besitz der gesamten Burg und Herrschaft und fügte fortan seinem Familiennamen Kämmerer von Worms den Zusatz „zu Dalberg“ bei. Sein Enkel, Wolfgang III., und dessen Nachkommen führten – erstmals 1375 – die Namensform Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg, was sich in der Folgezeit zu von Dalberg verschliff. 1390 oder 1400 hatte die Familie den Alleinbesitz an Burg und Herrschaft erlangt.
      1367 schloss Dieter II. († 1371) mit Pfalzgraf Ruprecht II. ein Abkommen, das dem Pfalzgrafen die Burg Dalberg öffnete und ihn im Gegenzug verpflichtete, Dieter II. im Falle von Fehden beizustehen, ein Schritt in dem Prozess einer immer engeren Anbindung des Hauses Dalberg an die Kurpfalz. Dieter II. und Dieter III. († 1398) bauten die Anlage aus, errichteten Dieterbau und Dieterturm. Weitere Baumaßnahmen erfolgten um 1439[10] und durch Dieter VI. von Dalberg 1490 bis 1500.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Dalberg
    Personen-Kennung I60340  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 15 Dez 2025

    Familie Johann III Kämmerer von Worms (Waldeck)   gest. 2 Nov 1350
    Eheschließung 1302  [1
    • Johann III. heiratete zweimal: zum ersten Mal vor dem 29. Juli 1302 Juliane, Tochter von Winand und Jutta von Spiegelberg, verwitwete von Waldeck.
    Notizen 
    • Alle seine Kinder stammten aus der ersten Ehe:
      Die bei Rübel-Blass genannte Elisabeth ist nicht auf der Liste..?
      - Mechtild (auch: Mathilde), geboren um 1303, genannt ab 1323, verstarb 1366. Sie war zweimal verheiratet, zunächst mit Merkelin von Kropsburg (genannt ab 1323, † 1345). Von diesem ersten Ehemann seiner Tochter kaufte Johann III. die Kropsburg und weitere Liegenschaften. In zweiter Ehe heiratete Mechtild Friedrich Greiffenclau zu Vollrads. Er ist zwischen 1353 und 1368 bezeugt.
      - Henekin (genannt 1326)
      - Winand I. (genannt ab 1332; † 12. März 1365) heiratete nach 1330 Demudis, Tochter von Peter von Bechtoldsheim und Demudis von Lewenstein. Sie starb am 30. Mai 1348 und wurde in der Katharinenkirche in Oppenheim bestattet.
      - Juliana war ebenfalls Nonne im Kloster Maria Himmelskron, wurde ab 1334 erwähnt und starb 1351 ebenfalls an der Pest.
      - Anna, erwähnt ab 1334, war Dominikanerin im Kloster Maria Himmelskron in Hochheim und starb 1351 an der Pest.
      - Byzelin war gleichfalls Nonne im Kloster Maria Himmelskron in Hochheim, wurde ab 1334 erwähnt und starb 1351 auch an der Pest.
      - Agnes (* um 1310; genannt zwischen 1334 und 1351) heiratete Heilmann von Bommersheim.
      - Dieter II. (* um 1306; genannt ab 1334; † 23. Juli 1371) heiratete nach 1334 die verwitwete Katharina von Scharffenstein, Tochter von Klaus und Nesa Salman zum Silberberg. Sie starb am 8. Juli 1351.
      - Elsa, erwähnt zwischen 1334 als minderjährig und 1374 heiratete Heinrich Bottendal von Trechtingshausen.
      - Gerhard VI. (* um 1305; † 21. Januar 1352) war mit einer Greta oder Margareta von Dalberg verheiratet.
    Kinder 
    +1. Elisabeth Kammerer,   geb. Worms, Rheinland-Pfalz, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Familien-Kennung F30022  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 15 Dez 2025

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Geviertes Wappen der Kämmerer und derer von Dalberg
    Geviertes Wappen der Kämmerer und derer von Dalberg
    Am Jüngeren Dalberger Hof in Mainz

    Die Dalberger Linie der Kämmerer von Worms kombinierte ihr Wappen (unter einem mit drei Spitzen abgeteilten goldenen Schildhaupt auf blauem Grund 6 silberne Lilien (3:2:1) gestellt) mit dem der ursprünglichen Herren von Dalberg (in gold ein schwarzes Ankerkreuz) und verwendeten fortan ein geviertes Wappen: Felder I und IV: Kämmerer von Worms; II und III: von Dalberg.

