Gebhard Hegner

männlich - 1546

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  • Name Gebhard Hegner
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung Schultheiss zu Winterthur 1522, resignierte nach 14 Tagen und ward Stadtschreiber, Landschreiber der Grafschaft Kiburg, Verfasser des Stadtbuches 
    Wohnort Winterthur, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Tod cir 1546 
    Personen-Kennung I60102  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 12 Dez 2025

    Vater Gebhard Hegner
    Mutter Sibylle Zscheggenbürlin
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F29861  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Barbara Clauser,   geb. Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Christoph Hegner,   geb. 1490, Winterthur, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. cir 23 Jun 1565 (Alter 75 Jahre)
    +2. Regula Hegner,   geb. 152?   gest. 12 Apr 1573
    Familien-Kennung F29860  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 12 Dez 2025

  • Ereignis-Karte
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023858/2009-11-05/

      Hegner

      1430 in Winterthur eingebürgerte Familie, welche die Stadt bis 1800 dominierte. Das Geschlecht stammt wohl aus dem Raum Hegi-Elgg. Ähnliche Namen finden sich in Winterthur und Zürich (1259 bzw. 1333), in Stadelhofen (heute Gemeinde Zürich), Kloten, Elgg (1311 bzw. 1374) und später in Wil (ZH). Bis 1500 schwankte die Schreibweise zwischen Heg[i]n[ow]er und Hegowler. 1492 erhielt Gebhart (✝︎ 1516) von Albrecht von Bonstetten einen kaiserlichen Wappenbrief; das Wappen besteht aus einem Metzgerbeil mit 5-, später 6-strahligem schwarzem Stern auf blauem Grund.

      1508-1798 stellten die Hegner, unter anderem mit Salomon, in Winterthur 11 von 51 Schultheissen (während 150 von 290 Jahren). 30 Mitglieder der Familie sassen im Kleinen und 70 im Grossen Rat. Sie mehrten ihr Einkommen durch die Verwaltung von zahlreichen Ämtern und Domänen. Elf Hegner standen als Stadtschreiber im Mittelpunkt der Geschäfte, 14 wirkten als Landschreiber des inneren und äusseren Amts der Grafschaft Kyburg, so Ulrich. Dieses Amt wurde faktisch vererbt. Die Familie pflegte enge, durch Heiraten gefestigte Beziehungen zur Zürcher Oberschicht. Kapitalanlagen erweiterten den Einfluss auf die Landschaft. Aus dem Geschlecht gingen aber auch hervor: 31 Mediziner (davon elf promovierte und sechs Stadtärzte), 17 Geistliche, 18 Gerber, fünf Wirte sowie sechs Metzger. Sie alle gehörten den respektableren und einträglichen Berufen an. Prestige gewannen die Hegner auch zwischen 1679 und 1800 als Präsidenten des Musikkollegiums, der angesehensten Gesellschaft, und als Erbzünfter (neben den Steiner) der Herrenstube.

      Familienzweige in Stein am Rhein, wo deren Mitglieder Stadtschreiber und Kleinräte wurden, und Luzern, wo Gebhart 1576 das Bürgerrecht erwarb, starben offenbar bald wieder aus. Seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts besteht eine Linie in Kloten. Konfessionelle Motive, Handel oder fremde Dienste führten viele der Hegner ins Ausland. So knüpfte etwa Laurenz (1733-1807) Beziehungen nach Bordeaux, Nürnberg, Frankfurt, Hamburg und Amsterdam.

      Nach 1814 verlor die Familie rasch ihre führende Rolle in Winterthur. Einzig Hans Ulrich (1774-1839) gelangte 1816-1839 noch in den Stadtrat. Ulrich Reinhart (1791-1880), Zuckerbäcker, Papeterist, Buchdrucker und 1836-1857 Verleger des «Landboten», wurde berühmt durch sein 1840 gegründetes Literarisches Comptoir, das 1841-1845 unter der Leitung von Julius Fröbel die Schriften des revolutionären Deutschland verbreitete. Ulrich Reinharts Sohn Petrus Reinhard (1832-1909) war Arzt, Präsident der Ärztegesellschaft, Mitglied der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft sowie der Zunft der Herrenstube. Salomon schuf sich als Bauingenieur einen Namen. 1893 wurde die Familie auch in Zürich eingebürgert. Seit 1915 ist sie in Winterthur nicht mehr vertreten.

      Version vom: 05.11.2009
      Autorin/Autor: Alfred Bütikofer

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 45, 95.