Otto II. von Waldeck

Otto II. von Waldeck

männlich vor 1307 - 1369  (62 Jahre)


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  • Name Otto II. von Waldeck
    Geburt vor 1307 
    Geschlecht männlich
    Titel (genauer) 1344 bis 1369  Grafschaft Waldeck Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Graf von Waldeck 
    • Das Haus Waldeck ist ein deutsches Hochadelsgeschlecht. Ihm entsprangen die Grafen von Waldeck, denen ab dem frühen 17. Jahrhundert außerdem die Grafschaft Pyrmont unterstand. Sie gehörten seit 1712 dem erblichen Fürstenstand an und regierten bis zur Abdankung 1918 ihr seit 1848 staatsrechtlich vereintes Land Waldeck-Pyrmont, das heute im Norden Hessens (im Landkreis Waldeck-Frankenberg) und Süden Niedersachsens (Landkreis Hameln-Pyrmont) liegt.
      Das Haus Waldeck ist die einzige noch blühende Linie der mittelalterlichen Grafen von Schwalenberg mit ihrem Ahnherrn Widekind I. († 1136/37), die umfangreichen Territorialbesitz in der heutigen Region Ostwestfalen-Lippe und angrenzenden niedersächsischen Gebieten hatten. Widekinds Sohn Volkwin II. (1125–1177/78) heiratete in der Mitte des 12. Jahrhunderts Luitgard, die Tochter und Erbin des Grafen Poppo I. von Reichenbach († 1156). So gelangten die Schwalenberger in den Besitz der im heutigen Nordhessen gelegenen Burg Waldeck und umliegender Ländereien, die zur Grundlage des bis ins 20. Jahrhundert bestehenden waldeckischen Herrschaftsgebiets wurden.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Waldeck
    Tod 1369 
    Personen-Kennung I62581  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 20 Feb 2026

    Vater Graf Heinrich IV. von Waldeck,   geb. cir 1282/1290   gest. 1 Mai 1348 (Alter 58 Jahre)
    Mutter Adelheid von Kleve   gest. nach 7 Nov 1320
    Familien-Kennung F31380  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Mechthild (Mathilde) von Braunschweig-Lüneburg
    Eheschließung 1339 
    Notizen 
    • Aus der Ehe gingen der Sohn und Erbe Heinrich VI. sowie die Töchter Sophie, Nonne in Volkhardinghausen, und Anna († 1383), verheiratet mit Simon III. zur Lippe, hervor.
    Kinder 
    +1. Graf Heinrich VI. von Waldeck,   geb. cir 1340   gest. 16 Feb 1397, Burg (Schloss) Waldeck, Hessen, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 57 Jahre)
    Familien-Kennung F31381  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 20 Feb 2026

  • Ereignis-Karte
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  • Wappen, Siegel, Münzen
    von Waldeck - Wappen
    von Waldeck - Wappen
    Stammwappen der Grafen von Waldeck

    Blasonierung des Stammwappens des Hauses Waldeck: „In Gold ein achtstrahliger schwarzer Stern. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein offener, je mit dem Stern belegter goldener Flug.“

    Blasonierung des ursprünglichen Stammwappens des Hauses Waldeck: „In Gold ein achtstrahliger schwarzer Stern. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein mit sieben goldenen Federn bestecktes, schildartiges Schirmbrett, darin in Gold der achtstrahlige, schwarze Stern.“ Aus dem Federschirmbrett entwickelte sich der offene Flug.

    Bild: Wikipedia; Autor unbekannt - nach Blasonierung und Muster der Wappen im de:GHdA neu erstellt
    © Gemeinfrei

    Orte
    Schloss Waldeck
    Schloss Waldeck
    Schloss Waldeck am Edersee von der 1,5 Kilometer entfernten Kanzel aus gesehen.

    Bild: Wikipedia; Membeth - Eigenes Werk
    © CC0 - https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_II._(Waldeck)

      Otto war Sohn des Grafen Heinrich IV. von Waldeck und der Adelheid von Kleve, Tochter von Margarethe von Geldern und Dietrich VI. von Kleve. Damit stammte er aus dem Haus Waldeck. Er selbst heiratete 1339 Mechthild (Mathilde), Tochter des Herzogs Otto III. von Braunschweig-Lüneburg. Aus der Ehe gingen der Sohn und Erbe Heinrich VI. sowie die Töchter Sophie, Nonne in Volkhardinghausen, und Anna († 1383), verheiratet mit Simon III. zur Lippe, hervor. Seine Frau starb vor ihm, spätestens 1357. Bald danach heiratete Otto seine zweite Frau, Margarethe, Witwe des 1356 ermordeten Edelherrn Heinemann von Itter. Kinder aus dieser Ehe sind nicht bekannt.

      Regentschaft
      Otto II. war bereits ab 1332 Mitregent seines Vaters. Nach dessen Rückzug von der Regierung wurde Otto 1344 allein regierender Graf. Im Jahr 1345 schloss er ein „ewiges Bündnis“ mit Erzbischof Heinrich von Mainz. Wie zur Zeit seiner Vorgänger gab es Unstimmigkeiten mit den Kölner Erzbischöfen in deren Eigenschaft als Herzögen von Westfalen. Dieser Streit wurde 1346 durch Vergleich beigelegt.

      Otto wurde 1349 vom römisch-deutschen König und späteren Kaiser Karl IV. mit der Grafschaft Waldeck belehnt. Damit wurde er zum Reichsgrafen erhoben. Nach dem Tod seines Schwiegervaters im Jahr 1354 erhob er Anspruch auf das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, aber Wilhelm konnte sich die Nachfolge seines Bruders sichern. Kaiser Karl IV. verpflichtete Wilhelm zwar dazu, Otto eine hohe Entschädigung zu zahlen, aber dies erfolgte nicht.

      Nachdem Erzbischof Gerlach von Mainz und Landgraf Heinrich II. von Hessen den größten Teil der Herrschaft Itter 1357 an sich gebracht hatten, verpfändete der Mainzer Erzbischof seinen Anteil derselben für 1000 Mark lötigen Silbers Fritzlarer Gewicht an Graf Otto. 1381 reichte Otto diese Pfandschaft weiter an Thile I. Wolff von Gudenberg, der zwei Jahre später auch den hessischen Teil in Pfandbesitz erhielt und dessen Nachkommen die Herrschaft Itter bis 1542/1562 in Besitz behielten.

      Am 8. Juli 1358 beauftragte Otto, noch unter dem Eindruck der schweren Pestepidemie von 1349, Angehörige des Johanniterordens aus Wiesenfeld mit der Einrichtung eines Spitals in Niederwildungen. Zu diesem Zweck stiftete er seinen alten Mühlenhof an der Wilde zwischen den beiden Städten Niederwildungen und Altwildungen. Das kleine Spital wurde in den Jahren 1358 bis 1369 errichtet. 1372 wurde daraus die Johanniter-Kommende Wildungen.

      Im Jahr 1368 verbündeten sich der Landgraf und der Erzbischof gegen Otto und dessen Sohn Heinrich, um diesen das Schloss Friedrichstein in Wildungen zu entreißen. Von einem Schiedsgericht wurden die Waldecker wegen Übertretung des mit Mainz geschlossenen Erbbündnisses zu Schadensersatz verurteilt.

      Über Ottos letzte Ruhestätte ist nichts bekannt.