Graf Eberhard I. von Sayn-Wittgenstein

Graf Eberhard I. von Sayn-Wittgenstein

männlich 1440 - 1494  (54 Jahre)


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  • Name Eberhard I. von Sayn-Wittgenstein
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_I._(Wittgenstein)

      Eberhard I. war der zweite Sohn von Georg von Sayn, Graf zu Wittgenstein (1392–1469) und der Elisabeth von der Mark, Tochter des Eberhard II. von der Marck-Arenberg. Er wurde um 1440 geboren, vielleicht auf Schloss Wittgenstein, seinen Namen erhielt er nach seinem Großvater mütterlicherseits als Taufpaten.

      Zu Lebzeiten seines Vaters nahm Eberhard I. von Wittgenstein als jüngerer Sohn typische Kriegsdienste seiner Zeit. Er trat ab dem 6. Dezember 1461 im Rahmen der der Mainzer Stiftsfehde für ein Jahr mit 19 gerüsteten Pferden in den Dienst Graf Philipps I. von Katzenelnbogen auf der Seite des (letztendlich unterlegenen) Erzbischofs Diether von Isenburg und seinem Verbündeten Kurfürst Friedrich dem Siegreichen von der Pfalz. In dieser Konstellation dürfte Eberhard von Wittgenstein am 30. Juni 1462 auf der Siegerseite an der Schlacht bei Seckenheim teilgenommen haben. Graf Philipp und mit ihm vermutlich auch Graf Eberhard gerieten allerdings in Bedrängnis, als die Truppen Erzbischofs Adolf von Nassau am 27. Oktober 1462 die Stadt Mainz eroberten und sie sich nur mit Not über die Stadtmauer retten konnten.

      Nach dem Tod ihres Vaters 1469 übernahmen die Brüder Johann und Eberhard zunächst gemeinsam die Regierung der Grafschaft Wittgenstein. Das war die Voraussetzung für eine Heirat. Eberhard I. vermählte sich 1472 mit Margarete der Jüngeren von Rodemachern (* um 1450; † 1509 Schloss Berleburg), der Tochter von Gerhard von Rodemachern und Margarethe von Rodemachern († 1490), diese wiederum Tochter der bedeutenden Literatin Elisabeth von Lothringen. Die Mitgift der Braut betrug die große Summe von 8000 Gulden. Bei einer Erbteilung gelangten später verschiedene Bücher aus dem Besitz der Elisabeth von Lothringen nach Wittgenstein.

      1472 wurde die Erbverbrüderung des Grafenhauses mit Landgraf Heinrich III. von Hessen erneuert, zu der auch das Offenrecht der Wittgensteiner Burgen für Hessen gehörte. Im selben Jahr wurde Eberhard I. von Graf Johann von Nassau-Breda zum Amtmann im Herzogtum Limburg ernannt. Hier festigten sich Beziehungen in den burgundischen Raum und Eberhard I. von Sayn-Wittgenstein wurde damals zum Rat und Kämmerer von Karl dem Kühnen von Burgund ernannt. Eberhard war aber im Kölner Krieg kein Parteigänger des Burgunderherzogs. Er diente der Stadt Köln 1474 als Hauptmann eines Fähnleins und beteiligte sich an der Eroberung der Feste Bachum.

      1478 wurden die Einnahmen und die Zuständigkeiten neu vereinbart: Eberhard erhielt als kleineren Teil Amt und Schloss Richstein und die Vogtei Elsoff, während Johann die Ämter und Schlösser Wittgenstein und Berleburg, das Amt Erntebrück und die Zeche Banfe zufielen.[4] Allerdings verzichtete der Bruder Johann bereits im folgenden Jahr auf die Herrschaft und Eberhard übernahm die gesamte Grafschaft Wittgenstein. 1493 wurde diese dann endgültig als Lehen den Landgrafen von Hessen aufgetragen und von Kaiser Maximilian I. bestätigt. Wittgenstein erhielt dafür 29 Gulden Manngeld jährlich.

