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| 151 | HeinrichArnold von Spiringen Erw. zwischen 1430 und 1464 . Landmann von Uri. Sohn des Heinrich und der Greta Cristan (Christen), von Urseren. Elisabeth Wichser, von Glarus. 1430-64 Tagsatzungsbote, 1432-33, 1438-39, 1443-44, 1446-47, 1449-50 und 1459-61 Landammann. 1437 Schiedsbote für die Vermittlung zwischen Zürich und der Gräfin von Toggenburg mit Schwyz und Glarus, 1444 Anführer der Urner im Zürichkrieg. Güterbesitzer in Spiringen und Altdorf (UR). Autorin/Autor: Urs Kälin - Version vom: 18.09.2001 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015481/2001-09-18/ | Arnold von Spiringen, Landammann Heinrich (I18078)
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| 152 | HeinrichPüntener Version vom: 19.10.2009 Autorin/Autor: August Püntener nach 1515 Altdorf (UR), 1580 Altdorf, kath., Landmann von Uri. Sohn des Heinrich, Landvogts, und der Magdalena von Beroldingen. 1) Anna Dietli, Tochter des Hans Dietli, 2) Anna Imhof, Tochter des Kaspar Imhof. 1555-56 Landessäckelmeister von Uri, 1556-58 Landvogt von Locarno, 1561-80 Tagsatzungsgesandter, 1567-77 Landesstatthalter von Uri, 1577-79 Landammann. Mitstifter der Getschwiler-Kapelle in Spiringen. 1559 Ernennung zum "Verordneten" des Klosters Seedorf. Als Landvogt von Locarno führte P. ein einheitlicheres Strafrecht ein und reduzierte die Löhne des Landvogts. Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15571.php | Püntener, Landammann Heinrich (I4411)
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| 153 | http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15527.php Schmid, Jost Dietrich 1523 , 28.6.1582, kath., Landmann von Uri, ab 1571 Bürger des Hochgerichts Disentis und ab 1578 auch von Luzern. Sohn des Jost, Landschreibers und Hauptmanns (gefallen in der Schlacht bei Bicocca 1522), und der Barbara Christen. ∞ 1) Euphemia von Erlach, Tochter des Anton, Junkers, 2) Anna Zollikofer, Tochter des Othmar, 3) Elisabeth Mutschlin, Tochter des Bernhard, Schultheissen zu Bremgarten (AG). Stud. an der Univ. Freiburg i.Br., Offizier in franz. Diensten, Kaufmann, beteiligt am Gotthardhandel. Landrat, 1550-52 Landvogt im Thurgau, 1558-61 Dorf- und Kirchenvogt von Altdorf, 1562-65 Landesstatthalter, 1565-67, 1573-75 und 1581-82 Urner Landammann (verstarb im Amt). 1564 fungierte S. als Schiedsrichter zwischen dem Stifift St. Gallen und den regierenden Orten im Thurgau; 1570 schlichtete er den Streit zwischen Luzern und den Leuten von Rothenburg. Er war 1550 eidg. Gesandter zu Ks. Karl V., von dem er den Adelsbrief erhielt, 1565 zu Kg. Karl IX. zur Beschwörung des Bündnisses mit Frankreich und 1566 zu Ks. Maximilian II. auf den Reichstag zu Augsburg. 1577 setzte er sich mit Peter a Pro erfolgreich für das Bündnis zwischen Uri und Savoyen ein. S. stand bei den Höfen von Frankreich und Savoyen in hohem Ansehen und bezog grosse Pensionen; er galt als der reichste Mann Uris seiner Zeit, weshalb er von späteren Genealogen auch als der Grosse bezeichnet wurde. Äusseres Zeichen seines Einflusses war der vor 1563 erworbene Stammsitz der Fam. im Bereich der heutigen oberen Bahnhofstrasse in Altdorf, der 1799 abbrannte. Archive – StAUR, FamA S. Literatur – G. Muheim, «Die Tagsatzungs-Gesandten von Uri», in HNU 16, 1910, 100-104 Autorin/Autor: Urs Kälin | Schmid von Uri, Landammann Ritter Jost Dietrich der Grosse (I7750)
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| 154 | http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15620.php Zumbrunnen, Johannes 1475 erstmals erw., +14.9.1515 Marignano, Landmann von Uri, wohl in Attinghausen. Vielleicht Sohn des Johannes ( -> 1). ∞ 1) Dorothea von Beroldingen, Tochter des Andreas von Beroldingen, 2) Verena Reichmuth. Gutsbesitzer in Altdorf (UR) und Isenthal. Ratsherr, 1475 und 1481 Tagsatzungsgesandter, 1477-78 Landvogt in Baden, 1515 Landammann. Als Hauptmann der Urner in der Schlacht bei Marignano gefallen. Literatur – F. Gisler, Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, 1937 Autorin/Autor: Urs Kälin | Zumbrunnen, Johannes des Raths (I5058)
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| 155 | Iduberga (auch: Ida, Itta; * 592; † 8. Mai 652 in Nivelles) wird als Heilige in der römisch-katholischen Kirche verehrt. Sie war die Tochter eines aquitanischen Herzogs. Ihr Gemahl war Pippin der Ältere.[1] Auch ihre Töchter[1] Gertrud und Begga werden als Heilige verehrt. Ein Sohn war Grimoald.[1] Die Behauptung der Vita S. Modoaldi (1107), der Bischof von Trier Modoald sei Idubergas Bruder gewesen, wird inzwischen als spätere Fälschung angesehen.[2] Nach dem Tod ihres Ehemannes 640 stiftete Iduberga die Abtei Nivelles, wo sie seitdem als Nonne lebte. Sie ließ Reliquien und Bücher aus Rom und „von jenseits des Meeres“ kommen. Wenig später gründete sie ein zweites Kloster in Fosses (heute: Fosses-la-Ville), das ausschließlich von Iren besiedelt wurde. Nach ihrem Tod wurde ihre Tochter Gertrud von Nivelles Äbtissin in Nivelles und schenkte das Kloster dem Heiligen Foillan.[3] Der Festtag der Heiligen Iduberga ist der 8. Mai. Literatur • Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 5: Hannover bis Karterios, 1960. Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] 1 Karl Ubl: Die Karolinger: Herrscher und Reich (= Beck'sche Reihe. Band 2828). C.H.Beck, 2014, ISBN 978-3-406-66176-1, Stammtafel, S. 15 (128 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 9. Februar 2017]). 2 Matthias Werner: Moduald. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 17, Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, S. 599 f. (Digitalisat). 3 Iduberga von Nivelles im Ökumenischen Heiligenlexikon Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Iduberga | von Nivelles, Itta (Iduberga) (I999)
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| 156 | Iduberga von Nivelles auch: Itta, Ideburga Gedenktag katholisch: 8. Mai Name bedeutet: die schützende Seherin (althochdt.) Nonne, Klostergründerin * 592 (?) in Aquitanien (?) in Frankreich † 652 in Nivelles in Belgien Iduberga war die Frau von Pippin dem Älteren und Mutter von Grimuald, Begga und Gertrud von Nivelles. Nach dem Tod ihres Mannes stiftete sie um 649 - oder schon 640 - auf Initiative von Amandus von Maastricht das Kloster Nivelles und lebte dort als Nonne. Sie ließ Reliquien und Bücher aus Rom und von jenseits des Meeres kommen. Wenig später gründete sie ein zweites Kloster in Fosses zur Unterstützung der aus Neustrien geflohenen Missionare Foillan und Ultan, das ausschließlich von Iren besiedelt wurde. Nach ihrem Tod wurde ihre Tochter Gertrud die Äbtissin in Nivelles. Die Nachrichten über Iduberga stammen aus der Lebensgeschichte über ihre Tochter Gertrud aus dem 11. Jahrhundert. Zitat aus: https://www.heiligenlexikon.de/BiographienI/Itta_von_Nivelles.html | von Nivelles, Itta (Iduberga) (I999)
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| 157 | Imhof, Kaspar 31.12.1513 Altdorf (UR), 19.3.1562 Altdorf, kath., Landmann von Uri. Sohn des Walter ( -> 16) und der Barbara Christen. ∞ 1) 1534 Anna Gisler, Tochter des Kaspar, Landvogts, 2) 1537 Dorothea Hasfurter, Tochter des Conrad, Junkers von Luzern, Herrrn zu Wildenstein, 3) 1554 Regula Murer, Tochter des Obervogts zu Klingnau. I. trat 1529 als Leutnant in päpstl. Dienste. Gutsbesitzer in Altdorf, wohnhaft im Blumenfeld. 1540-41 Landvogt in Lugano, 1549-51 Landesstatthalter, 1551-53 und 1561-62 Landammann (im Amt verstorben). 1543-62 Tagsatzungsgesandter. I., welcher der franz. Partei angehörte, setzte sich ein für die Neugründung des Klosters Seedorf. Literatur – F. Gisler, Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, 1937 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15539.php | Imhof von Blumenfeld, Landammann Kaspar (Caspar) der Jüngere (I5261)
