Ritter Arnold I. von Reinach (Rinach)

Ritter Arnold I. von Reinach (Rinach)

männlich


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Arnold I. von Reinach (Rinach)
    • Bergründer des ältern Zweiges
    Titel Ritter
    Geschlecht männlich
    Erwähnt / Bezeugt 1210 
    Besitz Die Besitzungen der Herren von Rinach
    https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=arg-001%3A1890%3A21%3A%3A237 
    Wohnort Untere Burg Rinach, Rickenbach, AG, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Auf der untern Burg Rinach 
    Beerdigung Stift Beromünster Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I2921  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire | Stammler Manfred - Vorfahren
    Zuletzt bearbeitet am 10 Dez 2025

    Vater Ritter von Reinach (Rinach)
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F11484  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Agnes
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Notizen 
    • Das Ehepaar hatte 6 Kinder, 4 Söhne und 2 Töchter
    Kinder 
     1. Ritter Werner von Reinach (Rinach)   gest. 7 Jun
     2. Ritter Rudolf von Reinach (Rinach)
    +3. Jakob I von Reinach (Rinach)   gest. 23 Aug 1313
    +4. Ritter Heinrich von Reinach (Rinach)   gest. 8 Jun 1292
    +5. Elisabeth von Reinach (Rinach)   gest. 24 Mrz 1303
     6. Berta von Reinach (Rinach),   geb. cir 1230, Burg Ober-Rinach, Römerswil, LU, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 12 Mai 1266 (Alter 36 Jahre)
    Familien-Kennung F1477  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 10 Dez 2025

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsWohnort - Auf der untern Burg Rinach - - Untere Burg Rinach, Rickenbach, AG, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeerdigung - - Stift Beromünster Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Reinach - Wappen
    Reinach - Wappen
    Stammwappen derer von Reinach in der Zürcher Wappenrolle

  • Notizen 
    • Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D20105.php

      von Reinach

      Mittelalterliche und frühneuzeitliche Adelsfamilie, die im Dienst der Kyburger und Habsburger stand und sich von den drei Stammburgen Untere Rinach (auch Alte Rinach, bei Burg AG), Obere Rinach (auch Neuere Rinach, bei Herlisberg) und Hintere Rinach (bei Rickenbach LU) aus verbreitete. Die Burgen und altes Allod deuten auf ihren ursprünglich freien Stand hin. Die 1210 erwähnten Brüder Arnold und Hesso von Rinach gelten als Stammväter der älteren bzw. jüngeren Linie. Die jüngere Linie auf der Oberen Rinach hatte das Lehen Beromünster inne, besass vor allem in Herlisberg und Retschwil Eigengüter und starb 1386 aus. Die ältere Linie auf der Unteren Rinach teilte sich in den Zweig der hinteren Reinach, aus dem die Linie Auenstein und Wildenstein hervorging, und in den Zweig der unteren Reinach, von dem der Zweig von Trostberg abstammte, der 1423 ausstarb. Nach dem Sempacherkrieg wurden 1386 die Stammburgen und 1389 Auenstein zerstört.

      Die Reinach waren schon im 13. Jahrhundert im Gütererwerb erfolgreich, wie das Zinsrodel von 1295 von Ulrich I. von Reinach, Hessos Sohn, zeigt. Sie erwarben vor allem im Aargau und in Luzern Besitz, Twinge, Pfänder und Streugüter (Grundherrschaft), so um 1300 die Burgherrschaften Auenstein und Wildenstein, im 14. Jahrhundert Trostburg und Ende des 14. Jahrhunderts durch Heirat Bernau. Die Reinach waren in Zofingen, Bremgarten (AG), Brugg, Bern und Luzern verburgrechtet. Jakob von Rinach war Propst von Beromünster, Wernher III. von Reinach (1338-1383) ebendort Chorherr sowie Chorherr und Propst am Grossmünster in Zürich.