    Bild: Wikipedia; Andreas Praefcke - Selbst fotografiert
    © CC BY 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
    Stammwappen der Kämmerer von Worms
    Stammwappen der Kämmerer von Worms
    Scheibler'sches Wappenbuch , älterer Teil Dalberg Kämmerer von Worms

    Die Dalberger Linie der Kämmerer von Worms kombinierte ihr Wappen (unter einem mit drei Spitzen abgeteilten goldenen Schildhaupt auf blauem Grund 6 silberne Lilien (3:2:1) gestellt) mit dem der ursprünglichen Herren von Dalberg (in gold ein schwarzes Ankerkreuz) und verwendeten fortan ein geviertes Wappen: Felder I und IV: Kämmerer von Worms; II und III: von Dalberg.

    Bild: Wikipedia; verschiedene unbekannte Künstler - Bayerische Staatsbibliothek Cod.icon. 312 c 1450 - 1480
    © Gemeinfrei

    Orte
    Burgruine Dalberg
    Burgruine Dalberg
    Ansicht aus südwestlicher Richtung

    Burg Dalberg, auch Dalburg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg im Tal des Gräfenbachs, der über den Ellerbach bei Bad Kreuznach in die Nahe mündet, sie erhebt sich über die Ortsgemeinde Dalberg im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Der Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg führt unmittelbar an der Burg vorbei.

    Bild: Wikipedia; Trexico69 - Eigenes Werk
    © CC BY-SA 3.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Dalberg_(Adelsgeschlecht)

      Dalberg (Adelsgeschlecht)

      Die Herren und Freiherren von Dalberg waren ein deutsches Uradelsgeschlecht mit Schwerpunkt am Oberrhein. Sie bildeten einen jüngeren Zweig der Familie der Kämmerer von Worms, der ab 1315 sukzessive das Erbe einer älteren, dann erloschenen Familie von Dalberg auf Burg Dalberg antrat.

      Sie stellten im Heiligen Römischen Reich bedeutende Amtsträger, darunter drei Fürstbischöfe, zwei davon Kurfürsten. Das bedeutendste Familienmitglied war der letzte Mainzer Kurfürst und Erzbischof Karl Theodor von Dalberg (1744–1817), der auch noch nach dem Ende des Alten Reiches als Fürstprimas des Rheinbundes, als Großherzog von Frankfurt und als Regent im Fürstentum Regensburg einer der einflussreichsten Politiker und Intellektuellen seiner Zeit war.

      Im 14. Jahrhundert erwarb Johann III. Kämmerer von Worms, der über seine erste Frau, Juliane, in die Verwandtschaft der Herren von Dalberg eingeheiratet hatte, Anteile an der Herrschaft Dalberg. Doch starb diese erste Dalberger Linie der Kämmerer von Worms 1375 aus. Johann XI. Kämmerer von Worms brachte sich in dieser Zeit in den Besitz der gesamten Burg und Herrschaft und fügte fortan seinem Familiennamen Kämmerer von Worms den Zusatz „zu Dalberg“ bei. Sein Enkel, Wolfgang III., und dessen Nachkommen führten – erstmals 1375 – die Namensform Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg, oder kurz von Dalberg. 1390 oder 1400 hatte die Familie den Alleinbesitz an Burg und Herrschaft erlangt. Zu diesem Lehen gehörten die Dörfer Dalberg, das benachbarte Wallhausen, Spabrücken und Sommerloch.

      Die zweite Dalberger Linie der Kämmerer spaltete sich im 15. Jahrhundert mit dem kurpfälzischen Hofmarschall Wolfgang III. Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg, als jüngere Linie von den übrigen Kämmerern von Worms ab und führte nun den Namen Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg. Dies wurde in der Folgezeit im allgemeinen Gebrauch auf ein von Dalberg verkürzt. Wie die Mitglieder der Herkunftsfamilie waren auch die von Dalberg freie Reichsritter.

      Um 1560/1565 zog die Familie von der Burg Dalberg auf das im Tal gelegene, neu erbaute Gut Wallhausen um. Die Burg diente aber noch weiter als militärische Anlage. 1750 ließ Hugo Philipp Eckenbert von Dalberg-Wallhausen baufällige Gebäude auf der Burg einreißen und verwendete das Material, um das Schloss Wallhausen auszubauen. Wallhausen und der Dalberg fielen nach dem Aussterben der Familie im Mannesstamm 1940 an deren Erben, die Linie der Prinzen zu Salm-Salm-Dalberg.