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| 158 | Imhof, Walter 14.9.1515 bei Marignano, kath., Landmann von Uri. Sohn des Hans, Landesstatthalters, und der Adelheid von Gruob. ∞ 1) Barbara Sittli, von Arth, 2) 1505 Barbara Christen, Tochter des Melchior, Talammanns von Urseren. Solddienstoffizier und Gutsbesitzer in Altdorf (UR). I. beteiligte sich an versch. Kriegszügen (1503 Locarno, 1512 Lugano). Er kommandierte die Urner in der Schlacht von Novara und fiel als Oberst der eidg. Truppen bei Marignano. 1497-1515 Tagsatzungsgesandter, 1500-02 Kommissar zu Bellinzona, 1503-05 und 1511-13 Urner Landammann, Landeshauptmann. Literatur – F. Gisler, Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, 1937 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15541.php | Imhof von Blumenfeld, Landammann Waltert (I1485)
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| 159 | Imhof, Walter (von Blumenfeld) 12.10.1548 Altdorf (UR), 22.6.1611, kath., Landmann von Uri. Sohn des Kaspar ( -> 15) und der Dorothea Hasfurter. ∞ 1) 1565 Katharina Püntener, Tochter des Heinrich Püntener, 2) 1585 Maria Elisa (von) Roll, Tochter des Walter Roll. Hauptmann in franz. Diensten. Landesfürsprecher und Ratsherr, 1576-81 Landessäckelmeister, 1582-84 Landvogt der Riviera sowie 1584-86 in Bellinzona, 1588-90 Landesstatthalter, 1590-92 und 1603-05 Landammann. 1587-1608 Tagsatzungsgesandter. 1594 Gesandter nnach Rom, 1604 abgeordnet zur Bündniserneuerung nach Mailand. Erbauer des Landsitzes beim Schächengrund (um 1595), wovon sich der Beiname von Blumenfeld ableitet. Zunächst franz. Parteigänger, schloss er sich später der span. Fraktion an, die er von ca. 1600-10 anführte. Ritter vom Goldenen Sporn. Literatur – R. Bolzern, Spanien, Mailand und die kath. Eidgenossenschaft, 1982 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15542.php | Imhof von Blumenfeld, Landammann & Ritter Waltert (Johann) (I2480)
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| 160 | Ital der Ältere ältester Sohn hieß wie sein Vater und ging als Ital der Jüngere in die Geschichte ein. Er erbte von seinem Vater den Weitblick in der Politik. Auch bekleidete er oft das Amt des Landammanns und verrrat den Stand Schwyz an der Tagsatzung. Ihm wird das Verdienst zugeschrieben, nach dem verheerenden Bruderkrieg mit Zürich einen dauernden Frieden zustande gebracht zu haben. Er zeichnete sich auch als tapferer Truppenführer aus, besonders 1446 bei Ragaz, wo er mit 1100 Eidgenossen ein Heer von 5000 Oesterreichern bezwang. 1459 verkaufte Ital d.Jg. das Lehen in der March an die Landschaft March. Er brachte auch die Kirchensätze von Arth und Schwyz an sich und schenkte diese mit jenem von Sattel dem Lande. Auch als Schiedsrichter wurde Ital mehrmals bei Streitigkeiten beigezogen. So sprach er Recht im Streit zwischen dem Bischof von Konstanz mit seinen Amtleuten in Kaiserstuhl, Klingnau und Zurzach am 23. Januar 1450 in Baden. Am gleichen Ort schlichtete er an der Tagsatzung am 6. Juni 1455 den Zwist zwischen Bischof Heinrich und dem Domkapitel von Konstanz mit der Stadt St. Gallen und Arbon. Einige Jahre später wurde Ital Reding vom Generalvikar Nikolaus Gundelfin- ger aus Konstanz aufgefordert, im Streit um den Zehnten aus Lauerz zwischen Arth und Schwyz die Rechtslage zu überprüfen. Die Lauerzer waren von alters her Kirchgenossen von Schwyz gewesen und gaben dahin 4 Opfer ab. Dagegen hatte der Kirchherr von Schwyz die Leute von Lauerz mit den hl. Sakramenten zu versehen, ausgenommen bei großen Unwettern. In diesem Falle sollte der Pfarrer von Arth einspringen. Aus diesem Grunde mußten die Lauerzer nach beiden Seiten ihren Zehnten entrichten. Noch 1464 wurde Ital nach Zürich gerufen, um im Rechtsstreit zwischen dem Grafen Georg von Werdenberg-Sargans und den Herren von Brandis, die Grafschaft Vaduz betreffend, Recht zu sprechen. Auf dem Heimwege von Schwyz nach Arth wurde Ital d.Jg. am 13. August 1466 meuchlings angefallen und so schwer verwundet, daß er zwei Stunden später verschied. Sein Tod wurde in der ganzen Eidgenossenschaft mit Bestürzung aufgenommen. Bern schickte eine Gesandtschaft an die Witwe des Ermordeten, um ihr das Beileid zu bekunden. | Reding von Biberegg, Ital der Jüngere (I3268)
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| 161 | IV. Uri, Schwyz und Nidwalden in Bellinzona Unter der Führung der Landammänner Andreas von Beroldingen und Walter In der Gassen, unterstützt durch den sprach- und schriftgewandten Altdorfer Pfarrherrn Anselm Graf, setzten sich die Urner Ende des 15. Jahrh. mit aller Kraft und Zielstrebigkeit für die Rückgewinnung der 1422 verlorenen Grafschaft Bellinzona ein. Im Herbst 1499 konnte Ludwig XII., König von Frankreich, seine Ansprüche auf das Herzogtum Mailand, das bereits unter seinem Vorgänger, Karl VIIL, vorübergehend in den Händen der Franzosen war, durchsetzen. Damit fiel auch Bellinzona Frankreich zu. Uris erneute Bemühungen um Bellinzona endigten mit einem Misserfolg, indem es am 24. Oktober 1499 gegenüber Ludwig XII. einen Verzicht auf Bellinzona unterzeichnen musste. Anfangs Februar 1500 gelang es jedoch Herzog Ludovico Sforza von Mailand (il Moro genannt), das Herzogtum zurückzuerobern. Die mailandfreundliche Stadt Bellinzona hatte sich bereits am 23. Januar 1500 erhoben. Sie nahmen die Schlösser Castello Grande und Castello Piccolo in Besitz und brachen schliesslich den letzten französischen Widerstand auf dem Sassocorbaro und la Murata. Bellinzona nahm das Gesetz des Handelns selbst in die Hand. Die Bellinzonesen befanden sich in einer äusseerst schwierigen Lage. Einerseits mussten sie damit rechnen, das Glück könnte sich bei den kriegerischen Auseinandersetzungen wiederum zugunsten der Franzosen wen¬ den; eine erneute französische Besetzung war ihnen vor allem zuwider. Andererseitts war ihnen bekannt, dass sich die Urner an die Verzichterklärung gegenüber Ludwig XII. nicht mehr gebunden fühlten und ihre Ansprüche sogar bei Moro Verständnis fanden. Bellinzona war sich auch bewusst, dass die Urner vom Norden her im Anmarscsch waren. Auch von Süden strömten starke Kontingente eidgenössischer Söldner Richtung Bellinzona zurück. In dieser heiklen Situation wandten sich die Bellinzonesen an die Eidgenossen in der Hoffnung, sie würden als gleichberechtigte Verbündete aufgenommen. In diesem Sinne lag an der Tagsatzung vom 7. April 1500 in Zürich das Gesuch der Stadt Bellinzona um Aufnahme in die Eidgenossenschaft vor. Wir zitieren aus dem Abschied folgende Stelle: (Wir bitten) «sy by uns Eydgenossen gemeinlich zu behalten» und — mit einem fatalistischen Unterton — «wo das nit sin mög, so wellen sy der von Ury und wer das mit inen haben wil, sin...» 38). Dieses Gesuch er¬ reichte die Tagsatzung vor dem 10. April, also bevor Moro durch den Urner Turmann um den Judaslohn von 200 Gulden an die Franzosen ver¬ raten wurde. Die Ereignisse überstürzten sich. Schon am 14. April 1500 hatte Andreas von Beroldingen sein lang erstrebtes Ziel erreicht. Er konnte an diesem, «seinem» grossen Tage, der in die Geschichte einging, die Urkunde der «freiwilligen» Uebergabe der Stadt Bellinzona an Uri, Schwyz und Nidwalden mitunterzeichnen. Bald hierauf orientierte der Bote von Uri, Walter In der Gassen, die Tagsatzung zu Luzern vom 24. April, dass sie (die Urner) Stadt und Schlösser von Bellinzona zu Handen der Eidgenossen bzw. der Orte, die darauf Anspruch machen, eingenommen hätten. Falls die Eidgenossen nicht zu Uri (Schwyz und Nidwalden sind nicht erwähnt) stehen wollen, so sei es (Uri) willens, Stadt und Schlösser für sich zu behalten 40). König Ludwig XII. reagierte erbittert auf die Annektierung Bellinzonas und fand auch bei den Miteidgenossen Gehör. Die drei Länder — und Uri ganz besonders — hielten jedoch hartnäckig und mit Erfolg am Besitze fest. Bei dem militärischen Engagement Frankreichs in der Lombardei konnte sich Ludwig XII. einen offenen Konflikt mit den drei Waldstätten nicht leisten. Dank der Vermittlung von Kardinal Schiner uund Ulrich Freiherr von Hohensax einerseits und durch das Eingreifen Kaiser Maximilians I. anderseits kam am 10./11. April 1503 der Friede von Arona, der vom König am 24. Mai zu Lyon bestätigt wurde, zustande41). Darin verzichtete Frankreich auuf «Stadt, Schloss und Grafschaft Bellinzona sowie Isone und Medeglia» zugunsten der «dryen länder». Gemäss Friedensurkunde vom 11. April waren eingeschlossen: «alle andern herlichkeiten, fryheiten, ehaften, rechten und zugehörden, so von alterhar darin und darzu gedienet habend ...» 