Herzog Otto I. von Sachsen (Liudolfinger)

Herzog Otto I. von Sachsen (Liudolfinger)

männlich 836 - 912  (~ 76 Jahre)

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  • Name Otto I. von Sachsen (Liudolfinger) 
    Titel Herzog 
    Spitzname der Erlauchte 
    Geboren cir 836 
    Geschlecht männlich 
    Englischer Name Otto I, Duke of Saxony called the Illustrious 
    Französischer Name Otton Ier de Saxe 
    Titel auf Deutsch Graf im Eichsfeld sowie (888) im Südthüringgau, Laienabt von Hersfeld (908 bezeugt)  
    Titel auf Englisch Duke of Saxony (from 880 to his death) 
    Titel auf Französisch Duc de Saxe (880 à 912) 
    Gestorben 30 Nov 912 
    Personen-Kennung I2403  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire | Stammler Manfred - Vorfahren, Zwyer Katharina - Vorfahren
    Zuletzt bearbeitet am 29 Jan 2020 

    Vater Herzog Liudolf von Sachsen (Liudofinger),   geb. cir 806,   gest. 11 / 12 Mrz 866  (Alter ~ 60 Jahre) 
    Mutter Gräfin Oda Billung,   gest. Mai 913 
    Familien-Kennung F2350  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Hedwig (Hathui) (Babenberger),   gest. 24 Dez 903 
    Verheiratet cir 869 
    Kinder 
     1. Oda von Sachsen (Liudolfinger),   geb. zw 875 und 880,   gest. nach 952  (Alter ~ 72 Jahre)
     2. König Heinrich I. von Sachsen (von Deutschland) (Liudofinger),   geb. cir 876,   gest. 2 Jul 936, Memleben Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 60 Jahre)
     3. Herzogin Baba in Sachsen
    Zuletzt bearbeitet am 26 Okt 2017 
    Familien-Kennung F1632  Familienblatt  |  Familientafel

  • Fotos Mittelalter
    Otto-I.-von Sachsen
    Otto-I.-von Sachsen

  • Notizen 
    • English: https://en.wikipedia.org/wiki/Otto_I,_Duke_of_Saxony

      Français: https://fr.wikipedia.org/wiki/Otton_Ier_de_Saxe

    • https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_I._(Sachsen)

      Otto I., der Erlauchte (* vor 866; † 30. November 912) aus dem Adelsgeschlecht der Liudolfinger war von 902 bis 912 Laienabt von Hersfeld.

      Der jüngere Sohn des Grafen Liudolf wurde 880 als Nachfolger seines in der Schlacht gegen die Normannen gefallenen Bruders Brun Haupt der Liudolfinger. Otto war Graf im Eichsfeld sowie (888) im Südthüringgau und ist 908 als Laienabt von Hersfeld bezeugt.
      In einem Zehntverzeichnis des Klosters Hersfeld ist er schon gegen Ende des 9. Jahrhunderts als „Herzog“ (dux) bezeugt. Selbst König Konrad I., ein langjähriger Rivale, bezeichnete ihn im Jahre 913 rückblickend als dux. Fünfzig Jahre später wurde Otto von Widukind von Corvey gar als Herzog von ganz Sachsen bezeichnet.[1] Hingegen verweigerten die Karolinger ihm den dux-Titel und würdigten ihn in ihren Urkunden lediglich als herausragenden Grafen.
      Otto war verheiratet mit der fränkischen Babenbergerin Hadwig (Hathui) († 24. Dezember 903), einer Tochter des dux Austrasiorum Heinrich, mit der er folgende Kinder hatte: Thankmar, Liudolf, Heinrich I. und Oda. Ottos Bedeutung im Machtgefüge des ostfränkischen Reiches zeigt sich darin, dass seine Tochter Oda mit Zwentibold, dem Sohn von Kaiser Arnulf, vermählt wurde. Durch diese Heirat versuchte der Kaiser Otto als mächtigsten Mann im östlichen Sachsen in die karolingischen Herrscherfamilie einzubinden.[2] Unter Ludwig dem Kind hatte Otto keine besondere Nähe zum Königshof. Otto trat nur zweimal als Intervenient auf, im August 902 in Trebur in einer Rechtsbestätigung für die Kirche von Halberstadt und am 8. Mai 906 in Holzkirchen in einer Rechtsbestätigung für die Kirche von Freising.[3] Nach dem sächsischen Geschichtsschreiber Widukinds von Corvey soll nach dem Tod Ludwig des Kindes das „Volk der Sachsen und Franken“ Otto die Königskrone angetragen haben. Dieser habe aber aus Altersgründen abgelehnt. Bei Otto soll aber die wahre Macht verblieben sein.[4]
      Otto der Erlauchte wurde in der Kirche des Stiftes Gandersheim bestattet. Eine Gedenktafel über ihn befindet sich in der Walhalla in Donaustauf.



      Literatur
      • Wolfgang Giese: Liudolfinger. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 14, Duncker & Humblot, Berlin 1985, ISBN 3-428-00195-8, S. 718 f. (Digitalisat).
      • Ernst Steindorff: Otto, Herzog von Sachsen. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 24, Duncker & Humblot, Leipzig 1887, S. 723–725.
      • Gerd Althoff: Art. Otto d. Erlauchte, in: Lexikon des Mittelalters Bd. 6, Sp. 1579.
      Weblinks
       Commons: Otto I of Saxony – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
      Anmerkungen
↑ Widukind I, 21.
↑ Hagen Keller, Gerd Althoff: Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen. Krisen und Konsolidierungen 888–1024. (=Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte, 10. völlig neu bearbeitete Auflage, Bd. 3). Stuttgart 2008, S. 63.
↑ Ingrid Heidrich: Das Adelsgeschlecht der Konradiner vor und während der Regierungszeit Konrads I., in: Hans-Werner Goetz (Hrsg.), Konrad I.: Auf dem Weg zum „Deutschen Reich“?, Bochum 2006, S. 59–75, hier: S. 72.
↑ Widukind I, 16. Hagen Keller, Gerd Althoff: Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen. Krisen und Konsolidierungen 888–1024. (=Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte, 10. völlig neu bearbeitete Auflage, Bd. 3). Stuttgart 2008, S. 79.

    • Verwandtschaft / Relationship / Parenté
      von Sachsen (Liudolfinger):

      http://www.stammler-genealogie.ch/relationship.php?altprimarypersonID=&savedpersonID=I1&secondpersonID=I1&maxrels=1&disallowspouses=0&generations=50&tree=StammlerBaum&primarypersonID=I1287