      1415 huldigten die Reinach von Auenstein und Wildenstein Bern, mit dem sie bis ins 16. Jahrhundert in Verbindung standen. Gleichzeitig schufen sie sich in vorderösterreichischen Diensten eine Basis im Elsass, was unter anderem 1468 im Waldshuterkrieg zu Konflikten führte. Die Abwanderung dorthin zog sich bis ins 16. Jahrhundert. 1464 verkaufte die Familie die Stammtwinge um Rickenbach, 1465 Auenstein und Wildenstein, 1486 Trostburg mit dem Twing Rupperswil und 1543 Bernau. 1545 erfolgte der letzte Verkauf von Aargauer Rechten. Im Elsass und im Breisgau versahen die Reinach Vogt- und Statthalterstellen, erlangten die vorderösterreichische Ständeschaft und erwarben zahlreiche Vogteien und Herrschaften. Die Reinach bildeten dort sieben Zweige. 1550 wurde ein Reinach in den Freiherrenstand, 1635 die Familie in den Reichsfreiherrenstand erhoben, der 1773 von Ludwig XV. bestätigt wurde. 1718 wurde die Familie Reinach-Foussemagne in den französischen Grafenstand erhoben. Die Linien Steinbrunn und Hirzbach waren ab Ende des 15. Jahrhunderts am Domstift Basel präsent, etwa mit Johann Baptist von Reinach-Hirzbach, und besetzten in der frühen Neuzeit im Fürstbistum Basel wichtige Positionen, unter anderem mit Johann Konrad von Reinach-Hirzbach und Jakob Sigismund von Reinach-Steinbrunn als Fürstbischöfe sowie mit Hans Diebold von Reinach-Hirzbach als Berater. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts bestanden noch die elsässischen Linien Reinach-Hirzbach, die 1849 die Ruine der Oberen Rinach erworben hatte, und Reinach-Werth.

      Version vom: 15.03.2017
      Autorin/Autor: Waltraud Hörsch

    • http://www.burgenwelt.org/schweiz/ober_rinach/object.php

      Burgen der Rinacher

      Drei Burgen der Herren von Rinach erhoben sich einst auf den Höhenzügen zwischen Baldeggersee und Suretal: Alt-Rinach bei Menziken, Hinter-Rinach bei Rickenbach und Ober-Rinach (Neu-Rinach) in Römerswil. Nur von Letzterer sind heute noch Mauerreste vorhanden. Das Burgareal umfasst ein Plateau von ca. 30 x 45 Metern und wird im Süden durch einen sehr breiten, im Nordwesten durch einen kleineren Graben geschützt. Die offenbar in zwei Etappen errichtete Anlage bestand zunächst aus einem starken Bering mit inwendig angelehnten Wohn- und Ökonomiebauten. In einer zweiten Phase wurde auf der Ostseite ein Hauptturm mit 2,25 Meter dicken Grundmauern errichtet, an dessen nordwestlicher Ecke der Palas mit seinen Nebengebäuden anschloss. Die südliche Hälfte der ummauerten Fläche bildete den Burghof.

      Die Herren von Rinach waren ursprünglich wohl Dienstleute der 1173 ausgestorbenen Grafen von Lenzburg. Im frühen 13. Jhdt. tauchen sie im Gefolge von deren Erben auf, den Grafen von Kyburg. Als erste Vertreter der Familie werden 1210 die Ritter Arnold I. und Hesso I. von Rinach erwähnt. Die Nachkommen von Hesso I. bildeten die jüngere Seitenlinie «von Ober-Rinach». Ulrich I. und Kuno von Ober-Rinach erbauten sich um die Mitte des 13. Jhdts. oberhalb des Baldeggersees eine neue Burg. Ihre erste direkte Erwähnung stammt aus einer Urkunde von 1302. Darin wurde festgehalten, dass von der «burg von Rynach die obern» jährlich ein Pfund Wachs an das Stift Beromünster zu entrichten sei, da sie auf dessen Grundbesitz stehe. Zu Beromünster befand sich auch die Grablege der Familie von Rinach.

      Nach dem Aussterben der Kyburger (1264) wurden die Rinacher Parteigänger der Habsburger. Dies brachte ihnen im 14. Jhdt. beinahe den Untergang. 1386 fielen in der Schlacht von Sempach auf habsburgischer Seite nicht weniger als drei Angehörige der Familie. Unter den Toten war auch Ulrich V. von Ober-Rinach. Seine Burg war bereits im Vorfeld der Schlacht durch Truppen aus Luzern zerstört worden.
      Nach diesem Unglück fiel die Herrschaft Ober-Rinach der Hauptlinie der Familie zu, die damals auf den aargauischen Burgen Wildenstein, Trostburg und Auenstein residierte. Als im 15. Jhdt. auch der Aargau an die Eidgenossen fiel, verlegten die Herren von Rinach ihren Wohnsitz ins Elsass. 1635 wurden sie in den Reichsfreiherrenstand erhoben, und 1773 gestand der französische König Ludwig XV. allen Familienangehörigen den Freiherrentitel zu.