41). 40) E.A. III 2, s. 32 41) E.A. III 2, S. 215 Bibliographie für Kapitel IV: — K.F. Lusser, Geschichte des Kantons Uri, Schwyz 1862 — E. Bizozzero, Andreas von Beroldingen, Diss. Freiburg 1935 — Lydia Cerioni, Gli ultimi mesi di Bellinzona ducale in Bollettino Storico Nr. 1/1951 und 1-2'1953 Zitat aus der Biblithek der ETH Zürich: http://dx.doi.org/10.5169/seals-405763 | von Beroldingen, Landammann & Hauptmann Andreas (I5332)
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| 162 | Jakob Arnold von Spiringen 1499, Landmann von Uri, in Spiringen. Sohn des Heinrich (->). 1) Dorothea Kretz, 2) Adelheid Lusser. 1468 -94 Tagsatzungsbote, 1474-76 und 1490-92 Landammann. 1479 oberster Hauptmann der eidg. Besatzung in Giornico. Güterbesitzer in Spiringen. Autorin/Autor: Urs Kälin - Version vom: 25.10.2001 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015482/2001-10-25/ | Arnold von Spiringen, Landammann Jakob (I18082)
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| 163 | JakobArnold von Spiringen um 1579, kath., Landmann von Uri, in Spiringen, später in Altdorf (UR). Sohn des Heinrich und der Anna Fries. Barbara Dürler, Tochter des Ulrich Dürler. 1540-42 Landvogt im Freiamt, 1544-49 Landesstatthalter, 1549-51, 1559-61 und 1569-71 Landammann, 1554 Wahl in den Geheimen Kriegsrat. 1544-78 Tagsatzungsgesandter. A. machte sich um den Ausbau der Gotthardstrasse verdient. Reiche Vermittler- und Gesandtentätigkeit. Autorin/Autor: Urs Kälin - Version vom: 25.10.2001 Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015483/2001-10-25/ | Arnold von Spiringen, Landammann Jakob (I17075)
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| 164 | Jauch ist der Name eines alteingesessenen Geschlechts im Kanton Uri, das seit Ende des 14. Jahrhunderts nachgewiesen ist. Mitglieder des Geschlechts betätigten sich als Militärunternehmer in königlich-spanischen sowie neapolitanisch-sizilianischen Diensten und erlangten politische Bedeutung in der Schweiz. Landvogt Hans Jauch (vor 1500–1568) errang 1531 als Führer der Vorhut des Heeres der katholischen Orte den Sieg in der Schlacht bei Kappel, in welcher der Schweizer Reformator Huldrych Zwingli fiel. Hans Jauchs Kinder verbanden sich mit vornehmen Urner Familien[3]. Sebastian Heinrich Jauch (1650–1708) wurde 1707 zum Landesstatthalter gewählt und ließ sich in Altdorf nieder. Dieser Zweig stieg zu einer der führenden Urner Familien auf. Das Jauchsche Haus in Altdorf Das 1550 erbaute Haus wurde 1725 von dem damaligen Landvogt zu Sargans Johann Sebastian Jauch (1674–1731) erworben. Es gilt als das älteste und kunst- und kulturhistorisch wertvollste Bürgerhaus im Kanton Uri. ( Vgl. Liste der Kulturgüter in Altdorf UR) Nachdem der russische General Alexander Wassiljewitsch Suworow 1799 im Zweiten Koalitionskrieg auf seinem Rückzug durch die Schweiz den Gotthardpass von den Franzosen erobert hatte, nahm er u.a. Quartier im Jauchschen Haus in Altdorf, das seitdem auch Suworow-Haus genannt wird. Das Haus liegt an der Via Suworow, einem Schweizer Kulturwanderweg, der den historischen Spuren des russischen Generals Suworow bei seinem Feldzug im Herbst 1799 über die Schweizer Alpen folgt. Die Liegenschaft ist heute im Besitz der Stiftung Karl Jauch. Zitat aus. https://de.wikipedia.org/wiki/Jauch_(Urner_Geschlecht) | Jauch, Landammann Johann Sebastian (I4837)
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| 165 | Jauch, Johann Sebastian 26.1.1674 Wassen, 14.11.1731 Altdorf (UR), kath., Landmann von Uri. Sohn des Sebastian Heinrich, Zollers zu Wassen, Landesfähnrichs und Landesstatthalters, und der Maria Juliana Muheim. Bruder des Karl Franz ( -> 13). ∞ 1) 1696 Anna Maria Trogerr, 2) 1706 Maria Eva Katharina Truttmann, 3) 1713 Maria Kunigunda Stricker. 1692-1720 Landschreiber. Mit der Wahl zum Landvogt in Sargans 1721 resignierte er seine Schreiberstelle und erhielt von der Landsgemeinde einen Ratsplatz verehrt. 1729-31 Landesstatthalter, 1731 Landammann. Als Tagsatzungsgesandter 1704-31 setzte J. sich u.a. für die Beilegung des Marchenstreits mit Graubünden ein. J. betätigte sich als Militärunternehmer und besass Kompanien in den Regimentern von Salis und Bessler in span. Diensten. Er wohnte im heute als Suworowhaus bekannten Haus an der Hellgasse, das er 1725 käuflich erwarb. Archive – Hist. Museum Altdorf, Teilnachlass Literatur – U. Kälin, Die Urner Magistratenfam., 1991 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15544.php | Jauch, Landammann Johann Sebastian (I4837)
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| 166 | Jauch, Joseph Stephan 27.12.1724 Altdorf (UR), 4.10.1801 Altdorf, kath., Landmann von Uri. Sohn des Johann Sebastian ( -> 7) und der Maria Kunigunda Stricker. Bruder von Johann Joseph Anton ( -> 6) und Karl Josef ( -> 14). ∞ 1753 Maria Anna Katharina von Roll, Tochter des Konrad Emanuel, Zeugherrn und Gutsbesitzers in Altdorf, und der Maria Antonia Crivelli. J. durchlief die Beamtenlaufbahn und widmete sich später dem Baumwollhandel. 1745 Landesfürsprecher, 1750 Landschreiber, 1755-68 Landessäckelmeister, 11768-70 Landammann. 1770-71 und 1787-88 Landvogt im Thurgau. 1763-98 Tagsatzungsgesandter. 1798 war J. Präs. der provisor. Regierung in Uri. Er gehörte zu den einflussreichsten Politikern Uris, doch vermochte er sich gegen die Kräfte der Helvetik nicht durchzusetzen. Literatur – U. Kälin, Die Urner Magistratenfam., 1991 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15545.php | Jauch, Landammann Joseph Stephan (I7721)
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| 167 | Johann Heinrich Zumbrunnen Version vom: 17.11.2015 Autorin/Autor: Urs Kälin 1575, 17.4.1648 Altdorf (UR), kath., Landmann von Uri. Sohn des Heinrich, Ratsherrn, und der Maria Jauch. Maria Magdalena Reding, Tochter des Rudolf Reding (1539-1609). Schwager von Heinrich Reding(1562-1634), Ital Reding (1573-1651), Rudolf Reding (1582-1616) und Beat Jakob Zurlauben (1615-1690). Gutsbesitzer in Altdorf. Stud. der Medizin, Doktorat. 1611-17 Landessäckelmeister, 1617-21 Landesstatthalter, 1621-23 und 1637-39 Urner Landammann, 1638-48 Landeshauptmann. 1612-48 Tagsatzungsgesandter. Z. spielte in den sog. Bündner Wirren eine wichtige Rolle. Er war neben Heinrich Reding und Beat Jakob Zurlauben einer der führenden Köpfe der franz. Parteigänger in der Eidgenossenschaft. Stifter der Zumbrunnen-Pfrund in Altdorf. Er schmückte sich mit dem Beinamen von Leuenstein. 1620 Ritter des Michaelsordens, 1621-37 Oberst eines Schweizer Regiments in franz. Diensten. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015618/2015-11-17/ | Zumbrunnen, Landammann Johann Heinrich (I10463)
