| Notizen |
- Zitat aus: https://www.trachselwald.ch/gemeinde/gemeindegebiet/geschichte
Trachselwald
Der Name der Gemeinde wird erstmals 1131 durch Uffo von Trachselwald (Offo von Trahselwalt) dem ersten bekannten Vertreter dieses Freiherrengeschlechts urkundlich fassbar; er bedeutet "Drechsler-Wald".
Dieses Geschlecht starb im 13. Jahrhundert aus, seine Nachfolger waren die Freiherren von Rüti und schliesslich die Freiherren von Sumiswald. Burkhart von Sumiswald verkaufte die Herrschaft 1408 an die Stadt Bern, die das Schloss zum Zentrum ihrer Landvogtei machte. In St. Oswald, auf aussichtsreicher Höhe am Aufstieg zur Lüderenalp, stiftete Burkhart von Sumiswald 1394 eine Kapelle mit Bruderhaus, die zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort wurde, ehe sie mit der Reformation wieder verschwand.
1574 wurden Dorf und Kirche Trachselwald durch einen Brand vernichtet. Das "alte Grundbuchamt" im Dorf, die ehemalige Landschreiberei, geht im Kern zurück auf das 17. Jahrhundert. Bis 1798 verwalteten 71 Landvögte die Herrschaft Trachselwald, gewöhnlich zur Zufriedenheit von Stadt und Land. Eine Ausnahme war der habgierige Samuel Tribolet, Landvogt zur Zeit des Bauernkrieges 1653, gegen den das Landvolk Klagen erhob, den aber auch Vorwürfe aus der Stadt trafen. Er wurde nach dem Krieg abgesetzt und verurteilt.
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- Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019787/2012-11-01/
von Trachselwald
Berner Freiherrengeschlecht des 12. und 13. Jahrhunderts, das sich nach der erst 1313 erwähnten Burg Trachselwald im Emmental nannte. Die Familie ist schwach belegt. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts umfasste die Herrschaft Trachselwald ausser dem gleichnamigen Ort auch Güter im Kirchspiel Seedorf (BE). Verwandtschaftliche Beziehungen bestanden zu den Freiherren von Rüti und von Aarburg. Nur drei männliche Vertreter der Familie sind erwähnt. Offo ist im Gefolge Graf Udelhards von Saugern bezeugt, der dem Kloster Lützel um 1131 Besitz zur Gründung des Klosters Frienisberg übertrug. Thüring (erwähnt 1241-1257) veräusserte Eigengüter in Seedorf. Thüring, wahrscheinlich sein Sohn, verkaufte 1278 seine geerbte Vogtei über Güter in Trachselwald; er erscheint 1284 zum letzten Mal.
Version vom: 01.11.2012
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen
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