      In der Reformation blieb die Familie überwiegend römisch-katholisch. Das eröffnete ihren Mitgliedern weiterhin den Zugang auch zu geistlichen Positionen, auch nachdem 1555 das Reservatum ecclesiasticum eingeführt worden war, sowie den Zugang auch zu weltlichen Ämtern in den oberrheinischen Bistümern und den Kurstaaten Mainz und Trier.

      Lutherisch wurden nur Philipp V. und sein Sohn, Eberhard II.[8] Nach dem Grundsatz Cuius regio, eius religio wurden nun in den von ihnen beherrschten Dörfern Abenheim und Herrnsheim (heute beide Stadtteile von Worms) Kirchen und Dorfbevölkerung lutherisch. Da mit Eberhard II. allerdings diese Linie der Dalberger ausstarb, erbten römisch-katholische Dalberger die Dörfer. 1635 war die Kirche in Herrnsheim endgültig wieder römisch-katholisch.

      Freiherrenstand
      Am 22. September 1653 erhielt die Familie durch Kaiser Ferdinand III. den Reichsfreiherrentitel verliehen. Faktisch begünstigt waren dadurch die damals lebenden vier Agnaten in drei unterschiedlichen Familienzweigen und deren Familien

      Wolfgang Hartmann zu Bucholt (1605–1654), Kurmainzischer Rat und Oberamtmann in Höchst
      Wolfgang Eberhard I. (1614–1676), Hofmarschall und Rat des Bischofs von Speyer, Oberamtmann in Kirrweiler und Deidesheim
      Johann XXV. (um 1618–1670), kurmainzischer Rat, Oberamtmann in Nieder-Olm und Gau-Algesheim
      Philipp Franz Eberhard von Dalberg (1635–1693), seit 1671 Reichskammergerichtspräsident
      Die Verleihung des Freiherrentitels bezog sich nur noch auf das von Dalberg, der ältere Namenszusatz Kämmerer von Worms wurde damit nun auch offiziell aufgegeben, auch wenn diese Herkunft selbstverständlich präsent blieb.

      Neuzeit
      Mit dem Zusammenbruch des Alten Reichs verloren auch die Dalbergs das bisherige ständische Versorgungsnetz als Reichsritter. Insbesondere die Pfründe der Domherrenstellen fielen weg. Außerdem ging im Zuge der französischen Besetzung und Annexion ein erheblicher Teil des linksrheinisch gelegenen Vermögens verloren. Ein Teil der Familie orientierte sich daraufhin zum Kaisertum Österreich. Dies fiel um so leichter, als Friedrich Karl Anton von Dalberg 1809 die Herrschaften Datschitz in Mähren und Maleschau in Böhmen geerbt hatte. Für die nächsten knapp eineinhalb Jahrhunderte bildeten diese den Mittelpunkt der längst überlebenden Linie des Hauses Dalberg.

      Als eines der freiherrlichen Geschlechter erhielt die Familie in der Folge einen erblichen Sitz im Herrenhaus, dem Oberhaus des österreichischen Reichsrates, sowie im bayerischen Reichsrat, dem Oberhaus der Bayerischen Ständeversammlung.

      Die Tochter des Herzog Emmerich Joseph von Dalberg, Marie Louise, verwitwete Lady Acton, ließ das Schloss Herrnsheim ab 1837 von Ignaz Opfermann umbauen. Ihr Sohn, Lord Dalberg-Acton, verkaufte die Anlage aber 1883 an den Wormser Lederwarenfabrikanten Cornelius Wilhelm von Heyl zu Herrnsheim.

      Das Adelsgeschlecht ist mit Johannes Evangelist von Dalberg (1909–1940), im Mannesstamm erloschen. Über seine Cousine, Maria Anna von und zu Dalberg (1891–1979), fiel das Erbe mit Schloss Wallhausen und den böhmischen Besitzungen an eine Nebenlinie des Fürstenhauses Salm-Salm. Die böhmischen Besitzungen wurden allerdings durch die Tschechoslowakei 1945 enteignet.

      Mehr unter dem Link oben..

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 51.