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| 168 | Junker, adeliger Gotteshausmann des Stiftes St. Gallen, Bürger von Zürich, Erbkämmerer des Stiftes St. Gallen, 1492 von von den Herren von Rappoltstein mit dem Schloss Illzach bei Mülhausen im Elsass belehnt, kämpfte 1499 im Schwabenkrieg auf der Seite der Eidgenossen, u.a. am 11 Apr im Gefecht bei Schwaderloo, 1501 nach dem Ableben seines Vaters Universalerbe des Hauses Giel, u.a. Herr zu Gielsberg, Glattbrugg, Girsberg bei Stammheim, Bichwil-Eppenberg und Wängi im Thurgau, 1503 mit seinem Verwandten Peter von Griessheim vom Abte von St. Gallen mit der Stadt und dem Schloss Oberndorf im Schwarzwald belehnt, welche Verleihung jedoch im März 1504 durch den Reichstag in Augsburg wieder rückgängig gemacht wurde, 1503-1508 äbtisch St. Gallischer Obervogt zu Romanshorn. | Giel von Gielsberg (Giel von Glattbrugg), Obervogt Peter (I4860)
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| 169 | Kefikon Version vom: 05.05.2017 Autorin/Autor: Peter Giger Dorf und Schloss auf der Grenze der Kantone Thurgau und Zürich. Der grössere Teil von K. gehörte bis 1997 als Ortsgemeinde zur thurgauischen Munizipalgemeinde Gachnang und ist seit 1998 Teil der politischen Gemeinde Gachnang; der kleinere Teil gehört zur zürcherischen Gemeinde Wiesendangen. Thurgauer Teil: 1640 40 Einw.; 1850 164; 1900 138; 1950 248; 2000 449. Zürcher Teil: 1640 19 Einw.; 2000 93. K. war im Besitz des Klosters Reichenau und bildete eine eigene, ab Ende des 15. Jh. mit Islikon gemeinsame Gerichtsherrschaft, die durch die im Schloss K. residierenden Herren ausgeübt wurde. Inhaber der Herrschaft waren anfänglich die Herren von K. mit dem 1241 erstmals bezeugten Burchardus de Kevincon. Auf sie folgten die ab 1346 bezeugten Herren von Gachnang, 1391-1453 jene von Boswil und 1453-1529 die auch Welter von Blidegg genannten Ryff. 1529-66 übten der Junker Hans von Grüt und 1566-1650 die Rüpplin genannte Frauenfelder Familie Joner, 1650-1740 die Hirzel von Zürich und ab 1740 die Escher vom Glas die Gerichtsherrschaft aus. Ab 1427 verlief die Grenze zwischen den Grafschaften Kyburg und Thurgau mitten durch die Herrschaft und das Schloss, das seit 1970 thurgauisch ist. Eine erste Offnung datiert von 1493. Das stets nach Gachnang kirchgenössige K. war bis Ende des 18. Jh. rein reformiert. Bernhard Greuter errichtete 1766 eine Textilfärberei in K., die nach seinem Wegzug nach Islikon ausgebaut wurde und bis Mitte des 19. Jh. bestand. Einige Häuser im Dorf und der heute als Schwimmbad genutzte Fabrikweiher erinnern daran. 1906 richtete August Bach im Schloss ein Landerziehungsheim ein, das heute als Privatschule geführt wird. Von der ursprüngl. Weiherburg ist der Wohnturm erhalten, der Wassergraben wurde im 15. Jh. zugeschüttet. Im 17. und 18. Jh. kamen Wohntrakte hinzu. Nach dem Brand von 1929 erhielt das Schloss sein heutiges Aussehen. Im landwirtschaftlich geprägten Dorf entstanden ab Mitte des 20. Jh. neue Wohnquartiere. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007838/2017-05-05/ | Joner (Rüpplin von Kefikon), Joachim des Raths (I5317)
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| 170 | Keine Einträge des Geschlechts "Moor" im Urner Stammbuch.. | Moor, Maria Ursula (I53618)
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| 171 | Keine Einträge des Geschlechts "Moor" im Urner Stammbuch.. | Moor, Sebastian (I53620)
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| 172 | Kloster Nivelles Das Kloster Nivelles wurde im Jahre 640 von Itta, der Ehefrau Pippins des Älteren, im Gebiet der heutigen Stadt Nivelles gegründet. Um dieses Kloster ist eine Siedlung entstanden. Nach dem Tode Gertruds, der ersten Äbtissin und Tochter der Gründerin des Klosters, im Jahre 659 wurde sie zum Wallfahrtsort. Aus einer Urkunde aus dem Jahre 972 geht hervor, dass die Abtei Nivelles 14.000 Mansen an Ländereien besaß. Im Jahre 1789 wurde das Kloster aufgelöst, was einen wirtschaftlichen Niedergang für den Ort bedeutete. Im Jahre 1940 wurden die Altstadt und das Kloster bei einer Bombardierung weitgehend zerstört. | von Landen (von Nivelles), Gertrud (I3161)
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| 173 | Landammann Ambros Püntener Ambros Piintener, in Altdorf, Landammann 1586—88 und 1598—1599, des Landvogt Heinrich und der Maria Wichser, f im September 1598 im Amte. Ambrosius ward am 19. März 1555 an der Universität Freiburg immatrikuliert. Der Historiker Aegidius Tschudy, dem er viele Angaben über Uri vermittelte, nannte ihn „einen gelehrten Mann". Püntener widmete sich frühzeitig dem Militär- und Kriegsdienste, und brachte es bis zum Hauptmann. Gattinnen: 1. Ursula von Magoria aus Locarno, 2. Barbara von Ury, 3. Anastasia Tschudy von Wasserstelz, aus Glarus. Durch seine 1. Ehe gelangte Ambros P. in den Besitz der Casa dei Nobili (del Negromante) in Locarno. In den Jahren 1568 bis 1570 war Püntener Kirchenvogt von Altdorf, erstes Mitglied des neugeschaffenen Schulrates in Altdorf; 1570 Ehrengesandter zum Syndikat in Lauis; Statthalter 1583—1586, Tagsatzungsgesandter 1583—1598. Seit 1570 wird er Ritter genannt. Luzern schenkte Landammann Püntener 1598 das Bürgerrecht dortselbst. Die Tagsatzung beauftragte ihn 1587 und 1598, beim französischen Ambassador und nötigenfalls beim König selber die Begleichung alter Soldrechnungen und Forderungen der Eidgenossen zu erwirken, ebenso erhielt er 1586 verschiedene diplomatische Missionen an den Gubernator von Mailand. Wappen: Geviert : 1 und 4 in Gold ein schwarzer Stierköpf mit rotem Nasenring, beseitet von zwei schwarzen Sternen; 2 und 3 in Schwarz ein goldener Feuerstahl, überhöht von silbernem Tatzenkreuz. F. V. Schmid führt in Uraniens Gedächtnistempel das ältere Wappen mit folgenden Tinkturen an : in Gelb ein schwarzer Stierkopf mit roter Zunge und Nasenring, beseitet von 2 roten sechszackigen Sternen. Von Varianten sei erwähnt : 1 und 4 in Gold schwarzer Stierkopf, beseitet von 2 silbernen Sternen; 2 und 3 in Gold schwarzer Feuerstahl, mit silbernem Tatzenkreuz. Zitat aus: https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=ahe-001:1937:51::291 | Püntener, Landammann & Ritter Ambros (I7812)
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| 174 | Landmann von Schwyz, 1556 Bürger von Luzern, 1588 Landmann von Nidwalden, 1592 Landmann von Uri, in Arth, durch Heirat Gutsbesitzer in Schwyz, im Brüel, Besitzer einer Sägerei in Seewen und am Lauerzersee, Inhaber der Fischenz im Lotenbach, Besitzer einer Mühle in Ingenbohl, und in Lunkhofen, Alpbesitzer am Rigi, 1558 Leutnant, 1560-1562 und 1567-1575 Hauptmann und 1585 (formell 1587)-1588 Oberst und Regimentsinhaber in königlich französischen Diensten wo er sich in den Hugenottenkriegegen auszeichnete und 1562 in der Schlacht bei Dreux verwundet wurde, seit 1582 wiederholt Gesandter, seit 1583 wiederholt Tagsatzungsgesandter, 1583.1609 Kollator der Kirche Galgenen, mehrfach eidgenössischer Schiedsrichter, 1584-1608 Landammann zu Schwyz, ?.7.1585 von König Heinrich III. von Frankreich erblich geadelt, 1592-1609 Pannerherr, 1593/94 Bauherr des Ratshauses in Schwyz, 14.3. 1594 von Papst Clemens VIII. als Ritter vom goldenen Sporn geadelt, 1594 grossherzogöich toskanischer Oberst. (Vergleiche seine Biografie von Benedikt Hegner in Mitteilungen des historischen Vereins des Kanton Schwyz, Heft 59, Einsiedeln 1966) | Reding von Biberegg, Oberst Rudolf (I1351)
