Volkwin II. von Schwalenberg

Volkwin II. von Schwalenberg

männlich 1125 - 1178  (53 Jahre)


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  • Name Volkwin II. von Schwalenberg
    • Durch seine erste Ehe mit Luitgard von Ziegenhain, Tochter des Grafen Poppo I. von Reichenbach, kam er in den Besitz der Burg Waldeck an der Eder, und nach dieser nannten seine Nachfahren sich ab 1180 Grafen von Waldeck. Als Volkwin I. von Waldeck wurde er somit ein Stammvater des Hauses Waldeck.
    Geburt 1125 
    Geschlecht männlich
    Titel (genauer) Grafschaft Schwalenberg Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Graf von Schwalenberg 
    • Die Grafschaft Schwalenberg der Grafen von Schwalenberg war ein historisches mittelalterliches Territorium im heutigen westfälisch-nordhessischen Raum. Eine abgespaltene Linie blüht noch heute, die Grafen und späteren Fürsten zu Waldeck und Pyrmont.
      Die Angehörigen der Familie waren zunächst billungische und welfische Lehnsgrafen. Erstmals erscheinen sie wohl im Jahre 1031 mit einem Grafen Widekind im Wetigau, aber als erster Angehöriger des Geschlechts sicher belegt ist erst Widekind I. im Jahre 1127. Ihren Sitz hatten sie ursprünglich auf der Oldenburg bei Marienmünster. In deren unmittelbarer Nähe stifteten Widekind I. und seine Frau Lutrud von Itter 1127 auf Anraten seines Cousins (oder Schwagers), des Paderborner Bischofs Bernhard I. von Oesede, die Benediktiner-Abtei Marienmünster als Sühnekloster.
      Graf Volkwin III. gründete in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Stadt und Burg Schwalenberg, westlich der oberen Weser. Aus dem Geschlecht gingen auch verschiedene Bischöfe von Paderborn hervor.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Schwalenberg
    Titel (genauer) Grafschaft Waldeck Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Graf von Waldeck als Volkwin I. 
    • Das Haus Waldeck ist ein deutsches Hochadelsgeschlecht. Ihm entsprangen die Grafen von Waldeck, denen ab dem frühen 17. Jahrhundert außerdem die Grafschaft Pyrmont unterstand. Sie gehörten seit 1712 dem erblichen Fürstenstand an und regierten bis zur Abdankung 1918 ihr seit 1848 staatsrechtlich vereintes Land Waldeck-Pyrmont, das heute im Norden Hessens (im Landkreis Waldeck-Frankenberg) und Süden Niedersachsens (Landkreis Hameln-Pyrmont) liegt.
      Das Haus Waldeck ist die einzige noch blühende Linie der mittelalterlichen Grafen von Schwalenberg mit ihrem Ahnherrn Widekind I. († 1136/37), die umfangreichen Territorialbesitz in der heutigen Region Ostwestfalen-Lippe und angrenzenden niedersächsischen Gebieten hatten. Widekinds Sohn Volkwin II. (1125–1177/78) heiratete in der Mitte des 12. Jahrhunderts Luitgard, die Tochter und Erbin des Grafen Poppo I. von Reichenbach († 1156). So gelangten die Schwalenberger in den Besitz der im heutigen Nordhessen gelegenen Burg Waldeck und umliegender Ländereien, die zur Grundlage des bis ins 20. Jahrhundert bestehenden waldeckischen Herrschaftsgebiets wurden.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Waldeck
    Tod 1177/78 
    Personen-Kennung I62565  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 19 Feb 2026

    Vater Graf Widekind I. von Schwalenberg   gest. 11 Jun 1136/1137
    Mutter Lutrud von Itter   gest. nach 22 Mrz 1149
    Familien-Kennung F31374  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Luitgard von Ziegenhain
    Eheschließung
    • Er heiratete zuerst Luitgard von Ziegenhain, Tochter des Grafen Poppo I. von Reichenbach und Erbin von Waldeck; diese Ehe wurde 1161 wegen Kinderlosigkeit geschieden.
    Scheidung 1161 
    Familien-Kennung F31372  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 18 Feb 2026

    Familie 2 Lutrud
    Notizen 
    • Aus dieser Ehe stammten:
      - Wittekind (* um 1162; † 1190 auf Kreuzzug), 1178 Graf von Schwalenberg, 1184 Graf von Waldeck
      - Hermann (* um 1163; † um 1224), bis 1189 Graf von Schwalenberg, ab 1184 Graf von Waldeck; erwarb Brilon, 1189 Vogt von Paderborn, verlor die Vogteien Arolsen und Flechtdorf, und verarmte völlig.
      - Heinrich (* um 1165; † vor September 1214), ⚭ Heseke von Dassel († 25. Juli 1220)
      - Volkwin (* um 1170; † nach 1243), 1185 Domherr in Paderborn, 1224 Propst des Stifts Busdorf
    Kinder 
    +1. Graf Heinrich I. von Schwalenberg,   geb. cir 1165   gest. vor 21 Sep 1214 (Alter 49 Jahre)
    +2. von Schwalenberg
    Familien-Kennung F31371  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 19 Feb 2026

  • Ereignis-Karte
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  • Wappen, Siegel, Münzen
    Schwalenberg - Wappen
    Schwalenberg - Wappen
    Stammfwappen der Grafen von Schwalenberg

    Das Wappen zeigt in Rot einen achtstrahligen goldenen Stern, auf dem eine silberne Schwalbe sitzt. Auf dem gekrönten Helm mir rot-goldenen Decken Stern und Schwalbe zwischen einem roten Flug.

