Nicolaus von Hertenstein

Nicolaus von Hertenstein

männlich


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  • Name Nicolaus von Hertenstein
    Geschlecht männlich
    Personen-Kennung I13286  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 1 Nov 2025

    Vater Petrus von Hertenstein
    Mutter Lucia von Froburg,   geb. Datum unbekannt
    Familien-Kennung F6790  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Lucia von Cham
    Kinder 
    +1. Hartmann von Hertenstein
    Familien-Kennung F6789  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 19 Nov 2018

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Hertenstein - Wappen
    Hertenstein - Wappen
    Bild: Viridarium nobilitatis Lucernensis arboribus genethliacis exornatum in usum Josephi Udalrici Ignatii de Sonnenberg domini in Castelen reipublicae Lucernensis senatoris intimi anno MDCCLXV: Sammlung von Stammtafeln der Luzerner Patriziergeschlechter, 1765.
    Signatur im Staatsarchiv Luzern: PA 449/1

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020256/2006-09-07/

      von Hertenstein

      Luzerner Ritter- und Patrizierfamilie, benannt nach der gleichnamigen Burg bei Weggis, die sie als habsburgische Ministerialen innehatte. Ihre Genealogie ist ab Wernherus de Hertinstein, 1213 in einer Urkunde des luzernischen Klosters Murbach erwähnt, fast durchgängig bekannt, wenn sie auch seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nie mehr mit neueren Ansätzen erforscht worden ist. Durch Heirat mit Adelheid, der Erbtochter der Herren von Buonas, gelangte Ritter Ulrich kurz vor 1260 in den Besitz von Herrschaft und Burg Buonas (Gemeinde Risch), die später auch unter dem Namen Neu-Hertenstein bekannt wurde. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts arrondierte die Familie Hertenstein die Herrschaft Buonas durch systematische Erwerbung von Gütern und Rechten zwischen Reuss und Zugersee, was wiederholt zu Konflikten mit Zug, dem Kloster Muri und Eigenleuten führte. Während die Hertenstein im 14. Jahrhundert vor allem Heiratsverbindungen mit Rittergeschlechtern wie den von Moos, Mülnern, von Hünenberg und von Kienberg eingegangen waren, verband sich die Familie im 15. und 16. Jahrhundert mit regimentsfähigen Bürgergeschlechtern aus Luzern, Bern, Basel und dem süddeutschen Raum. Mit zunehmendem Zerfall der habsburgisch-österreichischen Herrschaft suchte die Familie Anschluss an die Städte. Sie verburgrechtete sich mit Luzern und Zürich und nahm in Luzern rasch eine führende politische Rolle ein. Diese Entwicklung begann mit Ulrich, der nach der Wahrnehmung verschiedener städtischer Ämter 1428 Luzerner Schultheiss wurde. Bis 1522 amtierten Vertreter der Familie in drei aufeinanderfolgenden Generationen als Schultheissen. Sie stellten vor allem im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts oft gleichzeitig mehrere Mitglieder des Kleinen Rats und besetzten verschiedene Vogteien auf der Luzerner Landschaft. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lassen sich starke ökonomische Schwierigkeiten feststellen, die durch die Heirat von Erasmus, 1573 Kleinrat, mit der Luzerner Schultheissentochter Martha Tammann für einige Zeit aufgefangen werden konnten. Vertreter der Familie finden sich bis 1798 fast ohne Unterbruch in politisch relevanten Positionen der Stadt Luzern, jedoch ab 1522 nie mehr in der Funktion eines Schultheissen. Die Hertenstein waren schon ab dem 13. Jahrhundert in jeder Generation sehr kinderreich. Sie verfolgten eine ausgeprägte Familienpolitik, indem die Herrschaft an jeweils höchstens zwei sich verheiratende Erben weitergegeben wurde, während die übrigen Mitglieder meist klerikale Laufbahnen bescheidenen bis mittleren Zuschnitts einschlugen. Mit Adolf starb die Familie im 19. Jahrhundert aus.

      Version vom: 07.09.2006
      Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen