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- Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020069/2006-12-19/
von Gisenstein
Geschlecht der Herren von G. (auch Geissenstein oder Gyssenstein), benannt nach ihrem Herkunftsort Gysenstein (heute Gem. Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Fam. ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden versch. Linien. Vertreter sassen im Berner Kl. Rat. Bezeugt sind Walter, 1226 im Rat der Zweihundert, sowie die Brüder Peter (1299) und Ulrich (1305-46), beide im Rat, mit denen das wichtige Stadtschreiberamt auf längere Zeit in der Fam. erblich wurde, Niklaus, 1377 und 1390 im Rat der Zweihundert, 1383 Venner, 1385-90 Schultheiss von Thun, Ulrich, 1382 im Rat der Zweihundert, 1395 und 1409 Venner, Mitherr zu Gerzensee, ein weiterer Ulrich, 1392 im Rat der Zweihundert, 1425 Venner, Niklaus, 1396 im Rat der Zweihundert, 1407-13 Kastlan von Frutigen, 1413-15 Schultheiss von Thun, 1419 Gesandter nach Zürich, 1425 einer der Hauptleute vor Domodossola sowie Anton, 1447 und 1453 im Rat der Zweihundert. Das Geschlecht starb im 15. Jh. aus.
Version vom: 19.12.2006
Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher
Quellen und Literatur
Literatur
P. Lachat, «Die Kirchensätze zu Oberburg, Burgdorf und Heimiswil bis zur Reformation», in Burgdorfer Jb. 27, 1960, 37-86
- Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisenstein
Die Adelsfamilie von Gisenstein (auch Geissenstein oder Gyssenstein) stammte aus dem Ort Gysenstein in der heutigen Gemeinde Konolfingen im Kanton Bern in der Schweiz. Sie gehörte vermutlich seit der Gründung der Stadt Bern zu deren Burgern und stellte etliche Amtsträger.
Geschichte
Den Gisenstein gehörte vermutlich die kleine Herrschaft Gisenstein, die auch den Twing Trimstein umfasste. Seit der Gründung der Stadt Bern 1191 hatte die Familie offenbar das Burgerrecht inne und war durch verschiedene Familienzweige vertreten. Die Gisenstein gehörten im späteren 13. Jahrhundert zur obersten Führungsschicht der Stadt und stellten mehrere Ratsmitglieder. In einem dieser Zweige wurde das Amt des Stadtschreibers erblich. Die Gisenstein waren somit die ersten Notare, die aus der Stadtkasse besoldet wurden. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts starb die Familie aus.
Eine Wappenscheibe der Familie ist im Berner Münster sichtbar und wohl die älteste, die noch erhalten ist.
Stammliste
Personen des 13. und frühen 14. Jahrhunderts
Walter (erw. 1226), Mitglied des Rats der Stadt Bern
Die Verwandtschaft der nachfolgenden Stammliste mit Walter ist nicht bekannt:
Albert (erw. 1250 bis 1260)
Johannes I. (erw. ab 1250; † zwischen. 1286 und 1291), des Rats
Peter III. (erw. ab 1291; † um 1312), „notarius in Berno“, des Rats, nach 1294 Grossrat, ⚭ Margareta am Lene (erw. 1311)
Agnes (erw. 1311)
Peter V. der Jüngere (erw. 1312–1331)
Johannes II. (erw. 1316–1328) ⚭ Tochter von Dietwig IV. Münzer
Ulrich II. (erw.1307–1311)
Peter IV. der Ältere (* 1299, erw. bis 1328), Grossrat
Ulrich IV. (erw. 1305–1346), Grossrat
Margareta († vor 1318) ⚭ zweite Ehefrau von Werner III. dem Älteren Münzer (erw. 1294; † 1328 oder 1329), Kleinrat
Mechtild Münzer († vor 1318)
Konrad V. Münzer (erw. 1329)
Peter I. (erw. 1266; † zwischen 1284 und 1303), des Rats
Ulrich I. (erw. 1277–1314), des Rats, nach 1294 im Kleinen Rat ⚭ Berta (erw. 1293)
ev. Ulrich III. (erw. 1312–1346), Kleinrat, Stadtschreiber ⚭ Margareta von Balm (erw. 1346)
ev. Otto II. (erw. 1326–1341) ⚭ 1. Margareta Pfister (erw. 1327), ⚭ 2. Anna von Oey (erw. 1340)
Peter II. (erw. 1287–1314), des Rats, nach 1294 im Kleinen Rat
ev. Niklaus I. (erw. 1277–1299)
Dietwig (erw. 1312), Grossrat
Personen des späten 14. und des 15. Jahrhunderts
Niklaus (erw. 1377–1390), Grossrat, Venner, Schultheiss von Thun
Ulrich (erw. 1382–1409), Grossrat, Venner, Mitherr zu Gerzensee
Ulrich (erw. 1392–1425), Grossrat, Venner
Niklaus (erw. 1396–1425), Grossrat, Venner, Kastlan von Frutigen, Schultheiss von Thun, im November 1425 Hauptmann im Heer der Eidgenossen bei Domodossola
Anton (erw. 1447–1453), Grossrat
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