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| 175 | Lommegau Der Lommegau (comitatus Lomacensis) war zur Zeit der Karolinger das Gebiet im Norden von Namur. Es wurde im 10. Jahrhundert mit der Grafschaft Namur vereinigt. Grafen im Lommegau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Giselbert, 841 Graf im Maasgau, 866 Graf im Lommegau (Reginare); ∞ 846 entführt, Ehe 849 anerkannt, NN, * wohl 826/830, Tochter des Kaisers Lothar I. (Karolinger) Erlebold von Hoegaarden, Graf im Lommegau 915, X 921, ∞ wohl Alpais, Tochter des Königs Karl III. von Frankreich Berengar von Namur († um 946), Graf im Lommegau, Graf im Maifeld (Haus Namur); ∞ NN, Erbin des comitatus Lomacensis, Tochter Herzog Reginhars von Lothringen († 915) und Schwester Giselberts († 939) (Reginare) Robert I. (Balderich) von Namur († 981), dessen Sohn, Graf von Lomme Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Lommegau | im Maasgau, Graf Giselbert (Gisbert) (I4789)
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| 176 | Maasgau Der Maasgau war in der Zeit der Karolinger das Gebiet westlich der Maas mit Maastricht im Zentrum und dem Jülichgau auf dem anderen Ufer des Flusses. Der südliche Teil fällt später an die Lüttichgau und die Region westlich von Maastricht an das Haspengau. Grafen im Maasgau Giselbert, 841 Graf im Maasgau, 866 Graf im Lommegau (Reginare); ⚭ 846 entführt, Ehe 849 anerkannt, NN, * wohl 826/830, Tochter des Kaisers Lothar I. (Karolinger) Reginhar Langhals († 915), dessen Sohn, Graf von Hennegau und Maasgau Giselbert, † 939, dessen Sohn, Graf im Maasgau, 928 Herzog von Lothringen (Reginare) Dietrich I. Flamens, ermordet 1082, Graf in der Betuwe und im Maasgau, Stammvater der Grafen von Geldern Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Maasgau | im Maasgau, Graf Giselbert (Gisbert) (I4789)
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| 177 | N.B. Diese 3 Brüder a-Niklaus, b-Wolfgang, c-Johann, waren gebürtig von Bastellen nahe bei Frankfurt an der Oder. Sie sollen eine Pilgerreise nach Rom gemacht haben und nahmen ihre Rückreise über den St. Gotthard. Da sie bis Wattingen vorrükten wurde einer von ihnen krank. Johann blieb bei seinem kranken Bruder zurück; verheurathete sich dan und erbaute das Schloss Wattingen daher dieses Geschlecht heute noch sich Bessler von Wattingen nennt. Später zog Johann nach Altdorf und erbaute in der Mühlen-Gasse ein Haus. Er machte sich durch seine grossen Kenntnisse um sein neues Vaterland sehr verdient. | Bessler (Bässler), Johann (I10250)
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| 178 | Nach Birchler fand die Heirat Itals im Jahre 1599 statt. Ob eine Verwechslung mit Rudolf vorliegt? Wohl kaum, denn es ist durchaus möglich, daß Ital in diesem Jahr seine Braut heimführte. Doch fehlen über diese Hochzeit jegliche Quellen. Kurz nach seiner Hochzeit muß Ital in den Dienst Frankreichs eingetreten sein, denn im Oktober 1601 kehrte ein Sohn Oberst von Redings aus Frankreich zurück. Dabei kann es sich nur um Ital handeln. Später versah er am französischen Hof viele Jahre den Posten eines Gardehauptmanns. Ital ist der Erbauer des schönsten Redinghauses in Schwyz, des sog. «Ital-Reding-Hauses» im Dorfbach, das schon 1609 im Rohbau stand. Als Landvogt amtete er 1622 im Thurgau und war dort von 1628 an Landschreiber. Er war Herr von Girsberg und Hochstraß. Im Jahre 1637 wurde er in Schwyz zum Pannerherr gewählt und ein Jahr später zum Landammann. | Reding von Biberegg, Ital (I4853)
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| 179 | Oltigen Burg in der Gemeinde Radelfingen BE, 11. Jahrhundert-1412 Herrschaft, dann bis 1483 bernische Landvogtei. Die Stammburg der Grafen (1074-1107 erwähnt) bzw. der Freiherren von Oltigen (12. Jh.) auf dem Schlosshubel am Zusammenfluss von Aare und Saane überwachte die einzige Aarebrücke zwischen Bern und Aarberg (1226 erwähnt, 1379 abgegangen, 1430-1452 erneut bezeugt, später wieder abgegangen). Sie war Kern einer Herrschaft, deren Ausdehnung nicht mehr zu eruieren ist, im 11. und 12. Jahrhundert dann einer Freiherrschaft mit Schwerpunkt links von Saane und Aare (u.a. Herrschaft Arconciel) und im 11. Jahrhundert der kurzfristigen Allodialgrafschaft Oltigen (1006 comitatus Ottingin). Spätestens ab 1218 gehörte Oltigen zum kyburgischen Machtbereich; die Burg mit Burgstädtchen (1226 erwähnt; im 16. Jh. abgegangen, Halsgräben, Mauerreste) war kyburgisches Verwaltungszentrum in der Obhut der Ministerialenfamilie von Oltigen (1224-1397), die auch Schultheiss (1249) und Meier stellte. Burg und Herrschaft waren mehrfach zu Pfand gesetzt, unter anderem für die Ehesteuer kyburgischer Gräfinnen (1218-1256 Margaretha von Savoyen, 1254 Elisabeth von Chalon), und bildeten 1301-1342 das Witwengut Elisabeths von Kyburg-Freiburg. Über die Herrschaft Oltigen hinaus reichte der Streubesitz des kyburgischen officium Oltigen (Urbar 1261-1263). 1363 verkaufte Kyburg seine Rechte über Burg und Herrschaft Oltigen an Österreich und übernahm diese als österreichisches Lehen bis zum Wiederkauf 1385 durch Gräfin Anna von Kyburg-Nidau. Nach Besitzerwechseln im Grafenhaus Neuenburg (Isabella von Neuenburg, Konrad von Freiburg) kaufte Savoyen die Herrschaft 1410 von Hugo Burkhard von Mömpelgard und übergab sie diesem als Lehen. Seine Untertanen empörten sich noch im selben Jahr gegen ihn, stürmten die Burg und brachten ihn um. Die an Oltigen angrenzende Stadt Bern legte sofort Hand auf den Brückenort und die Herrschaft, bevor Savoyen einschreiten konnte. Bern wurde der Anstiftung zum Aufruhr bezichtigt und liess deshalb den Tathergang durch Zeugen aufnehmen (1411). Auf Vermittlung des Grafen von Neuenburg erwarb Bern Oltigen 1412; Savoyen verzichtete auf seine Lehensrechte. 1413 kauften sich die Herrschaftsleute von der Leibeigenschaft los. Ein bernischer Vogt verwaltete die Herrschaft mit Grund- und Streubesitz von Worblaufen bis Bargen mit Konzentrationen links der Aare in Gurbrü, Golaten, Wileroltigen und rechts in Oltigen, Radelfingen, Frieswil, Wohlen, Grossaffoltern; ein ehemaliges kyburgisches Hochgericht dürfte sich auf Oltigen beschränkt haben. 1483 unterstellte Bern das Gebiet teils der Landvogtei Laupen (Gerichte Biberen-Wileroltigen, Säriswil, Frieswil mit Oltigen), teils Aarberg (Gerichte Radelfingen, Grossaffoltern). 1798-1803 gehörte das Gebiet dem Distrikt Zollikofen an. 1803 bzw. 1831 entstand die heutige politische Einteilung: Oltigen wurde Teil der Gemeinde Radelfingen im Amtsbezirk Aarberg, Säriswil Teil der Gemeinde Wohlen im Amtsbezirk Bern. Version vom: 30.11.2010 Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler | von Oltigen, Johanna (I59532)
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| 180 | Otto Rudolf von Schönau Version vom: 30.09.2010 Autorin/Autor: Bruno Meier 15.2.1593, 8.7.1639 in Italien, kath., von Oeschgen. Sohn des Iteleck, Herrn von Oeschgen, und der Beatrix von Reischach. 1) Anna Elisabeth von Rosenbach, Tochter des Adam Hektor, 2) Maria Salome zu Rhein, Tochter des Johann Christoph. Nach einer Erbteilung mit seinen Brüdern wurde S. 1628 Herr von Oeschgen, Wegenstetten und Säckingen. 1633 wurde er Generalkommandant der vier Waldstädte am Rhein und wirkte 1636-38 als Obervogt von Rheinfelden. S. stand am Anfang der Nebenlinie von Oeschgen. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019711/2010-09-30/ | von Schönau, Otto Rudolf (I21637)
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| 181 | Peter a Pro * um 1510, 19.11.1585, kath., Landmann von Uri. Sohn des Jakob ( -> 1). ∞ Dorothea Zumbrunnen, Tochter des Mansuetus Zumbrunnen. Studien an der Univ. Freiburg i.Br. 1542-43 Vogteischreiber in Lugano, ab 1543 Offizier im franz. Regiment Fröhlich. 1544 wurde P. vom franz. Kg. Franz I. geadelt, 1546 durch Ks. Karl V. in den Reichsritterstand erhoben. 1551-58 nahm er an den franz. Feldzügen gegen Österreich im Piemont teil und wurde 1557 Oberst sowie Inhaber des früheren Regiments Hug. DaDaneben baute er einen einträgl. Korn- und Weinhandel auf. Die Söldnerkaserne Cà di Ferro, die P. 1558 in Minusio hatte erstellen lassen, diente dafür auch als Sust. Als Gutsbesitzer in Seedorf (UR) errichtete er zusammen mit seinem Vater 1555-58 ein Weiherschlösschen. 1554 war er Landesfürsprecher, 1565-67 Landesstatthalter, 1567-69, 1575-77 und 1585 Landammann, 1564-85 Tagsatzungsgesandter. Als Führer der franz. Partei in Uri bezog P. von Frankreich eine jährl. Pension von 400 Livres. 1578 richtete er ein Fideikommiss zur Finanzierung der Ausbildung seiner Kinder ein. P. war ein grosser Wohltäter und gehörte zu den einflussreichsten Politikern der kath. Orte. Literatur – T. von Liebenau, «Landammann und Oberst Peter a P.», in HNU 1903, H. 9, 1-104 – J.-L. Hanselmann, «L'alliance hispano-suisse de 1587», in AST 1970, Nr. 41-42, 1-168 – Kdm UR 2, 1986 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15524.php | von Pro (a Pro), Landammann Peter (I2622)
