| Notizen |
- Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/024035/2009-10-29/
Gabriel von May
♒︎ 26.2.1661 Bern, ✝︎ 14.2.1747 Bern, ref., von Bern. Sohn des Bernhard, Kleinrats, und der Katharina Willading. Enkel des Hans Rudolf Willading. 1710 Juliana Margaretha Effinger, Tochter des Franz Christoph Effinger. Herr von Hünigen. M. begann eine Militärkarriere in franz. Diensten, wechselte 1693 auf die holländ. Seite und trat in das neu geschaffene Regiment von Mülinen. Als Oberst und Eigentümer dieses Regiments ab 1697 avancierte er nach mehreren Feldzügen im Span. Erbfolgekrieg 1709 zum Brigadier. In der verlustreichen Schlacht von Malplaquet 1709 stiess sein Regiment mit demjenigen unter franz. Fahne kämpfenden von Hans Rudolf zusammen. Er quittierte 1717 den Dienst, versah 1718-24 als langjähriger Berner Grossrat (ab 1701) die Landvogtei Moudon und gelangte 1735 in den Berner Kl. Rat.
Version vom: 29.10.2009
Autorin/Autor: Hans Braun
- Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/May_(Patrizierfamilie)
May (Patrizierfamilie)
Die Familie von May ist eine Berner Patrizierfamilie, die als Kaufmannsfamilie mit Namen de Madis aus Introzzo in der Lombardei einwanderte. Ein 1537 nach Augsburg eingewanderter Zweig wurde 1627 zum dortigen Patriziat aufgenommen, nachdem sie bereits 1605 in Johann Siebmachers Wappenbuch zu den Ehrbaren Geschlechtern Augsburgs gezählt wurden.
Geschichte
Seit ungefähr 1404 besitzt das Geschlecht das Burgerrecht der Stadt Bern und seit 1434 gehört es der Gesellschaft zu Mittellöwen an. 1446 gehörte erstmals ein Familienmitglied dem Grossen Rat an. 1448 hatte die Familie ein vergleichsweise bescheidenes Vermögen von 900 Gulden. Ihr gelang es aber, sich im 15. Jahrhundert in der städtischen Gesellschaft zu etablieren und mit den damals führenden Ratsgeschlechtern verwandtschaftliche Beziehungen einzugehen. Bartholomäus May, der Sohn von Jakob May, gehörte zu den reichsten Bernern und versteuerte 1494 ein Vermögen von etwa 13.300 Gulden. Er wurde im gleichen Jahr als erster Bürger mit italienischer Abstammung in den Kleinen Rat gewählt.
Angehörige der Familie besassen oder besitzen mehrere Häuser an der Münstergasse, Schloss Hünigen, Schloss Ursellen, Schloss Toffen, Schloss Rued, Schloss Brestenberg, Schloss Schöftland und das Rebgut Belletruche.
In Schaffhausen befindet sich noch heute das Haus zum Ritter, mit den bedeutenden Spätrenaissance-Fassadenmalereien, die das Allianzwappen des Christoph von Waldkirch († 1570) und der Ursula May (verheiratet 1544) wiedergeben. Christoph von Waldkirch war durch seinen Schwiegervater Benedict May von Rued in den Besitz von dessen Gerichtsherrschaft Marthalen gekommen, welche den May von Bern bis 1561 gehörte.
In Johann Siebmachers Wappenbuch von 1605 ist das Wappen der May bei den ehrbaren Geschlechtern der Reichsstadt Augsburg dargestellt, allerdings verballhornt mit Greifen statt Löwen im Schild. Bartholomäus II. May († 1576) war es, der 1537 nach Augsburg auswanderte. Kaiser Karl V. erkannte ihm und seinen Brüdern 1551 einen Adelsbrief zu. 1561–1576 gehörte er dem kleinen Rat Augsburgs als Vertreter der Gesellschaft der Mehrer[6] an. Sein Enkel Marcus von May († 1643) wurde Mitglied des Stadtgerichts und 1631 Bürgermeister von Augsburg.1627 erfolgte für ihn zu Prag die kaiserliche Aufnahme zu den edlen und ratsfähigen Geschlechtern als Patrizier von Augsburg.
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