    Bild: Wikipedia; Adolf Matthias Hildebrandt (1844-1918) - https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Matthias_Hildebrandt - User:Rode raaf - wiki-commons.genealogy.net SVG is Eigenes Werk
    © Gemeinfrei
    von Waldeck - Wappen
    von Waldeck - Wappen
    Stammwappen der Grafen von Waldeck

    Blasonierung des Stammwappens des Hauses Waldeck: „In Gold ein achtstrahliger schwarzer Stern. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein offener, je mit dem Stern belegter goldener Flug.“

    Blasonierung des ursprünglichen Stammwappens des Hauses Waldeck: „In Gold ein achtstrahliger schwarzer Stern. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein mit sieben goldenen Federn bestecktes, schildartiges Schirmbrett, darin in Gold der achtstrahlige, schwarze Stern.“ Aus dem Federschirmbrett entwickelte sich der offene Flug.

    Bild: Wikipedia; Autor unbekannt - nach Blasonierung und Muster der Wappen im de:GHdA neu erstellt
    © Gemeinfrei

    Orte
    Schloss Waldeck
    Schloss Waldeck
    Schloss Waldeck am Edersee von der 1,5 Kilometer entfernten Kanzel aus gesehen.

    Bild: Wikipedia; Membeth - Eigenes Werk
    © CC0 - https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Volkwin_II._(Schwalenberg)

      Volkwin II. (Schwalenberg)

      Volkwin II. von Schwalenberg (* 1125; † 1177/78) war ein Sohn des Grafen Widekind I. von Schwalenberg († 1136/37) und dessen Frau Lutrud von Itter († 22. März 1149). Er entstammte damit dem Adelsgeschlecht Schwalenberg und folgte 1137 seinem Vater als Graf von Schwalenberg. Durch seine erste Ehe mit Luitgard von Ziegenhain, Tochter des Grafen Poppo I. von Reichenbach, kam er in den Besitz der Burg Waldeck an der Eder, und nach dieser nannten seine Nachfahren sich ab 1180 Grafen von Waldeck. Als Volkwin I. von Waldeck wurde er somit ein Stammvater des Hauses Waldeck.

      Volkwin war ein unbequemer Zeitgenosse, der – oft zusammen mit seinem Bruder Wittekind II. – in zahlreiche Fehden mit benachbarten Grundherren verwickelt war, insbesondere mit dem Hochstift Paderborn, dem Erzbistum Köln, seinen Lehnsherren im Kloster Corvey und den Grafen von Arnsberg, die bedeutende Rechte an die Schwalenberger verloren hatten.

      Er erwarb die Vogteien über die Klöster Willebadessen, Flechtdorf und Aroldessen, letzteres eine Stiftung seiner Großmutter Gepa von Itter. Über seine Mutter erwarb er weiten Besitz im Raum Korbach-Arolsen.

      1144 stifteten er und die Familie seines Schwiegervaters Poppo I. von Reichenbach das Kloster Aulisburg-Haina.

      Nach der Absetzung der Äbtissin Judith von Northeim im Jahre 1146 versuchte er, seine Nichte Judith von Lara als Äbtissin des Klosters Kemnade einzusetzen, scheiterte jedoch am Widerstand des Abtes Wibald von Corvey und an der Inkorporation des Klosters Kemnade in das Kloster Corvey. Dies war möglicherweise eine Ursache für die späteren Auseinandersetzungen zwischen Abt Wibald und den Grafen von Schwalenberg. 1148 hatte Wibald ihn für die Dauer seiner Abwesenheit zum Schutz der Abteigüter eingesetzt; bei dieser Gelegenheit raubte Volkwin den in Höxter ansässigen Klosterministerialen 150 Mark. 1152 überfielen er, sein Bruder und ihre Gefolgsleute den dem Kloster Corvey gehörenden Ort Höxter. Sie plünderten drei Tage lang, erpressten von den reichen Bürgern Lösegeld, und rissen die Stadtmauer nieder. Möglicherweise wollten sie mit dem Überfall ihre Besitzansprüche auf Höxter dokumentieren. Dies war nur mit stillschweigender Duldung durch ihren Lehnsherrn Heinrich den Löwen möglich. Wegen seiner ständigen Übergriffe auf Höxter und Corvey wurde Volkwin schließlich die Vizevogtei über Corvey entzogen.

      Als Vasall Heinrichs des Löwen war er jahrelang dessen treuer Parteigänger und nahm an zahlreichen Feldzügen des Herzogs teil. Wie die meisten westfälischen Grafen wurde er jedoch später Heinrichs Gegner.