      Karl von Reinach kaufte 1849 den Burghügel von Ober-Rinach zurück, seither ist die Ruine wieder im Besitz der Familie. Bereits 1853 und 1888 fanden erste Ausgrabungen statt. Später bemühte sich vor allem Baron Maurice de Reinach-Hirtzbach (†1994) um die Erforschung und Erhaltung der Anlage: 1940 bis 1942 und 1965/66 folgten neue Untersuchungen. Dabei kamen auch zahlreiche Kleinfunde wie Ofenkacheln, Spitzen von Armbrustbolzen, tönerne Figuren und Schlüssel zutage. Weitere Teilgrabungen und Sanierungen beschädigter Mauerzüge wurden in den Jahren 1985/86 und 1991 vorgenommen.


    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Reinach_(Adelsgeschlecht)

      Die Herren von Reinach sind ein erstmals 1210 im Aargau nachgewiesenes Ministerialengeschlecht, das den Grafen von Lenzburg, den Grafen von Kyburg, den Habsburgern und schließlich auch den Bourbonen diente. Im 18. Jahrhundert erlangten einige Mitglieder des weitverzweigten Hauses über geistliche Fürstentümer den Rang von Reichsfürsten.

      Herkunft
      Die Herren von Reinach nannten sich nach ihrer Stammburg Untere Rinach in Burg bei Reinach im heutigen Kanton Aargau. Eine Basis für die Ausbreitung bildeten zudem ihre Burgen Obere Rinach (auch Neuere Rinach, im luzernischen Herlisberg) und Hintere Rinach im ebenfalls luzernischen Rickenbach. Das Geschlecht ist mit Arnold und Hesso de Rinacho seit 1210 urkundlich nachgewiesen. Es besaß wohl auch Allodialgüter und die Entwicklung zum Ministerialengeschlecht ergab sich später.

      Der Ritter Henman von Rinach, Herzoglich österreichischer Rat und Statthalter der Landvogtei Elsaß, übersiedelte 1402 in den Sundgau. Als Ministerialen im Dienste der Habsburger im vorderösterreichischen Elsass schuf sich das Geschlecht dort im 15. Jahrhundert eine neue Machtbasis und verkaufte bis 1545 alle seine Besitzungen und Rechte in der Schweiz.

      Die elsässischen Linien derer von Reinach
      - Freiherren von Reinach zu Fuchsmänningen (Foussemagne) – begründet durch Hans Heinrich von Reinach (1589–1645)
      - Freiherren von Reinach zu Wörth (Werth) – begründet durch Franz Anton Beat von Reinach
      - Freiherren von Reinach zu Munzingen – begründet durch Hans Beat von Reinach
      - Freiherren von Reinach zu Hirzbach (Hirtzbach) – begründet durch Melchior von Reinach
      - Freiherren von Reinach zu Münsterol (Montreux) – begründet durch Ludwig von Reinach
      - Freiherren von Reinach zu Heidweiler (Heidwiller) – begründet durch Hans Berthold von Reinach
      - Freiherren von Reinach zu Obersteinbrunn (Steinbrunn-le-Haut) – begründet durch Jakob von Reinach

      Daneben gab es noch weitere Seitenlinien. Im 21. Jahrhundert bestehen noch die Linien Hirtzbach und Wörth. 1557–1742 gab es auch noch eine Linie im Breisgau. Güter besaßen sie auch um das Schlössle Schmitzingen.

      Standeserhöhungen
      Die Erhebung in den Freiherrenstand
      1635 wurden Hans Heinrich von Reinach und seine Brüder von Kaiser Ferdinand in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Auch der französische König Ludwig XV. bestätigte 1773 den Freiherrenstand für alle Mitglieder der Familie an.

      Die Erhebung in den französischen Grafenstand
      Der französische König Ludwig XV. erhob 1718 Franz Joseph Ignaz von Reinach-Fuchsmänningen unter dem Namen Comte de Grandvelle-Foussemagne in den französischen Grafenstand.

      Familienmitglieder im Reichsfürstenstand
      Obwohl das Geschlecht nicht zum Hochadel gehörte, gelangten einige Angehörige über geistliche Fürstentümer auf die geistliche Fürstenbank im Reichstag.

      - Johann Konrad von Reinach-Hirtzbach (* 1657; † 1737); war 1705–1737 Fürstbischof von Basel
      - Johann Baptist von Reinach-Hirtzbach (* 1669; † 1734); war 1724–1734 Koadjutor des Fürstbischofs von Basel
      - Jakob Sigismund von Reinach-Steinbrunn (* 1683; † 1743); war 1737–1743 Fürstbischof von Basel
      - Josef Benedikt von Reinach-Foussemagne (* 1710; † 1796); war 1777–1796 Grossprior des deutschen Malteserordens

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 217.