Graf Heinrich IV. von Waldeck

Graf Heinrich IV. von Waldeck

männlich 1290 - 1348  (58 Jahre)


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Heinrich IV. von Waldeck
    Titel Graf
    Geburt cir 1282/1290 
    Geschlecht männlich
    Titel (genauer) 1305 bis 1344  Grafschaft Waldeck Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Graf von Waldeck. Er war der zweite regierende Graf mit diesem Namen, und daher existiert auch die Zählung Heinrich II. Aber da es im Haus Waldeck zuvor die nichtregierenden Heinrich II. und Heinrich III. gab, ist meist die Zählung als Heinrich IV. üblich. 
    • Das Haus Waldeck ist ein deutsches Hochadelsgeschlecht. Ihm entsprangen die Grafen von Waldeck, denen ab dem frühen 17. Jahrhundert außerdem die Grafschaft Pyrmont unterstand. Sie gehörten seit 1712 dem erblichen Fürstenstand an und regierten bis zur Abdankung 1918 ihr seit 1848 staatsrechtlich vereintes Land Waldeck-Pyrmont, das heute im Norden Hessens (im Landkreis Waldeck-Frankenberg) und Süden Niedersachsens (Landkreis Hameln-Pyrmont) liegt.
      Das Haus Waldeck ist die einzige noch blühende Linie der mittelalterlichen Grafen von Schwalenberg mit ihrem Ahnherrn Widekind I. († 1136/37), die umfangreichen Territorialbesitz in der heutigen Region Ostwestfalen-Lippe und angrenzenden niedersächsischen Gebieten hatten. Widekinds Sohn Volkwin II. (1125–1177/78) heiratete in der Mitte des 12. Jahrhunderts Luitgard, die Tochter und Erbin des Grafen Poppo I. von Reichenbach († 1156). So gelangten die Schwalenberger in den Besitz der im heutigen Nordhessen gelegenen Burg Waldeck und umliegender Ländereien, die zur Grundlage des bis ins 20. Jahrhundert bestehenden waldeckischen Herrschaftsgebiets wurden.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Waldeck
    Tod 1 Mai 1348 
    Beerdigung Grabkapelle St. Nikolaus, Kloster Marienthal, Netze, Hessen, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Heinrich wurde in der Grabkapelle St. Nikolaus im Kloster Marienthal in Netze bestattet. Dort existiert auch heute noch seine Grabplatte.
    Personen-Kennung I62579  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 20 Feb 2026

    Vater Graf Otto I von Waldeck   gest. Nov 1305
    Mutter Sophie von Hessen,   geb. 1264   gest. 1331 (Alter 67 Jahre)
    Eheschließung cir 1275 
    Familien-Kennung F11630  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Adelheid von Kleve   gest. nach 7 Nov 1320
    Kinder 
    +1. Otto II. von Waldeck,   geb. vor 1307   gest. 1369 (Alter 62 Jahre)
    Familien-Kennung F31380  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 19 Feb 2026

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsTitel (genauer) - Graf von Waldeck. Er war der zweite regierende Graf mit diesem Namen, und daher existiert auch die Zählung Heinrich II. Aber da es im Haus Waldeck zuvor die nichtregierenden Heinrich II. und Heinrich III. gab, ist meist die Zählung als Heinrich IV. üblich. - 1305 bis 1344 - Grafschaft Waldeck Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeerdigung - - Grabkapelle St. Nikolaus, Kloster Marienthal, Netze, Hessen, DE Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    von Waldeck - Wappen
    von Waldeck - Wappen
    Stammwappen der Grafen von Waldeck

    Blasonierung des Stammwappens des Hauses Waldeck: „In Gold ein achtstrahliger schwarzer Stern. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein offener, je mit dem Stern belegter goldener Flug.“

    Blasonierung des ursprünglichen Stammwappens des Hauses Waldeck: „In Gold ein achtstrahliger schwarzer Stern. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein mit sieben goldenen Federn bestecktes, schildartiges Schirmbrett, darin in Gold der achtstrahlige, schwarze Stern.“ Aus dem Federschirmbrett entwickelte sich der offene Flug.

    Bild: Wikipedia; Autor unbekannt - nach Blasonierung und Muster der Wappen im de:GHdA neu erstellt
    © Gemeinfrei

    Orte
    Schloss Waldeck
    Schloss Waldeck
    Schloss Waldeck am Edersee von der 1,5 Kilometer entfernten Kanzel aus gesehen.