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| 182 | Püntener, Karl Anton (von Brunberg) 16.12.1674 Altdorf (UR), 30.5.1729 Altdorf, kath., Landmann von Uri. Sohn des Heinrich Ludwig, Landschreibers, und der Katharina Barbara Stricker. Neffe des Josef Anton ( -> 12). ∞ 1694 Klara Viktoria von Roll, Tochter des Adam Ludwig. Stud. iin Parma. Hauptmann in span. Diensten im Regiment Bessler. Nach 1701 Landesfürsprech, Schulinspektor, um 1708 Landesfähnrich, 1709-15 Landesstatthalter, 1715-17 Urner Landammann, 1713-20 Tagsatzungsgesandter, 1724-25 Landvogt von Locarno. P. war wiederholt Gesandter in die Vogteien, so 1704 in die Leventina, 1706 nach Bellinzona sowie 1709 und 1714 nach Lugano. Als Sekr. seines Onkels begleitete er die eidg. Gesandtschaft 1700-01 zu Ks. Leopold I. nach Wien. Literatur – E. Stauber, Gesch. der Herrschaften und der Gem. Mammern, 1934, 86 – A. Püntener, Die P., 1990, Nr. 57 – U. Kälin, Die Urner Magistratenfam., 1991, 49, 110 f. Autorin/Autor: August Püntener Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15580.php | Püntener, Landammann Karl Anton II. (I7804)
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| 183 | Reiterschwert des Obersten Peter a Pro Breite, zweischneidige Klinge mit goldtauschierter Reichsapfelmarke des Passauerklingenschmiedes Christoph I. Ständtier, der seit 1555 in München tätig war.13) Flache, s-förmig geschwungene Parierstange, mit geschnittenen, goldtauschierten Löwenkopfenden. Flacher, in der Mitte etwas breiterer Parierring und darunter ähnlicher Parierbügel. Er ist mit der Parierstange durch dünne Griffringe verbunden. Hintere Griffspangen oder Parierspangen führen von der Parierstange abwärts zu den Griffringen oder Fingerbügeln oder zum leicht abgekröpften untern Parierbügel. Gehilse gleichmässig oval, aus Holz, mit Kupferdraht (neu?) umwunden. Eine geflochtene Bewicklung in Zopfform schliesst das Gehilse nach unten und oben hin ab. Der Knauf ist ein in Eisen geschnittener Löwenkopf. Aus dem offenen Rachen springt eine, ehemals vergoldete, gewölbte Zunge, spitze Zähne sind eingefügt. Die Nase ist plastisch geformt mit Tupfen besät, Ohrmuscheln sind flach. Der Knauf ist oben an den Ohrmuscheln und am Kopf etwas abgeschliffen. Der Vernietknauf fehlt. Masse: Gesamtlänge:122,50 cm Klinge:104,60 cm Fehlschärfe:9,80 cm Breite der Klinge:4,10 cm Gehilse: 13,90 cm Knazf:4,00 cm Standort des Schwertes: Jagdmattkapelle Erstfeld Landammann und Ritter Peter a Pro (ca. 1507—1585), Sohn des Ratsherrn Jakob a Pro, ursprünglich von Livinen, und der Adel¬ heid im Ebnet.14) Sein Vater erwarb das Urner Landrecht im Mai 1513 und amtete, als Handelsmann reich geworden, als Landvogt in 13) Vgl. Anm. 10. 14) Theodor von Liebenau, Landammann und Oberst Peter a Pro, Historisches Neujahrsblatt Uri 1903, S. 3 ff.; (Testament S. 101/104). Auszug aus: Schwerter aus Uri http://www.e-periodica.ch/cntmng?var=true&pid=hnu-001:1965-1966:56-57::174 | von Pro (a Pro), Landammann Peter (I2622)
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| 184 | Roll, Johann Peter von 1571/72 , um 1648, kath., Landmann von Uri und Obwalden (1623). Sohn des Walter ( -> 19). Bruder von Karl Emanuel ( -> 13) und Johann Ludwig ( -> 7). Schwager des Walter Imhof (von Blumenfeld). ∞ 1) Maria Katharina Schmid, Tochter des Jost Dietrich Schmid, 2) Anna Maria Tresch, Tochter des Heinrich Tresch. Ab 1605 Tagsatzungsgesandter und Ratsherr, 1609-11 Landesstatthalter, 1611-13 und 1635-37 Urner Landammann. 1606 erwarb R. mit seinen Brüdern die Herrschaft Böttstein, 1621 die Herrschaften Mammern und Neuburg im Thurgau sowie 1635 die Herrschaft Bernau und zählte mit ihnen zu den reichsten Männern der alten Eidgenossenschaft. Als einflussreicher Politiker verfügte er über ein bedeutendes Beziehungsnetz. Literatur – F. Gisler, Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, 1937 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15582.php | von Roll, Landammann Johann Peter (I7748)
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| 185 | Roll, Karl Emanuel von um 1573 , 18.7.1654 Mammern, kath., Landmann von Uri. Sohn des Walter ( -> 19). Bruder von Johann Ludwig ( -> 7) und Johann Peter ( -> 9). ∞ 1) Regina Schmid, Tochter des Jost, Hauptmanns in franz. Diensten, 2) Kunigunda Strölin von Beffingen, Tochter des Friedrich, Junkers, 3) Magdalena Püntener, Tochter des Heinrich Püntener. Gutsbesitzer in Altdorf (UR) und in der vorderösterr. Herrschaft Laufenburg. 1612-22 Landvogt im Thurgau, 1624-53 Tagsatzungsgesandter, 1626-54 Pannerherr, 1638-40 Landvogt in Bellinzona, 1629-31 Landesstatthalter, 1631-33 und 1643-45 Landammann von Uri. 1620 Träger des Ordens vom Goldenen Sporn. Zwischen 1606 und 1635 erwarb R. mit seinen Brüdern die aarg. und thurg. Herrschaften Böttstein, Mammern, Neuburg und Bernau. Literatur – H.J. Welti, Die Frh. von R. zu Bernau, 1935 – C.F. Müller, «Die Altdorfer Sitze der Fam. von R. und deren Inhaber», in HNU NF 6/7, 1951/52, 46-117 Autorin/Autor: Urs Kälin http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15583.php | von Roll, Landammann Karl Emanuel (I7764)
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| 186 | Rudolf Reding Version vom: 21.12.2011 Autorin/Autor: Franz Auf der Maur 1539, 30.12.1609 Schwyz, kath., Landmann zu Schwyz. Sohn des Georg (->). 1559 Elisabeth In der Halden, Tochter des Dietrich In der Halden. 1558 Leutnant in franz. Diensten, 1562 Hauptmann eines Fähnleins Schwyzer im Regiment Fröhlich, dann Tammann, dann Pfyffer. 1562 wurde R. in der Schlacht bei Dreux gegen die Hugenotten verwundet, stand aber 1567 wieder als Hauptmann im Regiment Pfyffer in franz. Diensten. 1585-88 diente er nochmals, nun als Oberst und Regimentsinhaber, dem franz. König. 1594 ernannte ihn der Grosshzg. der Toskana zum Obersten mit dem Auftrag, im Kriegsfall Söldner zu rekrutieren. R. war franz. Parteigänger und Verfechter der franz. Interessen in der Eidgenossenschaft. In Schwyz war er Ratsherr und 1583-1609 über 150-mal Tagsatzungsgesandter, auch eidg. Schiedsrichter. Das Amt des Schwyzer Landammanns bekleidete er 1584-85, 1592-94, 1596-98 und 1606-08. 1592-1609 amtierte er als Pannerherr. 1591-95 begleitete er als Bauherr den Neubau des Rathauses in Schwyz. In versch. Missionen war er Gesandter, so 1589 nach Sitten zum Bundesschwur der sieben kath. Orte mit dem Wallis, 1593 nach Rom zu Papst Clemens VIII., 1602 nach Paris zur Bundeserneuerung mit Kg. Heinrich IV., 1604 wieder nach Paris, um vom König die alten Sold- und Pensionenschulden einzufordern. Da die zwei Söhne seines Schwiegervaters in Frankreich gefallen waren, erbte R. dessen bedeutenden Besitz, u.a. in Schwyz den Brüelhof, die Hofstatt mit dem Haus "Bethlehem" (später Ital-Reding-Hofstatt) und die Alp Holz und Hasli am Mythen. 1585 von Kg. Heinrich III. geadelt und 1594 vom Papst zum Ritter vom Goldenen Sporn geschlagen. Zitaz aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019013/2011-12-21/ | Reding von Biberegg, Oberst Rudolf (I1351)
