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- Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Moos_(Adelsgeschlecht)
Die von Moos sind ein aus dem innerschweizerischen Uri stammendes Ritteradelsgeschlecht (Uradel), das seit dem 14. Jahrhundert auch in Luzern vertreten ist. Aus dem Luzerner Zweig ging die Familie der Stahlindustriellen hervor.
Das Ministerialengeschlecht wurde urkundlich erstmals 1281 mit Petrus villicus de Palude und mit Johann (1285 bis vor 1331), einem Ministerialen der Abtei Disentis in Ursern, erwähnt. Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Konrad von Moos (1270–1328), der von 1309 bis 1317 urkundlich belegt ist.
Die von Moos verfügten über Lehen der Klöster Disentis, Wettingen und des Zürcher Fraumünsters und traten dort mit Gütern in Altdorf und Wassen im Urner Reusstal auf. Sie hatten als königliche Vögte und Ammänner über zwei Generationen die Vormachtstellung im Urserntal und hielten einen Anspruch auf die Reichsvogtei in der Leventina im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts.
In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts büssten sie ihren politischen Einfluss ein. Die männliche Linie der Altdorfer Zweige starb im 17. Jahrhundert aus. Heiratsverbindungen wurden nur mit Unterwaldner und Luzerner Nobiles- und Ministerialengeschlechtern, nicht aber mit einheimischen, eingegangen.
In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts pflegte die Familie über den Handel und den Gotthardverkehr rege Beziehungen zur Stadt Luzern. Ritter Jost von Moos (1328–1369), ein in österreichischen Diensten stehender Burggraf zu Neuhabsburg, liess sich um 1330 in Luzern nieder und begründete damit die Luzerner Linie der Familie. Zudem wurde jener auch Teilhaber an der Vogtei zu Malters und Gersau (ab 1333) und war ein Mitschiedsrichter im Marchenstreit zwischen den Kantonen Uri und Schwyz (1348). Junker Heinrich (1339–1386) ist als Hauptmann der Eidgenossen in der Schlacht bei Sempach (1386) aktenkundig. Durch die Heiratsverbindung mit den pro-österreichischen Herren von Freienbach trat er in den Dienst der Herrschaft Habsburg-Österreich und verwaltete mehrere Lehen und Pfandschaften, unter anderem die Feste und Herrschaft Neuhabsburg.
Vertreter der Familie erreichten in der Politik der Stadt Luzern bedeutenden Einfluss. Sie stellten eine Reihe führender Politiker, Militärs und hoher Beamter in Stadt und Kanton Luzern. Josts Enkel Heinrich (1387–1430) war als Ratsmitglied (1402 Grossrat, ab 1416 Kleinrat) in Luzern und Schultheiss der Letzte des Luzerner Zweigs mit einer wichtigen politischen Rolle. Die Familie konnte sich im entstehenden städtischen Patriziat nicht etablieren, da ein ökonomischer Niedergang ab 1550 und ein politischer Bedeutungsschwund seit dem Ende des 16. Jahrhunderts sie daran hinderte. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts widerrief Kaspar (1582–1629), Chorherr zu Beromünster, seinen angestammten Glauben und zog aus der katholischen Innerschweiz nach Zürich und wurde damit zum Begründer des reformierten Zweiges der Familie im Kanton Zürich.
Ab 1680 waren Luzerner Vertreter der Familie im Eisenwarenhandel tätig und Ende des 18. Jahrhunderts setzte mit der Beteiligung am Eisen- und Textilgewerbe ein wirtschaftlicher und sozialer Aufstieg ein. Sie gehörten den Luzerner Zünften, vorab der Zunft zu Safran, an. Peter (1636–1713) war Krämerschultheiss (Vorsteher der Safran-Zunft) von Luzern und betrieb um 1680 in Kriens am Krienbach ein Hammerwerk und eine Nagelschmiede. Seither ist der Name von Moos mit der Herstellung und dem Handel mit Eisenwaren verbunden. Die Familie brachte neben Industriellen, Geistliche, Juristen, Ärzte, Maschinen- und Bauingenieure, Architekten, Apotheker, Chemiker, Offiziere und Forstleute hervor. Ihr entstammen zudem Schriftsteller, Kunsthistoriker und Künstler wie die Maler Joseph (1859–1939), Paul (1882–1969) und Max sowie der Kunsthistoriker Stanislaus.
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