- Unterrätien (Niederrätien)
Karolingische Grafschaft nördlich des Rätikon und der Landquart, aus der Zweiteilung von Churrätien im 10. Jahrhundert entstanden. Umfasste das ministerium vallis drusiana (Walgau) mit ganz Vorarlberg und das ministerium in planis mit dem heutigen Liechtenstein, dem Sarganser- und dem Gasterland bis Schänis sowie Maienfeld. Von den Grafen von Bregenz kam Unterrätien über die Grafen von Tübingen an die Grafen von Montfort und von Werdenberg und zerfiel im Spätmittelalter in die Herrschaften Feldkirch, Werdenberg, Sargans, Vaduz, Sonnenberg, Blumenegg, Bludenz und Montafon sowie Maienfeld (Bündner Herrschaft).
Zitat aus: https://historisches-lexikon.li/Rätikon
Autor: Max Hilfiker | Stand: 31.12.2011
- Die geographische Bezeichnung «Rätien» wurde im ganzen Mittelalter und vermehrt wieder im 18. und 19. Jahrhundert für den Freistaat der drei Bünde verwendet. Der Zusatz Chur-Rätien verschwand endgültig im 19. Jahrhundert. Als am 21. April 1799 der ehemalige Freistaat der drei Bünde als neuer Kanton in die Helvetische Republik aufgenommen wurde, erhielt dieser vorerst die Bezeichnung «Kanton Rätien», später Kanton Graubünden.
Mehr mit Karten: https://de.wikipedia.org/wiki/Churrätien
|