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| 187 | Rudolf verheiratete sich 1559 im Alter von 20 Jahren. Er war gerade von Frankreich zurückgekommen, wo er die ersten Sporen abverdient hatte. Seine Gemahlin war Elisabeth In der Halden, die Tochter des berühmten Obersten und Landammanns Dietrich In der Halden von Schwyz. Leider sind uns das Datum der Hochzeit sowie die meisten Geburtsdaten der Kinder nicht überliefert. Vater Georg soll in Schwyz das Haus Bethlehem für seinen Sohn gebaut haben. Dies Haus steht heute noch, blieb also beim Dorfbrand von 1642 verschont. Nun finden wir auf dem Zierbalken dieses Hauses vier Wappen mit dem Datum 1569. Dabei sind die Wappen Zukäs, Stiefbruder des Dietrich In der Halden, In der Halden, Lilli und Reding zu sehen. So ist es wohl möglich, daß nicht Georg Reding, sondern der Vater von Elisabeth das Haus bauen ließ. Es stand ja auch auf der Hausmatte der In der Halden. | Reding von Biberegg, Oberst Rudolf (I1351)
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| 188 | Rudolf von Reding war französischer Offizier und galt als eifriger Verfechter der französischen Interessen in der Eidgenossenschaft. In diesem Geiste wollte er auch seine Söhne erziehen. Da diese aber sahen, daß ihr Vater stets Schwierigkeiten hatte, die verdienten Soldgelder zu erhalten, wollten sie von einem Dienste in Frankreich nichts wissen. Als Rudolf von der Tagsatzung aus Baden am 19. September 1597 nach Hause zurückkehrte, wohin ihn sein Sohn Heinrich begleitet hatte, kam es am gleichen Abend zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Rudolf und zweien seiner Söhne. Heinrich hatte in Baden ohne Wissen seines Vaters mit einem savoyschen Gesandten über ein Truppenaufgebot verhandelt. Er mußte aber heimlich schon länger Unterhandlungen mit Savoyen angebahnt haben, denn die Truppen waren schon bereitgestellt worden. Nach dieser Unterredung konnte es Heinrich nicht mehr länger verheimlichen. Wahrscheinlich hatte er den Vater auf dem Heimwege darüber aufgeklärt. Redings Sekretär Castoreo weilte gerade in Schwyz, und so verdanken wir ihm diese Schilderung. Voll Zorn kam der Oberst von der Tagsatzung heim und machte seinen Söhnen Heinrich und Rudolf heftige Vorwürfe, weil sie nach Savoyen und nicht, seinem Wunsch gemäß, nach Frankreich ziehen wollten. Savoyen war mit Spanien verbündet und so der Feind Frankreichs. Die beiden jungen Männer verteidigten sich aber ebenso heftig. Hauptmann Heinrich sprach zum Vater mit Tränen in den Augen: Du weißt, Vater, wie sehr es immer mein Wunsch gewesen ist, in den Krieg zu ziehen. Ich wollte mich jedoch nicht auf leere Hoffnungen hin für den Dienst in Frankreich verpflichten. Da will ich mich nun jemandem anschließen, der mir bessere Möglichkeiten bietet, mich als euren Sohn zu zeigen, der ganz auf die Ehre bedacht ist. So bitte ich euch, Vater, mir zu verzeihen und diesen Wunsch zu gewähren, und mir dazu euren Segen zu geben. Diesen Worten seines Bruders schloß sich auch Rudolf an. Als der Oberst sah, daß alles nichts mehr nützte und all seine Verwandten sich für die beiden Söhne einsetzten, gab er traurigen Herzens seine Zustimmung: Wenn es euer Wille ist, Sohn, so möge Gott euch helfen und ich segne euch. Geht, wohin ihr wollt. Bringt mir Ehre heim! Er schenkte ihnen hierauf eine Goldkette (cattina) und sechs Pferde, und schon am folgenden Tage ritten die beiden weg nach Savoyen. Diese Zusage mochte eine der schwierigsten im Leben des Obersten gewesen sein. Es schmerzte ihn zu sehen, wie alle seine Bemühungen sogar bei seinen Söhnen keine Frucht trugen. Indessen änderten sie aber bald ihre Gesinnung, denn keine 10 Jahre später finden wir mehrere Söhne Redings in sehr angesehenen Stellungen in Frankreich. | Reding von Biberegg, Oberst Rudolf (I1351)
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| 189 | Rüpplin [Joner], Joachim Erstmals erw. 1555, gestorben 1589 Frauenfeld, kath., von Frauenfeld. Sohn des Job, reichenauischen Ammanns in Frauenfeld. ∞ Barbara Locher. 1555 erwarb R. die Güter der ehem. Burg Helfenberg bei Buch bei Frauenfeld und 1566 die niederen Gerichte Kefikon und Islikon. 1567 kaufte er als reichenauischer Ammann in Frauenfeld u.a. den Strasshof. 1580 stiftete er die Rüpplin'sche Kaplanei. R. hinterliess der Kirche St. Nikolaus eine spätma. Statue (1588). Literatur – Oberbad. Geschlechterbuch 3, bearb. von J. Kindler von Knobloch, 1919, 667 – J.E. Hagen, Die Stiftung des von Rüpplin'schen Benefiziums in Frauenfeld, 1946 Autorin/Autor: Erich Trösch Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15211.php | Joner (Rüpplin von Kefikon), Joachim des Raths (I5317)
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| 190 | Schmid von Bellikon, Johann Franz um 1620, 25.3.1673 Altdorf (UR), kath., Landmann von Uri. Sohn des Johann Martin ( -> 3). ∞ Anna Katharina Zwyer von Evibach, Tochter des Sebastian Peregrin Zwyer von Evibach. Schwager von Johann Anton Schmid, Karl Konrad von Beroldingen und Johann Heinrich Emanuel Bessler. Grundbesitzer in Altdorf, in fremden Kriegsdiensten. 1653-55 Landvogt von Baden, 1663-65 Landesstatthalter sowie 1665-67 und 1671-73 Urner Landammann. 1650-73 Tagsatzungsgesandter. S. setzte sich 1665 für die kirchl. Lösung Urserns von Disentis ein. Literatur – F. Gisler, Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, 1937 – U. Kälin, Die Urner Magistratenfam., 1991 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15598.php | Schmid von Bellikon, Landammann & Ritter Johann Franz (I7776)
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| 191 | Schmid von Bellikon, Johann Martin um 1648 , 23.6.1712 Altdorf (UR), kath., Landmann von Uri. Sohn des Johann Franz ( -> 2). Schwager des Sebastian Emanuel Tanner. ∞ 1) 1670 Anna Maria Magdalena von Roll, Tochter des Karl Ernst, Herrn zu Böttstein, 2) 1704 Apollonia Crivelli, Tocchter des Sebastian Heinrich Crivelli. Reicher Gutsbesitzer, kam 1674 durch seine erste Frau in den Besitz der Herrschaft Böttstein. Landrat, 1680 als Zeugherr in die Vorsitzenden Ämter gewählt, 1681-1707 Tagsatzungsgesandter, 1685-87 Landvogt zu Baden, 1689-91 und 1703-05 Urner Landammann. S. setzte sich 1705 für die Erneuerung des Bündnisses der kath. Orte mit Spanien ein. Literatur – F. Gisler, Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, 1937 – U. Kälin, Die Urner Magistratenfam., 1991 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15599.php | Schmid von Bellikon, Landammann Johann Martin (I7769)
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| 192 | Schmid, Johann Franz 1647 , 23.11.1693, kath., Landmann von Uri. Sohn des Karl Franz ( -> 98). Schwager des Sebastian Emanuel Tanner. ∞ 1668 Elisabeth Bessler, Tochter des Johann Heinrich Emanuel Bessler. Reicher Gutsbesitzer in Altdorf (UR) und Attinghausen. Von spätestens 1669 bis 1689 Landschreiber, ab 1685 Ratsherr, 1685-93 Tagsatzungsgesandter, 1689-91 Landessäckelmeister und 1691-93 Urner Landammann. 1693 Landvogt der Freien Ämter. Mit Landvogt Johann Franz Scolar und Jost Azarias S. Führer der franz. Partei in Uri. Unter S. entstand ein Streit mit der Kirche um die jährl. Bestätigung der Geistlichen. Literatur – A. Gisler, Der Doktor (Joh[ann] Kaspar) Stadler-Handel, 1900 – F. Gisler, Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, 1937 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15587.php | Schmid von Uri, Landammann Johann Franz des Raths (I7780)