      Als Graf Eberhard I. 1494 starb, waren seine Söhne noch minderjährig. Die Regierung in der Grafschaft wurde deshalb von seiner Witwe Margarete übernommen, bis sie sich um 1506 auf ihren Witwensitz auf Schloss Berleburg zurückzog.
    Titel Graf
    Geburt cir 1440 
    Geschlecht männlich
    Titel (genauer) 1479 - 1494  Grafschaft Wittgenstein Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Graf von Wittgenstein 
    • Das Wittgensteiner Land (geläufiger Wittgenstein, mundartlich Wittgestee) ist eine Region im Kreis Siegen-Wittgenstein, zu kleinen Anteilen auch im Hochsauerlandkreis, in Nordrhein-Westfalen. Es ist praktisch deckungsgleich mit dem ehemaligen Kreis Wittgenstein, der innerhalb des neuen Kreises Siegen-Wittgenstein in nur noch drei Gemeinden (Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück) zusammengefasst wurde.
      Zusätzlich zähl(t)en die Höhendörfer Hoheleye, Langewiese, Neuastenberg und Mollseifen nordöstlich von Bad Berleburg, die bei der Gebietsreform Stadtteile von Winterberg (Hochsauerlandkreis) wurden, dazu, wenngleich sie, auch aufgrund der Ausgliederung, heute oft dem Sauerland zugerechnet werden.
      Der für die Region zumeist verwendete Landesname Wittgenstein ist Ursprung des Namens des früheren gleichnamigen Landkreises, des heutigen zweiten Namensbestandteils des Kreises Siegen-Wittgenstein und sämtlicher Familiennamen, die ihn beinhalten.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Wittgensteiner_Land
    Info Ort Schloss Wittgenstein, Bad-Laaspe, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Das Schloss Wittgenstein liegt zwischen Lahn und Laasphebach oberhalb der Stadt Bad Laasphe in Nordrhein-Westfalen auf einem 470 m hohen Berg.
      Eine Burg an dieser Stelle wird 1187 erstmals als „Widenkindigstein“ urkundlich erwähnt. Zuvor hatte sich 1174 ein Graf Werner I. nach der Burg genannt (Werner I. von Battenberg und Wittgenstein), die damals also existiert haben muss. Für eine ältere Gründung gibt es zurzeit keine Belege; vielleicht wurde die Burg um die Mitte des 12. Jahrhunderts von einem Mitglied des Grafenhauses von Reichenbach/Ziegenhain angelegt und gelangte etwas später in die Hände von Graf Werner I., der sie zum Aufbau einer eigenständigen Herrschaft nutzte.
      Im Jahre 1190 schloss Graf Werner I. einen Vertrag mit dem Erzbischof von Mainz, Konrad I. von Wittelsbach, demgemäß er dem Erzstift gegen eine Geldzahlung die Burg Wittgenstein aufzutragen versprach und sie von diesem als Lehen zurückerhalten sollte. Der Erzbischof blieb jedoch einen Teil der Zahlung schuldig, sodass der Vertrag nicht in Kraft trat und Werner sich schon nach einigen Jahren wieder aus der damit verbundenen Abhängigkeit von Mainz befreien konnte. Erst in einem Vertrag mit Werners Söhnen Werner II., Widekind I. und Hermann vom 2. September 1223 gelang es dem neuen Erzbischof Siegfried II., die Auftragung der Burg Wittgenstein an das Erzstift zu erlangen und sie ihnen zu Lehen zu geben.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Wittgenstein
    Tod 1494  Schloss Wittgenstein, Bad-Laaspe, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I62117  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 11 Feb 2026

    Familie Margarethe von Rodemachern,   geb. cir 1450   gest. 1509 (Alter 59 Jahre)
    Eheschließung 1472 
    Notizen 
    • Eberhard I. hatte aus seiner Ehe mit Margarete der Jüngeren von Rodemachern folgende vier legitime Söhne:
      - Wilhelm (* 24. August 1488 auf Schloss Wittgenstein über Bad Laasphe; † 18. April 1570 auf Schloss Wittgenstein)
      - Johann (* 1489 auf Schloss Wittgenstein über Bad Laasphe; † 2. April 1551 auf Schloss Berleburg)
      - Georg († 1558)
      - Ludwig
    Kinder 
    +1. Margarethe (Margaretha) von Sayn-Wittgenstein,   geb. 1460   gest. 1522 (Alter 62 Jahre)
    Familien-Kennung F31122  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 11 Feb 2026

  • Ereignis-Karte
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    Link zu Google MapsInfo Ort - - Schloss Wittgenstein, Bad-Laaspe, DE Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - 1494 - Schloss Wittgenstein, Bad-Laaspe, DE Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos Mittelalter
    Graf Eberhard I. von Sayn-Wittgenstein
    Graf Eberhard I. von Sayn-Wittgenstein
    Eberhard von Sayn, Graf zu Wittgenstein (1440–1494), Ölporträt (Ausschnitt), unbek. Maler, ca. 1470. Provenienz: Schloss Berleburg

    Bild: Wikipedia; Dieter Bald - Eigenes Werk - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Dieter_Bald
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    Wappen, Siegel, Münzen
    Sayn - Wappen
    Sayn - Wappen
    Stammwappen der Grafen von Sayn.
    Die Grafschaft Sayn und das erste Haus Sayn hatten folgendes Stammwappen: In Rot ein goldener, hersehender Löwe (Gelöwter Leopard), blau bewehrt und gezungt, Schwanz gespalten. Auf dem Helm mit rot-goldenen Decken ein wachsendes goldenes Widderhorn.

    (Bild: Wikipedia; unbekannt - GHdA Band 125, 2001 Adelslexikon - © Gemeinfrei -)

    Orte
    Wittgenstein & Laasphe
    Wittgenstein & Laasphe
    Schloss Wittgenstein von Matthäus Merian in seiner Topographia Hassiae

    Bild: Wikipedia; Matthäus Merian - scan of the historical book by http://www.digitalis.uni-koeln.de/digitaletexte.html
    © Gemeinfrei