    Bild: Wikipedia; Membeth - Eigenes Werk
    © CC0 - https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_IV._(Waldeck)


      Heinrich IV. (Waldeck)

      Er war der älteste Sohn Ottos I. von Waldeck und dessen Frau Sophia von Hessen, Tochter des Landgrafen Heinrich I. von Hessen. Er selbst heiratete 1304 Adelheid von Cleve († nach 26. Juli 1327). Mit dieser hatte er mehrere Kinder. Otto II. war der Älteste und wurde Nachfolger seines Vaters. Dietrich war Domherr in Köln, Münster und Mainz. Heinrich V. war ebenfalls Domherr und hatte Präbenden in Köln und Minden inne; er wurde Propst von Minden. Die Tochter Elisabeth († vor 22. Juni 1385) heiratete den Grafen Johann zu Nassau-Hadamar († 20. Januar 1365), Sohn des Grafen Emich I., und die Tochter Armgard wurde Gräfin von Diepholz. Über die Tochter Mechthild ist nichts Weiteres bekannt.

      Regentschaft
      Heinrich war wie sein Vater seit 1305 Amtmann im Dienste des Erzstiftes Mainz im nördlichen Hessen und im Eichsfeld.

      Unmittelbar nach dem Beginn seiner Regentschaft ließ Heinrich im Jahr 1306 die Wetterburg erbauen. Darüber gab es Streit mit dem Kölner Erzbischof Heinrich II. von Virneburg. Dieser argumentierte, dass die Wetterburg im Gebiet des zu Köln gehörenden Herzogtums Westfalen läge, und verlangte den Abbruch. Heinrich meinte, die Burg sei ein altes Erbe, und er habe sie nur umgebaut. Der Fall hatte einen langen Rechtsstreit zur Folge. Der Erzbischof erwirkte von Herzog Erich von Sachsen 1310 ein für ihn günstiges Gutachten. Heinrich von Waldeck legte Einspruch ein. Ein Schiedsspruch blieb ohne Wirkung, da die Schiedsrichter jeweils parteiisch waren. Heinrich protestierte im Folgenden auch gegen die Besetzung von Marsberg durch die Kölner und deren Anspruch auf Medebach und Canstein. Bischof Ludwig von Münster, der aus dem Haus Hessen stammte und damit entfernt mit Graf Heinrich verwandt war, entschied jedoch, dass die Kölner ihre Besatzung in Marsberg bis zur Zerstörung der Wetterburg aufrechterhalten durften. Im Jahr 1325 wurde ein Kompromiss geschlossen. Danach wurde die Wetterburg zwischen Waldeckern und Kölner geteilt.

      Aus nicht bekannten Gründen wurde Heinrich um 1307 von Erzbischof Peter von Mainz gefangen genommen. Im März 1308 wurde eine Urkunde, besiegelt von König Albrecht I., ausgestellt, nachdem sich beide Seiten versöhnt hätten. Daraufhin wurde Heinrich aus der Haft entlassen. Im Jahr 1312 versprach er dem hessischen Landgrafen Otto Unterstützung in dessen Kampf gegen die Herzöge von Braunschweig. Gegen die Braunschweiger, die auch mit dem Erzbischof von Mainz in Fehde lagen, deren Oberamtmann Heinrich war, ließ er in der Nähe der Burg Schonenberge ebenfalls eine Burg zu deren Neutralisierung erbauen. Im Jahr 1313 schloss er ein Bündnis mit Erzbischof Peter von Mainz. Heinrich von Waldeck und Graf Wilhelm von Arnsberg teilten sich 1315 den Besitz der bisher gemeinsam verwalteten Grafschaft Rüdenberg. Wegen treuer Dienste übertrug ihm König Ludwig 1323 den Schutz der Reichsstadt Dortmund und die Aufsicht über die Juden dieser Stadt. 1337 wurde ihm auch der Schutz der Juden in den Bistümern Münster und Osnabrück übertragen. Damit war er damit beauftragt, von den Juden die an den Kaiser zu entrichtenden Abgaben einzuziehen. Die Edelherren von Grafschaft übertrugen 1332 Heinrich die Hälfte der Burg Nordenau. Später kamen weitere Rechte an dieser Burg hinzu.

      Im Jahr 1344 wollte sich Heinrich aus Gesundheitsgründen von den Regierungsgeschäften zurückziehen. Mit Zustimmung seiner Söhne wurde ein Erbvertrag abgeschlossen, der vorsah, dass zukünftig die Grafschaft nicht aufgeteilt und nur ein Nachkomme Graf von Waldeck sein dürfe. Diese Bestimmung hatte allerdings nicht lange Bestand, und es kam zu Teilungen des Besitzes.