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| 193 | Schmid, Johann Franz Martin 17.4.1706 Altdorf (UR), 27.12.1777 Altdorf, kath., Landmann von Uri. Sohn des Karl Franz ( -> 99). Bruder des Karl Franz Josef ( -> 101). ∞ Maria Anna Rosa Christina Dominika Bessler, Tochter des Karl Alfons Bessler. Schwager von Konrad Emanueuel Bessler, Friedrich Alfons Bessler und Franz Maria Josef Leonz Crivelli. Hauptmann und Militärunternehmer. 1731 Landessäckelmeister, 1742-44 Landesstatthalter, 1744-46 und 1762-64 Urner Landammann, 1755-56 Landvogt in den Oberen Freien Ämtern. Pensionenausteiler und mit seinem Onkel Jost Franz Anton ( -> 90) Führer der bis 1763/64 beinahe allmächtigen franz. Partei in Uri. Archive – StAUR, Teilnachlass Literatur – U. Kälin, Die Urner Magistratenfam., 1991 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15586.php | Schmid von Uri, Landammann Johann Franz Martin (I7734)
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| 194 | Schmid, Karl Franz 11.7.1677 Altdorf (UR), 28.7.1730 Altdorf, kath., Landmann von Uri. Sohn des Johann Franz ( -> 70). Bruder des Jost Franz Anton ( -> 90). ∞ 1704 Maria Rosa Genoveva S. von Bellikon, Tochter des Johann Martin Schmid von Bellikon. Stud. am Collegio dei Nobili in Mailand. 1701 Landesfürsprecher, 1706 Landesfähnrich, 1707-15 Landessäckelmeister, 1708-30 Tagsatzungsgesandter, 1715-17 Landesstatthalter, 1717-19 und 1727-29 Urner Landammann, 1723-24 Landvogt in den Oberen Freien Ämtern. Treueuer Parteigänger Frankreichs mit beträchtlichem polit. Einfluss. Als Austeiler der Pensionsgelder führte er seinen Kanton "avec la mesme authorité qu'un bon père de famille a dans sa maison". Auf Drängen Frankreichs liess er sich 1727 ein zweites Mal ins höchste Landesamt wählen, wofür er mit einer Gratifikation von 4'000 Livres belohnt wurde. Archive – StAUR, Teilnachlass Literatur – U. Kälin, Die Urner Magistratenfam., 1991 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15594.php | Schmid von Uri II., Landammann Karl Franz (I7767)
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| 195 | Schmid, Karl Franz 1623 , 1684 Altdorf (UR), kath., Landmann von Uri. Sohn des Jost Dietrich, Ratsherrn und Hauptmanns in franz. Diensten, und der Anna Margaretha Bessler. Schwager von Johann Anton Arnold und Johann Heinrich Emanuel Bessler. ∞ Maria Magdalena Moor, Tochter des Johann, Ratsherrn zu Attinghausen. Hauptmann in franz. Diensten. 1649-60 Landschreiber, 1661-65 Landessäckelmeister, 1665-66 Landvogt der Freien Ämter, 1665-67 Landesstatthalter, 1667-69 und 1677-79 Urner Landammann. In seine Amtszeit fiel die Neuorganisation des Militärs nach dem Defensionale von 1668. Literatur – F. Gisler, Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, 1937 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15593.php | Schmid von Uri, Landammann Karl Franz (I7788)
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| 196 | Schmid, Karl Franz 5.12.1735 Altdorf (UR), 28.2.1803 Altdorf, kath., Landmann von Uri. Sohn des Johann Franz Martin ( -> 72). Bruder des Anton Maria ( -> 12). Cousin von Franz Sebastian Crivelli und Karl Alfons Bessler, Schwager des Karl Thaddäus ( -> 102). ∞ 1754 Franziska Vinzentia Furrer, Tochter des Johann Anton, Oberstleutnants und Besitzers einer Eigentumskompanie in neapolitan. Diensten. Umfangreicher Grundbesitz, grosser landwirtschaftl. Betrieb. Stud. am Collegio dei Nobili in Mailand und an deder Univ. Pont-à-Mousson (Lothringen). 1752 Eintritt als Offizier der Familienkompanie in franz. Dienste. 1755 Wahl zum Landesfürsprecher, 1758 Landschreiber. 1761 Zeugherr, 1770-72 Landesstatthalter, 1772-74 und 1786-88 Urner Landammann, 1772-98 Tagsatzungsgesandter. Entgegen alter Gewohnheit verblieb S. im Amt des Zeugherrn. Vom Tod seines Vaters an Pensionenausteiler, bezog er aus Frankreich beträchtl. Jahresgelder und war als Führer der franz. Partei in Uri populär. Kenner der Gartenkunst. Archive – StAUR, Teilnachlass Literatur – U. Kälin, Die Urner Magistratenfam., 1991 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15595.php | Schmid von Uri, Landammann Karl Franz (I7731)
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| 197 | Schmid, Karl Franz Josef 3.5.1710 Altdorf (UR), 8.2.1770 Altdorf, kath., Landmann von Uri. Sohn des Karl Franz ( -> 99). Bruder des Johann Franz Martin ( -> 72). Schwager des Franz Maria Josef Leonz Crivelli. ∞ 1742 Maria Helena Franziska Bessler, Tochter des Karl Alfons Bessler, Witwe des Franz Xaver Thaddäus S., Schwiegertochter des Jost Anton ( -> 86). Auch der Mager genannt. 1729 Eintritt in franz. Dienste, Hauptmann. 1742-55 Landessäckelmeister. 1755 Erhalt eines von der Landsgem. verehrten (vergebenen) Ratsplatzes, womit ihm eine spezielle Gunst erwiesen wurde. 1756-57 Landvogt im Rheintal, 1758-60 Landesstatthalter und 1760-62 Urner Landammann. Als solcher förderte S. die militär. Bereitschaft und liess ein Zeughausinventar erstellen. Er überwarf sich mit der Verwandtschaft seiner Frau und stand im Schatten seines älteren Bruders. Literatur – U. Kälin, Die Urner Magistratenfam., 1991 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15596.php | Schmid von Uri, Landammann Karl Franz Josef (I7800)
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| 198 | Schmid, Karl Thaddäus 12.2.1741 Altdorf (UR), 27.2.1812 Altdorf, kath., Landmann von Uri. Sohn des Franz Xaver Thaddäus, Hauptmanns in savoy.-piemontes. Diensten, und der Maria Helena Bessler. Enkel des Jost Anton ( -> 86). Cousin von Jost Anton ( -> 87), Josef Mariia ( -> 83) und Karl Alfons Bessler. Neffe von Jost Sebastian Heinrich ( -> 91), Johann Franz Josef ( -> 71) und Friedrich Alfons Bessler. ∞ 1764 Maria Anna Rosa geb. S., Tochter des Johann Franz Martin ( -> 72). Schwager von Karl Franz ( -> 100) und Anton Maria ( -> 12). Stud. am Collegio dei Nobili in Mailand, in Dijon und Paris. Kultivierter Rentier und populärer Politiker, 1787-88 Landesstatthalter, 1788-90 und 1804-06 Urner Landammann, 1788-98 Tagsatzungsgesandter. In die Regierungszeit S.s fielen die Erneuerung der Kapitulation mit Frankreich (1789) sowie die Neuorganisation des Verkehrs- und Militärwesens nach der Helvetik. Literatur – S. Röllin, «Pfarrer Karl Joseph Ringold (1737-1815)», in Gfr. 137, 1984, 5-330 – U. Kälin, Die Urner Magistratenfam., 1991 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D13629.php | Schmid von Uri, Landammann Josef Karl Thaddäus (I7795)
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| 199 | Tresch, Heinrich 1555 , 18.4.1626 Altdorf (UR), kath., Landmann von Uri in Altdorf. Sohn des Ambros, Hauptmanns, und der Barbara Arnold. ∞ 1) Maria Gisler, Tochter des Melk, Ratsherrn, 2) Anna Püntener, Tochter des Heinrich Püntener, Witwe des Bernhard Tschudi von Wasserstelz. Gutsbesitzer in Altdorf, Landschreiber, Hauptmann in span. Diensten, Ritter. 1610-25 Tagsatzungsgesandter, 1613-17 Landesstatthalter, 1617-19 Urner Landammann. Literatur – F. Gisler, Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, 1937 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15612.php | Tresch (Trösch), Landammann & Ritter Heinrich (I5254)
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| 200 | Troger, Heinrich Erstmals erw. 1478, letztmals 1517, kath., Landmann von Uri. ∞ Barbara Wick, Tochter des Hans, Pfeifers. Gutsbesitzer in Schattdorf. 1484-87 Landvogt in der Leventina und 1494-95 im Rheintal, 1492-1517 Tagsatzungsgesandter, 1499-1501 und 1507-09 Urner Landammann. T. war 1478 Hauptmann der Urner in der Schlacht bei Giornico und führte als oberster Feldherr der Eidgenossen den Sieg über das mailänd. Heer herbei. Als Landammann leitete er die Geschicke Uris während des Schwabenkriegs 1499. T. war Anhänger der päpstl. Partei. Literatur – F. Gisler, Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, 1937 Autorin/Autor: Urs Kälin Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15614.php | Troger, Landammann Heinrich (I2825)
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